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OTHER · De Ceuster Meststoffen NV (DCM)

Anti-Moos Rasendünger

BVL Zul.-Nr. 00A540-00

Anti-Moos Rasendünger von DCM ist ein spezialisiertes Pflanzenschutzmittel mit integrierter Düngewirkung, das gezielt zur Bekämpfung von Moosen in Zier- und Sportrasenflächen (Kulturcode: NNNZW) eingesetzt wird. Die Formulierung basiert auf dem bewährten Wirkstoff Eisen-II-sulfat, der in eine granulierte Düngermatrix eingebettet ist. Dies ermöglicht eine gleichmäßige Ausbringung und sorgt für eine schnelle Wirkung auf die Schaderreger bei gleichzeitiger Nährstoffversorgung der Gräser.

Das Produkt nimmt im professionellen und semiprofessionellen Rasenmanagement eine wichtige Stellung ein, da es die mechanische Rasenpflege wie das Vertikutieren optimal vorbereitet oder ergänzt. Durch die Kombination aus Moosvernichter und Nährstoffquelle wird die Grasnarbe gestärkt, sodass entstandene Lücken rasch wieder geschlossen werden.

Wirkstoffe

Eisen-II-sulfat
91.27 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Eisen-II-sulfat entfaltet seine Wirkung primär über den direkten Kontakt mit dem Schaderreger. Nach der Ausbringung und dem Kontakt mit Feuchtigkeit kommt es zu einer schnellen Oxidation im Gewebe der Moose. Dies führt zu einer Zerstörung der Zellmembranen und einer raschen Dehydrierung (Austrocknung) der Moosflächen, was sich optisch durch eine charakteristische Schwarzfärbung des Mooses innerhalb weniger Tage zeigt. Zusätzlich fungiert das enthaltene Eisen als essenzieller Mikronährstoff für die Kultur. Es ist ein zentraler Baustein für die Chlorophyllsynthese. Die Gräser nehmen das Eisen über die Wurzeln und Blätter auf, was zu einer intensiven Grünfärbung und einer Stimulierung des Wachstums führt. Dadurch wird die Konkurrenzkraft des Rasens gegenüber verbliebenen Moossporen nachhaltig gestärkt.

Resistenzmanagement

Da es sich bei Eisen-II-sulfat um einen anorganischen Wirkstoff mit einer unspezifischen, physikalisch-chemischen Kontaktwirkung handelt, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Zielorganismen (Moosen) als äußerst gering einzustufen. Eine Einstufung in klassische HRAC-Gruppen ist hier nicht anwendbar. Um die Entstehung von Moos langfristig zu verhindern, sollte die Anwendung in ein integriertes Bewirtschaftungskonzept eingebunden werden, das mechanische Maßnahmen (Aerifizieren, Vertikutieren) sowie eine bedarfsgerechte Bodenverbesserung (Kalkung bei sauren Böden) umfasst.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da Anti-Moos Rasendünger als festes Granulat formuliert ist und trocken ausgebracht wird, sind klassische Tankmischungen in der Spritze nicht relevant. Bei einer eventuellen Kombination mit anderen granularen Düngemitteln oder Bodenhilfsstoffen ist auf eine gleichmäßige Korngrößenverteilung zu achten, um Entmischungen im Streuer zu vermeiden. Das Produkt sollte nicht zeitgleich mit stark alkalischen Mitteln wie Rasenkalk ausgebracht werden, da Kalk das Eisen festlegen und somit die Wirkung gegen den Schaderreger mindern kann.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung von Eisen-II-sulfat ist zu beachten, dass der Wirkstoff auf Steinplatten, Beton, Terrassen und Kleidung irreversible, braune Rostflecken verursachen kann. Gehwege und gepflasterte Flächen sind daher vor dem Wässern penibel vor Granulatkörnern zu schützen. Aus ökotoxikologischer Sicht ist das Mittel bei sachgemäßer Anwendung schonend für die Bodenfauna, jedoch sollten behandelte Flächen erst nach dem vollständigen Einregnen und Abtrocknen wieder von Haustieren und Kindern betreten werden, um Reizungen an Pfoten oder Haut zu vermeiden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenMoose75 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung von Anti-Moos Rasendünger?

Die Anwendung ist besonders im zeitigen Frühjahr (März/April) oder im Frühherbst (September) zu empfehlen, wenn das Moos aktiv wächst und die Temperaturen moderat sind. Der Rasen sollte feucht (z. B. morgentaufeucht) sein, die Grashalme selbst nach Möglichkeit jedoch abgetrocknet, damit das Granulat gut am Moos haftet.

Wie lange muss ich nach der Behandlung warten, bis ich den Rasen vertikutieren kann?

Nach der Anwendung sollten Sie etwa 10 bis 14 Tage warten. In dieser Zeit stirbt das Moos vollständig ab und färbt sich schwarz. Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, lässt sich das abgestorbene Moos wesentlich leichter und schonender aus der Kultur herausvertikutieren.

Wie lassen sich braune Flecken auf Terrassenplatten durch das Produkt verhindern?

Da Eisen-II-sulfat bei Kontakt mit Wasser oxidiert und Rostflecken auf Beton, Naturstein oder Holz verursacht, sollte das Granulat ausschließlich auf der Rasenfläche ausgebracht werden. Versehentlich auf Wege oder Terrassen gelangte Körner müssen vor dem Beregnen oder vor Regen absolut trocken abgekehrt werden.

Dürfen Haustiere den Rasen nach der Ausbringung sofort wieder betreten?

Nein, Haustiere sollten von frisch behandelten Flächen ferngehalten werden. Erst wenn das Produkt durch einen ergiebigen Regen oder eine intensive künstliche Beregnung vollständig in den Boden eingewaschen wurde und die Kultur wieder komplett abgetrocknet ist, ist der Zutritt wieder unbedenklich.

Kann der Anti-Moos Rasendünger auch auf frisch neu angesäten Rasenflächen angewendet werden?

Es wird empfohlen, das Pflanzenschutzmittel nicht auf jungen Rasenflächen im Aussaatjahr anzuwenden. Die jungen Keimlinge der Kultur sind noch sehr empfindlich gegenüber Eisen-II-sulfat. Wenden Sie das Produkt erst auf gut etablierten Rasenflächen an, die mindestens ein Jahr alt sind.

Welche Rolle spielt der Boden-pH-Wert bei der Moosbekämpfung mit diesem Produkt?

Moos gedeiht besonders gut auf sauren, verdichteten Böden mit Nährstoffmangel. Während der Anti-Moos Rasendünger das bestehende Moos schnell abtötet und Nährstoffe liefert, sollte bei einem sehr niedrigen pH-Wert langfristig eine Kalkung durchgeführt werden – allerdings mit zeitlichem Abstand von mindestens einigen Wochen zur Eisenanwendung.