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Sonstige · Evergreen Garden Care

Allflor Rasendünger plus Moosvernichter

BVL Zul.-Nr. 008047-71

Allflor Rasendünger plus Moosvernichter ist ein bewährtes Kombinationsprodukt für die anspruchsvolle Pflege von Rasenflächen, das gezielt gegen Moosbefall wirkt und gleichzeitig die Gräser mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Als Granulat formuliert, vereint dieses Pflanzenschutzmittel die schnelle Wirkung des Wirkstoffs Eisen-II-sulfat mit einer regenerierenden Düngerwirkung. Es eignet sich ideal für den Einsatz auf Zier- und Sportrasenflächen, um lückige, vermooste Bereiche schnell wieder in dichte, vitale Grünflächen zu verwandeln.

Der enthaltene Wirkstoff zielt speziell auf Moose ab, die im Rasen oft durch Schatten, Staunässe oder Nährstoffmangel die Oberhand gewinnen. Durch die Kombination aus Moosbekämpfung und gleichzeitiger Nährstoffzufuhr wird die Konkurrenzkraft der Kultur nachhaltig gestärkt. Die Gräser können die entstehenden Lücken rasch schließen, was eine erneute Ansiedlung von Schaderregern und unerwünschten Moosen effektiv erschwert.

Wirkstoffe

Eisen-II-sulfat
182 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Eisen-II-sulfat entfaltet seine Wirkung primär über den direkten Kontakt mit dem Moos. Da Moose im Gegensatz zu den Kulturgräsern keine schützende Wachsschicht (Kutikula) besitzen, dringt der Wirkstoff ungehindert in die Pflanzenzellen ein. Dort führt er zu einer schnellen Oxidation und Zerstörung der Zellmembranen. Das betroffene Moos verfärbt sich innerhalb kürzester Zeit schwarz, stirbt ab und vertrocknet vollständig. Gleichzeitig fungiert das Eisen als wichtiger Mikronährstoff für die Kultur. Es fördert die Chlorophyllbildung in den Gräsern, was zu einer intensiven Grünfärbung und einer gesteigerten Photosyntheseleistung führt. Die im Kombinationsprodukt enthaltenen Nährstoffe unterstützen das Wurzelwachstum und die Bestockung der Gräser, sodass sich die Grasnarbe nach dem Absterben des Mooses schnell regeneriert.

Resistenzmanagement

Da es sich bei Eisen-II-sulfat um einen anorganischen Wirkstoff mit einer unspezifischen, physikalisch-chemischen Wirkungsweise handelt, ist das Risiko einer Resistenzbildung bei Moosen als äußerst gering einzustufen. Ein klassisches Resistenzmanagement im Sinne eines Wirkstoffwechsels ist daher nicht zwingend erforderlich. Um eine langfristige Wirkung zu sichern, solltest du die Anwendung jedoch stets in ein integriertes Bewirtschaftungskonzept einbinden. Dazu gehören mechanische Maßnahmen wie das Vertikutieren nach dem Absterben des Mooses, eine bedarfsgerechte Kalkung zur Regulierung des Boden-pH-Werts sowie eine angepasste Schnitthöhe der Kultur.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da Allflor Rasendünger plus Moosvernichter als festes Streugranulat formuliert ist, ist eine Tankmischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern weder vorgesehen noch praktisch durchführbar. Das Produkt sollte gleichmäßig auf feuchtem Rasen ausgebracht werden, idealerweise wenn für die folgenden ein bis zwei Tage kein starker Regen vorhergesagt ist. Achte darauf, das Granulat nicht mit anderen Düngemitteln im selben Arbeitsgang physikalisch zu mischen, um Entmischungen und damit unregelmäßige Aufwandmengen zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit diesem Pflanzenschutzmittel solltest du die übliche persönliche Schutzausrüstung tragen, um Haut- und Augenkontakt mit dem staubenden Granulat zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse in den Zulassungsdaten angegeben ist, empfiehlt sich aus Vorsorgegründen eine Anwendung außerhalb des Bienenflugs, insbesondere wenn blühende Beikräuter im Rasen vorhanden sind. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Schutz von Oberflächen: Eisen-II-sulfat verursacht auf Steinplatten, Beton, Terrassen und Kleidung irreversible, rostbraune Flecken. Achte daher penibel darauf, dass kein Granulat auf diese Flächen gelangt, oder fege es sofort trocken ab. Vermeide zudem den Eintrag in Oberflächengewässer oder Entwässerungsgräben.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenMoose35 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung von Allflor Rasendünger plus Moosvernichter?

Der optimale Anwendungszeitraum liegt im Frühjahr (April/Mai) oder im Frühherbst (September), wenn milde Temperaturen herrschen und der Rasen aktiv wächst. Bringe das Granulat am besten an einem frostfreien Tag auf taufeuchtem Rasen aus, damit es gut an den Moosblättchen haften bleibt.

Wie gehe ich vor, wenn das Moos nach der Behandlung schwarz geworden ist?

Sobald das Moos vollständig abgestorben und schwarz gefärbt ist (meist nach etwa 10 bis 14 Tagen), solltest du es gründlich aus dem Rasen herausrechen oder vertikutieren. Dadurch schaffst du Platz und Licht für die Gräser, damit diese die kahlen Stellen schnell besiedeln können.

Was muss ich tun, wenn das Granulat versehentlich auf meine Terrasse gelangt ist?

Du musst das Granulat sofort trocken von Steinplatten, Beton oder Holzterrassen abfegen. Vermeide es unbedingt, die Flächen feucht abzuwischen oder abzuspritzen, da das Eisen-II-sulfat bei Kontakt mit Wasser sofort oxidiert und extrem hartnäckige, rostrote Flecken hinterlässt.

Darf ich den Rasenschnitt nach der Behandlung zum Mulchen oder Kompostieren verwenden?

Den Rasenschnitt der ersten beiden Schnitte nach der Behandlung solltest du nicht zum Mulchen verwenden und auch nicht auf den Kompost geben, da eventuelle Wirkstoffrückstände empfindliche Gartenpflanzen schädigen könnten. Entsorge diesen Schnitt am besten über den Hausmüll oder die Biotonne.

Wann dürfen Haustiere oder Kinder die behandelte Rasenfläche wieder betreten?

Du solltest Kinder und Haustiere während der Anwendung und bis zum nächsten kräftigen Regenguss bzw. einer gründlichen Bewässerung von der Rasenfläche fernhalten. Sobald das Granulat vollständig aufgelöst und in den Boden eingewaschen ist, kann die Kultur wieder bedenkenlos betreten werden.

Wie kann ich verhindern, dass sich nach der Anwendung neues Moos im Rasen bildet?

Um Moos langfristig fernzuhalten, solltest du die Ursachen bekämpfen. Sorge für eine gute Belüftung des Bodens (Aerifizieren), vermeide Staunässe, passe die Schnitthöhe an (nicht zu tief mähen, ideal sind 4–5 cm) und führe regelmäßig Bodenanalysen durch, um Nährstoffmängel oder einen zu niedrigen pH-Wert gezielt auszugleichen.