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Sonstige · Evergreen Garden Care

Blizz-z Unkrautvernichter mit Rasendünger

BVL Zul.-Nr. 060122-88

Blizz-z Unkrautvernichter mit Rasendünger ist ein bewährtes Kombinationsprodukt, das speziell für die anspruchsvolle Pflege und Gesunderhaltung von Rasenflächen entwickelt wurde. Es vereint eine gezielte Herbizidwirkung mit einer ausgewogenen Nährstoffversorgung, um unerwünschte zweikeimblättrige Unkräuter effektiv zu niederzuhalten und gleichzeitig das Wachstum einer dichten, tiefgrünen Grasnarbe zu fördern. Als Granulat formuliert, lässt sich das Pflanzenschutzmittel präzise und staubarm ausbringen.

Die Kombination der beiden systemischen Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba deckt ein breites Spektrum an typischen Schaderregern im Rasen ab. Während die Gräser als monokotyle Kultur die Wirkstoffe tolerieren und durch die integrierten Düngerkomponenten gestärkt werden, führt die Aufnahme bei empfindlichen Unkräutern zu nachhaltigen Wachstumstörungen. Dies macht das Produkt zu einem wertvollen Werkzeug in der professionellen und ambitionierten Rasenpflege.

Durch die duale Wirkung wird die behandelte Kultur optimal dabei unterstützt, entstandene Kahlstellen nach dem Absterben der Unkräuter rasch durch gesundes Breitenwachstum zu schließen. Dies beugt einer erneuten Verunkrautung effektiv vor und sichert ein homogenes Erscheinungsbild der Rasenfläche.

Wirkstoffe

2,4-D
8 g/kg · Wirkstoff
Dicamba
1.2 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die im Produkt enthaltenen Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba gehören beide zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie wirken als Wuchsstoffherbizide und ahmen das pflanzeneigene Phytohormon Auxin (Indol-3-essigsäure) nach. Nach der Aufnahme über das Blattwerk sowie in geringerem Maße über die Wurzeln werden die Wirkstoffe systemisch in der gesamten Pflanze transportiert und reichern sich besonders in den meristematischen Geweben der Schaderreger an. Auf biochemischer Ebene führen synthetische Auxine zu einer Überstimulation des hormonellen Steuerungssystems der zweikeimblättrigen Unkräuter. Dies bewirkt ein unkontrolliertes, übermäßig schnelles Zellstreckungswachstum (Epinastie), das sich optisch durch typische Verkrümmungen an Stängeln und Blättern äußert. In der Folge bricht das Leitgewebe der betroffenen Unkräuter zusammen, der Nährstoff- und Wassertransport wird unterbunden, was schließlich zum vollständigen Absterben der Schaderreger führt. Monokotyle Kulturen wie Rasengräser können diese Wirkstoffe aufgrund ihres abweichenden Metabolismus und ihrer anatomischen Struktur schnell abbauen und bleiben unbeschädigt.

Resistenzmanagement

Obwohl das Risiko einer Resistenzentwicklung bei der Bekämpfung von Unkräutern im Rasenbereich durch synthetische Auxine (HRAC-Gruppe 4) als vergleichweise gering eingestuft wird, ist ein vorausschauendes Management ratsam. Um der Entstehung resistenter Biotypen vorzubeugen, solltest du chemische Behandlungen stets in ein integriertes Gesamtkonzept einbinden. Dazu gehören mechanische Maßnahmen wie regelmäßiges Vertikutieren, eine bedarfsgerechte Nachsaat zur Schließung von Lücken sowie der Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen bei hartnäckigen Problemen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei diesem Pflanzenschutzmittel um ein festes Granulat handelt, das trocken ausgebracht wird, ist eine klassische Tankmischung in der Spritze nicht vorgesehen. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, sollte die Anwendung auf taunassen Rasenflächen erfolgen, damit die feinen Granulatkörner gut an den Blättern der Schaderreger haften bleiben. Vermeide das Mischen mit anderen körnigen Düngemitteln oder Bodenhilfsstoffen im Streuwagen, um Entmischungen und damit ein unregelmäßiges Streubild zu verhindern.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Granulat solltest du die persönliche Schutzausrüstung, insbesondere robuste Arbeitskleidung und Schutzhandschuhe, tragen, um direkten Hautkontakt zu vermeiden. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Fokus steht, ist dennoch allgemeine Vorsicht geboten: Führe die Behandlung nicht durch, wenn blühende Unkräuter oder Klee im Rasen aktiv von Bienen angeflogen werden; weiche in diesem Fall auf die Abendstunden aus. Achte streng darauf, dass kein Granulat in angrenzende Beete, Gehölze oder Oberflächengewässer gelangt, um empfindliche Nichtzielpflanzen und aquatische Organismen zu schützen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter20 GRAM_PER_SQUARE_METER
RasenZweikeimblättrige Unkräuter20 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wie bereitest du deinen Rasen optimal auf die Anwendung vor?

Mähe deinen Rasen etwa drei bis vier Tage vor der geplanten Behandlung. Dadurch haben die Unkräuter genügend Blattfläche regeneriert, um die systemischen Wirkstoffe optimal aufzunehmen. Achte darauf, dass der Rasen bei der Ausbringung taunass ist, damit das Granulat gut an den Unkrautblättern haften bleibt.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Ausbringung im Jahresverlauf?

Die Anwendung ist während der aktiven Wachstumsphase der Unkräuter im Frühjahr oder Spätsommer (Mai bis August) bei milden Temperaturen über 10 °C am effektivsten. Vermeide die Ausbringung bei extremer Hitze, Trockenheit oder wenn Nachtfröste angekündigt sind, da die Schaderreger unter Stress die Wirkstoffe nicht ausreichend transportieren.

Wie gehst du vor, wenn nach der Behandlung kein Regen fällt?

Damit die Herbizidwirkstoffe über das Blatt aufgenommen werden können, sollte es nach der Anwendung mindestens 24 Stunden lang nicht regnen. Um danach den Düngeranteil zu aktivieren und in den Boden einzuspülen, solltest du den Rasen nach etwa ein bis zwei Tagen gründlich wässern, falls kein natürlicher Niederschlag einsetzt.

Wann dürfen Kinder und Haustiere den behandelten Rasen wieder betreten?

Aus Sicherheitsgründen sollten Kinder und Haustiere während der Ausbringung und bis zum nächsten gründlichen Wässern sowie dem anschließenden vollständigen Abtrocknen der Rasenfläche ferngehalten werden. Sobald das Granulat vollständig aufgelöst und in die Grasnarbe eingespült ist, kann die Fläche wieder bedenkenlos genutzt werden.

Was musst du bei der Verwendung des Rasenschnitts nach der Behandlung beachten?

Den Rasenschnitt der ersten beiden Schnitte nach einer Behandlung solltest du nicht zum Mulchen empfindlicher Kulturen verwenden und auch nicht auf den Gartenkompost geben. Die darin enthaltenen Wirkstoffrückstände von 2,4-D und Dicamba könnten empfindliche Zier- oder Gemüsepflanzen schädigen. Entsorge diesen Schnitt am besten über den Hausmüll oder die Biotonne.