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Sonstige · SUMITOMO CHEMICAL

Bridge Extra 50 WG

BVL Zul.-Nr. 035312-60

Bridge Extra 50 WG ist ein hochwirksames Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern und dem Gemeinen Windhalm in Winterweichweizen. Formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG), lässt sich das Pflanzenschutzmittel hervorragend dosieren und rückstandsfrei im Spritztank auflösen. Es besetzt eine wichtige Position im herbstlichen Pflanzenschutz, um die Kultur von Anfang an unkrautfrei zu halten.

Der Wirkstoff Flumioxazin zeichnet sich durch eine ausgeprägte Bodenwirkung aus, die über einen längeren Zeitraum anhält. Dadurch werden auch später keimende Schaderreger zuverlässig erfasst. Die Anwendung erfolgt vor allem im frühen Nachauflauf oder Vorauflauf der Kultur, was dem Winterweichweizen einen optimalen Start ohne Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe ermöglicht.

Wirkstoffe

Flumioxazin
500 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Bridge Extra 50 WG enthaltene Wirkstoff Flumioxazin gehört zur chemischen Gruppe der Phthalimide und ist als Protoporphyrinogen-Oxidase-Inhibitor (PPO-Inhibitor) in die HRAC-Gruppe 14 klassifiziert. Der Wirkungsmechanismus basiert auf der Hemmung des Enzyms Protoporphyrinogen-Oxidase, welches eine Schlüsselrolle in der Chlorophyll- und Hemsynthese der Pflanzen spielt. Durch diese Blockade reichert sich Protoporphyrin IX in den Pflanzenzellen an, was unter Lichteinfluss zur Bildung von hochreaktiven Singulett-Sauerstoff-Radikalen führt. Diese Radikale zerstören die Zellmembranen (Lipidperoxidation) der empfindlichen Unkräuter extrem schnell. Die betroffenen Schaderreger zeigen rasch Nekrosen und sterben nach dem Auflaufen bei Lichtkontakt zügig ab.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen wirksam vorzubeugen, solltest du Bridge Extra 50 WG stets in ein integriertes Herbizidmanagement einbinden. Da Flumioxazin (HRAC-Gruppe 14) einen anderen Wirkungsmechanismus als die häufig genutzten ALS-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 2) oder ACCase-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 1) besitzt, eignet es sich hervorragend als Baustein zur Durchbrechung von Wirkstoffresistenzen beim Gemeinen Windhalm. Achte darauf, Wirkstoffe mit unterschiedlichen Wirkmechanismen in der Fruchtfolge abzuwechseln und mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung zu integrieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bridge Extra 50 WG zeigt sich im Allgemeinen gut verträglich mit gängigen Mischungspartnern, die für den herbstlichen Einsatz in Winterweichweizen zugelassen sind. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du das Granulat immer als erste Komponente im zu Dreiviertel mit Wasser gefüllten Spritztank unter ständigem Rühren vollständig auflösen, bevor du weitere Partner oder Formulierungshilfsstoffe hinzugibst. Verwende ausreichend Wasser, um eine gleichmäßige Benetzung des Bodens zu gewährleisten, und vermeide Mischungen bei extremen Temperaturschwankungen oder unmittelbar bevorstehenden Nachtfrösten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Bridge Extra 50 WG ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Da keine spezifische Bieneneinstufung im Datenblatt vorliegt, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen auf blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind, vermeiden und die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden verlegen. Um aquatische Organismen und die Bodenfauna zu schonen, ist ein Abdriften auf angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen durch den Einsatz abdriftmindernder Technik strikt zu vermeiden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm0–960 GRAM_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm10–1460 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Bridge Extra 50 WG im Winterweichweizen?

Der beste Anwendungszeitraum liegt im frühen Nachauflauf der Kultur (BBCH 10 bis 14) oder direkt im Vorauflauf (BBCH 00 bis 09). Da der Wirkstoff Flumioxazin vor allem über den Boden und die Keimblätter aufgenommen wird, erzielst du die beste Wirkung, wenn die Unkräuter und der Windhalm noch sehr klein sind oder kurz vor dem Auflaufen stehen.

Welche Bodenbedingungen sind für eine optimale Wirkung von Bridge Extra 50 WG erforderlich?

Für eine hervorragende Bodenwirkung ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit zum Zeitpunkt der Anwendung oder kurz danach entscheidend. Der Wirkstoff benötigt Feuchtigkeit, um im Bodenfilm aktiviert und von den keimenden Unkräutern aufgenommen zu werden. Ein feinkrümeliges, klumpenfreies Saatbett verbessert die Wirkstoffverteilung erheblich.

Kann ich Bridge Extra 50 WG auch bei Frost oder extremen Wetterbedingungen spritzen?

Nein, du solltest das Pflanzenschutzmittel nicht bei Frost oder unmittelbar vor angekündigten Nachtfrösten anwenden. Auch bei extremen Temperaturschwankungen oder wenn die Kultur durch Staunässe, Trockenheit oder Nährstoffmangel gestresst ist, sollte von einer Behandlung abgesehen werden, um Kulturunverträglichkeiten zu vermeiden.

Wie hilft Bridge Extra 50 WG beim Management von resistentem Windhalm?

Da Flumioxazin zur HRAC-Gruppe 14 gehört, nutzt es einen völlig anderen biochemischen Pfad als die weit verbreiteten Sulfonylharnstoffe (HRAC-Gruppe 2). Wenn du in deinem Betrieb Probleme mit resistentem Gemeinen Windhalm hast, hilft dir dieses Pflanzenschutzmittel, die Selektion resistenter Biotypen zu unterbrechen und die Wirksamkeit deines gesamten Herbizidprogramms langfristig zu sichern.

Was muss ich bei der Nachbauplanung nach dem Einsatz von Bridge Extra 50 WG beachten?

Aufgrund der Bodenaktivität und des Abbauverhaltens von Flumioxazin solltest du bei der Fruchtfolgeplanung die üblichen Wartezeiten und Bodenbearbeitungsrichtlinien beachten. Vor dem Anbau von Folgekulturen im nächsten Frühjahr wird eine tiefe Bodenbearbeitung (z. B. Pflügen) empfohlen, um eventuelle Wirkstoffrückstände im Boden zu verdünnen und die Verträglichkeit für die Folgekultur abzusichern.