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Bayer Garten Universal-Rasenunkrautfrei Loredo Quattro

BVL Zul.-Nr. 005747-62

Bayer Garten Universal-Rasenunkrautfrei Loredo Quattro ist ein hochwirksames, systemisches Herbizid, das speziell für die Bekämpfung von zweikeimblättrigen Unkräutern in Rasenflächen entwickelt wurde. Als flüssiges Konzentrat formuliert, kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel vier bewährte Wirkstoffe, um ein besonders breites Wirkungsspektrum gegen schwer bekämpfbare Unkräuter im Haus- und Kleingartenbereich zu gewährleisten.

Die Kombination aus 2,4-D, Dicamba, MCPA und Mecoprop-P sorgt dafür, dass sowohl gängige Arten wie Löwenzahn, Gänseblümchen und Weißklee als auch hartnäckige Schaderreger wie Ehrenpreis, Hornkraut oder Sauerklee zuverlässig erfasst werden. Dank der systemischen Verteilung im Saftstrom der Pflanzen werden die Unkräuter bis tief in die Wurzeln hinein bekämpft, ohne die Gräser der Rasenfläche zu schädigen.

Dieses Pflanzenschutzmittel zeichnet sich durch seine schnelle und nachhaltige Wirkung aus. Es eignet sich hervorragend für die gezielte Pflege von Zier- und Sportrasenflächen, auf denen ein ungestörtes Wachstum der Gräser und ein unkrautfreies Erscheinungsbild gewünscht sind.

Wirkstoffe

2,4-D
84.3 g/L · Wirkstoff
Dicamba
24.1 g/L · Wirkstoff
MCPA
85.7 g/L · Wirkstoff
Mecoprop-P
50.8 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die vier enthaltenen Wirkstoffe (2,4-D, Dicamba, MCPA und Mecoprop-P) gehören alle zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine / Wuchsstoffe). Sie imitieren das pflanzeneigene Phytohormon Auxin (Indol-3-essigsäure), welches für die Steuerung von wichtigen Wachstumsprozessen verantwortlich ist. Nach der Aufnahme über die Blätter und teilweise über die Wurzeln verteilen sich die Wirkstoffe systemisch in der gesamten Pflanze. In den zweikeimblättrigen Unkräutern führt diese künstliche Überdosis an Wuchsstoffen zu einem unkontrollierten, übermäßigen Zellwachstum und einer massiven Störung des Stoffwechsels. Die betroffenen Pflanzen zeigen typische Deformationen wie das Drehen und Krümmen von Stängeln und Blättern (Epinastie), bevor sie schließlich aufgrund von Erschöpfung der Nährstoffreserven und dem Zusammenbruch des Leitgewebes vollständig absterben. Einkeimblättrige Kulturen wie Rasengräser können diese Wirkstoffe schnell abbauen und bleiben daher unbeschädigt.

Resistenzmanagement

Da alle vier Wirkstoffe dieses Pflanzenschutzmittels der HRAC-Gruppe 4 angehören, basiert die Wirkung auf demselben biologischen Mechanismus. Um einer Resistenzbildung bei den Zielunkräutern vorzubeugen, solltest du dieses Produkt nicht dauerhaft als alleinige Maßnahme einsetzen. Integriere mechanische Pflegemaßnahmen wie regelmäßiges Mähen, Vertikutieren und eine ausgewogene Düngung in dein Rasenmanagement. Falls wiederholte chemische Behandlungen notwendig sind, empfiehlt sich der jährliche Wechsel mit Herbiziden, die andere Wirkmechanismen aufweisen, um den Selektionsdruck auf einzelne Unkrautpopulationen zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich wird dieses Pflanzenschutzmittel in der Regel als Einzelanwendung ausgebracht. Falls du eine Mischung mit flüssigen Rasendüngern oder Eisenpräparaten in Erwägung ziehst, solltest du vorab unbedingt eine Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen, um physikalische Unverträglichkeiten oder Ausfällungen auszuschließen. Achte darauf, sauberes, handwarmes Wasser zu verwenden, und bringe die Spritzbrühe unmittelbar nach dem Ansetzen aus. Vermeide Mischungen bei extremer Hitze oder Frostgefahr, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit diesem Pflanzenschutzmittel steht der Schutz von Anwender und Umwelt im Vordergrund. Trage bei der Ausbringung und beim Ansetzen der Spritzbrühe stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), wie Schutzhandschuhe und feste Kleidung. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse in den Zulassungsdaten angegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen an blühenden Unkräutern oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden. Führe die Behandlung bevorzugt in den Abendstunden durch, wenn der Bienenflug beendet ist. Achte zudem darauf, dass keine Spritzbrühe in Oberflächengewässer oder Entwässerungsgräben gelangt, um aquatische Organismen zu schützen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter0.0010000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER
RasenZweikeimblättrige Unkräuter10 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung auf dem Rasen?

