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OTHER · Evergreen Garden Care

ARENA Weed Control

BVL Zul.-Nr. 060122-96

ARENA Weed Control ist ein spezialisiertes Pflanzenschutzmittel von Evergreen Garden Care zur gezielten Regulierung von zweikeimblättrigen Unkräutern in Rasen- und Zierrasenflächen (Kulturcode: NNNZW). Als anwendungsfertiges Granulat konzipiert, vereint das Produkt zwei bewährte herbizide Wirkstoffe, um eine lückenlose und saubere Rasenoptik im professionellen sowie im anspruchsvollen Freizeitbereich zu sichern.

Die Kombination der Wirkstoffe zielt auf ein breites Spektrum typischer Rasenunkräuter ab, darunter auch schwer bekämpfbare Arten wie Löwenzahn, Klee-Arten und Wegerich. Durch die granulierte Formulierung lässt sich das Mittel gleichmäßig verteilen und entfaltet seine Wirkung primär über das Blattwerk sowie die Wurzeln der unerwünschten Schaderreger während deren aktiver Wachstumsphase.

Wirkstoffe

2,4-D
8 g/kg · Wirkstoff
Dicamba
1.2 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die im Produkt enthaltenen Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba gehören zur chemischen Klasse der synthetischen Auxine (HRAC-Gruppe 4). Sie wirken als künstliche Wachstumshormone und imitieren die natürliche Indol-3-essigsäure (Auxin) in der Pflanze. Nach der Aufnahme über die Blätter und Wurzeln der zweikeimblättrigen Unkräuter kommt es zu einer unkontrollierten, extrem beschleunigten Zellteilung und einem asymmetrischen Streckungswachstum. Dieses hormonelle Ungleichgewicht führt rasch zu charakteristischen Deformationen wie dem typischen Verkrümmen und Verdrehen von Stängeln und Blättern (Epinastie). In der Folge bricht das Leitgewebe der Schaderreger zusammen, was die Nährstoff- und Wasserleitung unterbindet und letztlich zum vollständigen Absterben des Unkrauts führt. Monokotyle Kulturen wie Rasengräser können diese Wirkstoffe aufgrund ihres spezifischen Metabolismus rasch abbauen und bleiben bei sachgerechter Anwendung unbeschädigt.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen in Unkrautpopulationen vorzubeugen, sollte ARENA Weed Control in ein integriertes Bewirtschaftungskonzept eingebunden werden. Da beide Wirkstoffe der HRAC-Gruppe 4 angehören, empfiehlt sich im Rahmen der Fruchtfolge oder des Pflegeplans ein jährlicher Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen. Zudem unterstützen mechanische Pflegemaßnahmen wie regelmäßiges Vertikutieren, Nachsäen und eine ausgewogene Düngung die Konkurrenzkraft der Rasenkultur und minimieren den Selektionsdruck.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei ARENA Weed Control um ein festes Granulat zur Trockenanwendung handelt, ist eine klassische Tankmischung in der Feldspritze nicht vorgesehen. Bei einer eventuellen Ausbringung parallel zu granularen Rasendüngern ist auf eine absolut gleichmäßige Querverteilung zu achten, um lokale Überdosierungen und damit verbundene Phytotoxizität an der Kultur zu vermeiden. Für eine optimale Haftung des Granulats auf den Unkrautblättern sollte die Anwendung auf taufeuchtem Rasen erfolgen, gefolgt von einer regenfreien Phase von mindestens 24 Stunden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung von ARENA Weed Control ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu tragen, um Haut- und Augenkontakt mit dem Granulat oder Staub zu vermeiden. Da synthetische Auxine mobil im Boden sein können und das Produkt als gewässergefährdend eingestuft ist, müssen Abschwemmungen in Oberflächengewässer oder die Kanalisation strikt verhindert werden. Behandelte Rasenflächen sollten erst nach dem vollständigen Einwaschen des Granulats durch Regen oder Beregnung und dem anschließenden Abtrocknen des Bestandes wieder von Haustieren und Personen betreten werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter20 GRAM_PER_SQUARE_METER
RasenZweikeimblättrige Unkräuter20 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung von ARENA Weed Control?

Die Anwendung sollte während der Hauptwachstumszeit der Unkräuter im Frühjahr (Mai bis Juni) oder im Spätsommer (August bis September) erfolgen. Die Temperaturen sollten konstant zwischen 10 °C und 25 °C liegen, und die Unkräuter müssen bereits genügend Blattfläche ausgebildet haben, um die Wirkstoffe optimal aufzunehmen.

Muss der Rasen vor oder nach der Behandlung gemäht werden?

Es wird empfohlen, den Rasen etwa 3 bis 4 Tage vor der Anwendung nicht mehr zu mähen, damit die Unkräuter ausreichend Blattmasse für die Wirkstoffaufnahme besitzen. Nach der Behandlung sollte mit dem nächsten Rasenschnitt mindestens 7 Tage gewartet werden, um den systemischen Transport der Wirkstoffe in die Wurzeln nicht zu stören.

Wie verhält sich das Produkt bei Trockenheit oder anstehendem Regen?

Für eine optimale Wirkung sollte das Granulat auf taufeuchtem Rasen ausgebracht werden, damit es gut an den Unkrautblättern haften bleibt. Nach der Anwendung darf es für mindestens 24 Stunden nicht regnen oder beregnet werden. Falls nach 2 bis 3 Tagen kein natürlicher Niederschlag fällt, sollte die Fläche gründlich gewässert werden, um die Wirkstoffaufnahme über die Wurzeln zu aktivieren.

Ab welchem BBCH-Stadium der Rasengräser darf das Mittel angewendet werden?

Das Pflanzenschutzmittel ist für etablierte Rasenflächen zugelassen. Auf neu eingesäten Flächen sollte die Anwendung erst nach dem vollständigen Auflaufen und der Bestockung der Gräser (ab BBCH-Stadium 21 bis 25) erfolgen, um Schäden an den empfindlichen jungen Keimlingen zu vermeiden.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen zweikeimblättrige Unkräuter?

Nutzen Sie die Filterfunktion in unserer Produktdatenbank. Wählen Sie unter der Kategorie „Schaderreger“ den Eintrag „Zweikeimblättrige Unkräuter“ und filtern Sie nach Ihrer spezifischen Kultur (z. B. Rasen / Zierrasen). Das System zeigt Ihnen sofort alle in Deutschland registrierten Alternativen inklusive Wirkstoffklassen an.

Werden auch einkeimblättrige Unkräuter wie Hirse oder Quecke erfasst?

Nein, ARENA Weed Control wirkt streng selektiv gegen zweikeimblättrige Pflanzen. Einkeimblättrige Schaderreger wie Hirse-Arten, Quecken oder die Einjährige Rispe (Poa annua) werden durch die Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba nicht geschädigt und erfordern separate mechanische oder chemische Maßnahmen.