Celaflor Rasen-Unkrautfrei Anicon Ultra
Celaflor Rasen-Unkrautfrei Anicon Ultra ist ein hochwirksames, selektives Pflanzenschutzmittel zur gezielten Regulierung von zweikeimblättrigen Unkräutern in Rasenflächen. Durch die Kombination von drei bewährten Wirkstoffen bietet dieses flüssige Herbizid-Konzentrat eine hervorragende Systemwirkung gegen ein breites Spektrum an typischen Rasenunkräutern, einschließlich schwer bekämpfbarer Arten wie Klee, Löwenzahn und Gundermann.
Die Formulierung zeichnet sich durch eine schnelle Aufnahme über das Blatt und eine anschließende systemische Verteilung in der gesamten Pflanze bis in die Wurzeln aus. Dies gewährleistet eine nachhaltige Wirkung, da auch tief wurzelnde Schaderreger zuverlässig erfasst werden, während die Gräser der Kultur geschont werden.
Als anwendungsfreundliches Produkt ist es sowohl für den Einsatz im Haus- und Kleingartenbereich als auch für professionell gepflegte Grünflächen konzipiert. Es schließt empfindliche Lücken in der Rasenpflege und sorgt für eine dichte, unkrautfreie Grasnarbe.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die biologische Wirksamkeit von Celaflor Rasen-Unkrauftrei Anicon Ultra basiert auf der synergistischen Kombination der drei aktiven Wirkstoffe Clopyralid, Fluroxypyr und MCPA. Alle drei Wirkstoffe gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie imitieren das pflanzeneigene Wuchshormon Indol-3-essigsäure, was bei empfindlichen zweikeimblättrigen Unkräutern zu einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum führt. Nach der Aufnahme über die Blätter wird der Wirkstoffstrom in die Spross- und Wurzelvegetationspunkte geleitet. Dort kommt es zu typischen Deformationen wie dem Krümmen von Stängeln und Blättern, gefolgt von einer Störung des Nährstofftransports und dem schrittweisen Absterben des gesamten Schaderregers. Da einkeimblättrige Kulturen wie Rasengräser diese Wirkstoffe metabolisch abbauen, bleibt die Kultur unbeschädigt.
Resistenzmanagement
Obwohl das Risiko einer Resistenzentwicklung bei Unkräutern im Rasenbereich im Vergleich zum intensiven Ackerbau als moderat eingestuft wird, ist ein vorausschauendes Resistenzmanagement ratsam. Da alle drei enthaltenen Wirkstoffe der HRAC-Gruppe 4 angehören, sollte die Anwendung dieses Pflanzenschutzmittels in ein integriertes Pflegekonzept eingebunden werden. Dies umfasst mechanische Maßnahmen wie regelmäßiges Vertikutieren, eine bedarfsgerechte Düngung zur Stärkung der Konkurrenzkraft der Gräser sowie den Wechsel zu Herbiziden mit anderen Wirkmechanismen, um der Selektion resistenter Biotypen effektiv vorzubeugen.
Mischbarkeit & Tankmischung
Bei der Anwendung von Celaflor Rasen-Unkrautfrei Anicon Ultra ist auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge zu achten, um eine gleichmäßige Benetzung der Unkrautblätter zu garantieren. Eine Mischung mit flüssigen Rasendüngern ist im Haus- und Kleingartenbereich generell nicht zu empfehlen, da dies zu phytotoxischen Reaktionen an den Gräsern führen kann. Die Behandlung sollte auf trockenem Pflanzenbestand erfolgen, wobei nach der Anwendung eine regenfreie Zeit von mindestens zwei bis vier Stunden eingehalten werden sollte, um ein Abwaschen der Wirkstoffe zu verhindern.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit dem Konzentrat ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung unerlässlich. Das Pflanzenschutzmittel ist als gewässergefährdend eingestuft; daher müssen Abdriften auf angrenzende Oberflächengewässer oder versiegelte Flächen strikt vermieden werden. Zum Schutz von Bienen und anderen nützlichen Insekten sollte die Applikation nicht auf blühende Unkräuter erfolgen, um den direkten Kontakt der Bestäuber mit dem Spritzfilm zu minimieren. Haustiere sollten die behandelte Rasenfläche erst nach dem vollständigen Antrocknen des Spritzbelags wieder betreten.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.001500000071246177 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Celaflor Rasen-Unkrautfrei Anicon Ultra?
Die Behandlung ist am effektivsten während der aktiven Wachstumsphase der Unkräuter im Frühjahr oder Spätsommer, idealerweise bei wüchsigem Wetter mit Temperaturen zwischen 15 °C und 25 °C. Zu diesem Zeitpunkt ist der Saftstrom der Pflanzen hoch, was die systemische Verteilung der Wirkstoffe bis in die Wurzeln maximiert.
Wie lange sollte nach der Behandlung mit dem Mähen des Rasens gewartet werden?
Um eine optimale Wirkstoffaufnahme über die Blätter zu gewährleisten, sollte der Rasen mindestens 3 bis 4 Tage vor der Anwendung nicht gemäht werden. Nach der Behandlung sollte ebenfalls eine Mähpause von mindestens 7 Tagen eingehalten werden, damit die Wirkstoffe ausreichend Zeit haben, sich in den Unkräutern zu verteilen.
Kann das Produkt auch auf frisch eingesätem Rasen angewendet werden?
Nein, auf frisch angelegten Rasenflächen sollte das Pflanzenschutzmittel nicht unmittelbar angewendet werden, da junge Keimlinge der Gräser noch empfindlich reagieren können. Es wird empfohlen, mit der Behandlung zu warten, bis sich die Kultur etabliert hat und mindestens zwei bis drei Schnitte erfolgt sind (in der Regel nach etwa 2 bis 3 Monaten).
Was muss bezüglich des anfallenden Rasenschnitts nach der Anwendung beachtet werden?
Der Rasenschnitt der ersten beiden Schnitte nach der Behandlung sollte nicht zum Mulchen verwendet oder auf dem Kompost entsorgt werden, da Wirkstoffrückstände das Wachstum empfindlicher Gartenpflanzen beeinträchtigen können. Der Schnitt sollte stattdessen über den Hausmüll oder die Biotonne entsorgt werden.
Wie verhält sich das Produkt bei Trockenheit oder extremen Temperaturen?
Bei extremer Trockenheit oder Temperaturen über 25 °C sollte von einer Anwendung abgesehen werden. Unter diesen Stressbedingungen schließen die Unkräuter ihre Spaltöffnungen und verlangsamen den Stoffwechsel, was die Wirkstoffaufnahme drastisch reduziert und das Risiko von Schäden an den Rasengräsern erhöht.
Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen bestimmte Unkräuter?
Nutzen Sie die Such- und Filterfunktionen auf agronomy.farmable.tech, indem Sie nach dem spezifischen Schaderreger (z. B. 'Zweikeimblättrige Unkräuter') filtern. Dort erhalten Sie eine vollständige Übersicht aller in Deutschland zugelassenen Produkte inklusive ihrer Anwendungsbestimmungen.