Der optimale Behandlungszeitpunkt liegt im Frühjahr oder Spätsommer, wenn die Unkräuter im aktiven Wachstum sind und ausreichend Blattfläche zur Aufnahme der Wirkstoffe gebildet haben. Achte darauf, dass die Temperaturen stabil zwischen 15 °C und 25 °C liegen und in den Stunden nach der Anwendung kein Regen zu erwarten ist, damit die Wirkstoffe vollständig in die Blätter einziehen können.

Wie lange solltest du nach der Behandlung warten, bevor du den Rasen wieder mähst?

Du solltest den Rasen mindestens 4 Tage vor der Anwendung nicht mähen, damit die Unkräuter genügend Blattmasse für die Wirkstoffaufnahme entwickeln. Nach der Behandlung solltest du ebenfalls mindestens 4 Tage mit dem nächsten Schnitt warten, damit sich die Wirkstoffe systemisch bis in die Wurzeln verteilen können, bevor die Blätter entfernt werden.

Darf das Schnittgut nach der Behandlung kompostiert oder als Mulch verwendet werden?

Nein, das Schnittgut des ersten Rasenschnitts nach der Behandlung sollte nicht zum Mulchen oder für den Kompost im Gemüsegarten verwendet werden. Die enthaltenen Wuchsstoffherbizide bauen sich im Kompost nur langsam ab und können empfindliche Kulturen wie Tomaten oder Gurken schädigen. Entsorge das erste Schnittgut am besten über den Hausmüll oder die Biotonne.

Ab wann dürfen Haustiere und Kinder die behandelte Rasenfläche wieder betreten?

Sobald der Spritzbelag auf den Gräsern vollständig abgetrocknet ist, können Kinder und Haustiere den Rasen wieder betreten. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich jedoch, mit der Nutzung zu warten, bis der Rasen nach der Behandlung einmal gründlich beregnet oder gewässert wurde.

Kannst du das Mittel auch auf frisch eingesätem Rasen anwenden?

Nein, auf frisch eingesäten Rasenflächen solltest du dieses Pflanzenschutzmittel nicht anwenden. Junge Keimlinge der Gräser sind noch sehr empfindlich gegenüber den Wuchsstoffen. Warte mit der ersten Behandlung ab, bis sich der junge Rasen gut etabliert hat und mindestens zwei- bis dreimal gemäht wurde (in der Regel nach etwa 3 bis 6 Monaten).

Was solltest du tun, wenn nach der Anwendung kahle Stellen im Rasen entstehen?

Nach dem Absterben großer Unkrautnester entstehen oft kahle Stellen. Du solltest diese Flächen nachrechen, um abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen, und anschließend eine hochwertige Rasennachsaat ausbringen. Warte mit der Nachsaat jedoch mindestens 2 bis 3 Wochen nach der Herbizidanwendung, um sicherzustellen, dass keine Wirkstoffrückstände im Boden die Keimung der neuen Grassamen beeinträchtigen.