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Sonstige · Evergreen Garden Care

Celaflor Rasen-Unkrautfrei Anicon Ultra

BVL Zul.-Nr. 006240-60

Celaflor Rasen-Unkrautfrei Anicon Ultra ist ein hochwirksames, systemisches Herbizid zur gezielten Regulierung von zweikeimblättrigen Unkräutern in Rasenflächen. Durch die Kombination von drei bewährten Wirkstoffen bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Breitenwirkung gegen schwer bekämpfbare Schaderreger im Haus- und Kleingartenbereich. Es schont die etablierten Rasengräser und sorgt für eine schnelle, tiefenwirksame Unkrautkontrolle.

Die flüssige Formulierung ermöglicht eine einfache und präzise Dosierung sowohl im Spritz- als auch im Gießverfahren. Das Produkt zeichnet sich durch eine rasche Aufnahme über die Blätter und eine anschließende systemische Verteilung in der gesamten Pflanze bis in die Wurzelspitzen aus. Dadurch werden auch hartnäckige, tiefwurzelnde Unkräuter nachhaltig erfasst.

Das Wirkungsspektrum umfasst eine Vielzahl typischer Rasenunkräuter wie Löwenzahn, Klee-Arten, Wegerich und Gundermann. Dank der synergetischen Wirkung der drei aktiven Komponenten wird ein breites Spektrum an unerwünschten Beikräutern sicher abgedeckt, was zu einem sauberen und dichten Rasenbild führt.

Wirkstoffe

Clopyralid
7.08 g/L · Wirkstoff
Fluroxypyr
15.5 g/L · Wirkstoff
MCPA
68.4 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die Wirkstoffe Clopyralid, Fluroxypyr und MCPA gehören alle zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine / Wuchsstoffe). Sie imitieren das pflanzeneigene Phytohormon Auxin (Indol-3-essigsäure), was bei den empfindlichen zweikeimblättrigen Unkräutern zu einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum führt. Dieses unregulierte Zellstreckungswachstum stört die physiologischen Prozesse der Pflanze massiv. Nach der Aufnahme über das Blattwerk wird der Wirkstoffstrom systemisch in die Wachstumszonen (Meristeme) transportiert. Dort führt die Überstimulation durch die synthetischen Auxine zum typischen "Epinastie-Effekt" – einem charakteristischen Verkrümmen und Verdrehen der Stängel und Blätter. Schließlich bricht das Leitgewebe der Unkräuter zusammen, was zum Absterben der gesamten Pflanze inklusive des Wurzelsystems führt, während einkeimblättrige Gräser aufgrund ihres anderen Stoffwechsels tolerant bleiben.

Resistenzmanagement

Da alle drei enthaltenen Wirkstoffe der HRAC-Gruppe 4 angehören, basiert das Resistenzmanagement bei diesem Pflanzenschutzmittel vor allem auf dem Wirkstoffwechsel im Gesamtjahr. Um der Entstehung von resistenten Unkrautbiotypen vorzubeugen, solltest du dieses Herbizid nicht dauerhaft als alleinige Maßnahme einsetzen. Integriere mechanische Pflegemaßnahmen wie regelmäßiges Mähen, Vertikutieren und eine ausgewogene Düngung in dein Rasenpflegekonzept, um die Konkurrenzkraft der Gräser zu stärken und den Unkrautdruck auf natürliche Weise zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich wird Celaflor Rasen-Unkrautfrei Anicon Ultra in der Regel als Soloprodukt ausgebracht. Falls eine Mischung mit flüssigen Rasendüngern in Erwägung gezogen wird, solltest du vorab unbedingt eine Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen, um physikalische Unverträglichkeiten auszuschließen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität (idealerweise weiches bis mittelschweres Wasser) und vermeide extreme Temperaturen bei der Anmischung, um die optimale Löslichkeit und Benetzung der Blätter zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung (geeignete Arbeitskleidung, Schutzhandschuhe und Augenschutz) dringend empfohlen. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Datenblatt angegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen an blühenden Unkräutern oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden. Führe die Behandlung bevorzugt in den Abendstunden durch, wenn der Bienenflug beendet ist. Achte zudem darauf, dass keine Spritzbrühe in Oberflächengewässer oder Entwässerungsgräben gelangt, um aquatische Organismen zu schützen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter0.0015 LITER_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung auf meinem Rasen?

Der optimale Anwendungszeitpunkt liegt im Frühjahr oder Spätsommer bei wüchsigem Wetter (Temperaturen stabil zwischen 10 °C und 25 °C). Die Unkräuter sollten genügend Blattmasse entwickelt haben, um die Wirkstoffe gut aufzunehmen. Vermeide die Behandlung bei extremer Hitze, Trockenheit oder unmittelbar vor angekündigtem Regen.

Wie lange sollte ich nach der Behandlung mit dem Rasenmähen warten?

Du solltest den Rasen mindestens 4 Tage vor der Anwendung nicht mähen, damit die Unkräuter ausreichend Blattfläche zur Wirkstoffaufnahme bilden können. Nach der Behandlung solltest du ebenfalls mindestens 4 Tage mit dem nächsten Schnitt warten, damit die Wirkstoffe vollständig in die Wurzeln transportiert werden können.

Kann ich das Produkt auch auf frisch eingesätem Rasen anwenden?

Nein, frisch eingesäter Rasen ist noch sehr empfindlich. Du solltest das Pflanzenschutzmittel erst auf etablierten Rasenflächen anwenden, die mindestens ein halbes Jahr alt sind und bereits mehrfach gemäht wurden, um Schäden an den jungen Gräsern zu vermeiden.

Was muss ich bei der Nutzung des Rasens durch Haustiere beachten?

Lass Haustiere wie Hunde und Katzen erst dann wieder auf die behandelte Rasenfläche, wenn der Spritz- oder Gießbelag vollständig angetrocknet ist. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich, die Tiere während des Behandlungstages vom Rasen fernzuhalten.

Wie verhält sich das Mittel bei Regen kurz nach der Spritzung?

Das Produkt benötigt eine gewisse Zeit, um von den Blättern der Unkräuter aufgenommen zu werden. Regnet es innerhalb von 2 bis 6 Stunden nach der Anwendung, kann der Wirkstoff abgewaschen werden, was die biologische Wirksamkeit deutlich herabsetzt. Plane die Behandlung daher an einem Tag mit sicherer Trockenperiode.

Wie entsorge ich den Rasenschnitt nach einer Behandlung mit diesem Herbizid?

Da die Wirkstoffe Clopyralid und Fluroxypyr im Pflanzengewebe stabil sind, solltest du den Rasenschnitt der ersten beiden Schnitte nach der Behandlung nicht zum Mulchen verwenden oder auf den Kompost geben, wenn dieser später für empfindliche Kulturen (wie Tomaten oder Gemüse) genutzt werden soll. Entsorge diesen Schnitt am besten über den Hausmüll oder die Biotonne.