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OTHER · Rhizopon BV

Chryzotop Grün 0,25%

BVL Zul.-Nr. 008794-00

Chryzotop Grün 0,25% ist ein hochspezialisiertes Pflanzenschutzmittel aus der Kategorie der Wachstumsregulatoren, das primär im professionellen Zierpflanzenbau zur Förderung der Bewurzelung eingesetzt wird. Formuliert als gebrauchsfertiges Puder (Stäubemittel), erleichtert es die vegetative Vermehrung durch Stecklinge erheblich. Das von Rhizopon BV hergestellte Produkt hat sich als Standardlösung etabliert, um eine schnelle, gleichmäßige und kräftige Wurzelbildung bei einer Vielzahl von Zierpflanzenstecklingen zu induzieren.

Die Formulierung als feines Pulver ermöglicht eine einfache und präzise Haftung direkt an der Schnittstelle des Stecklings. Durch die gezielte hormonelle Stimulation wird die kritische Phase der Wundheilung und anschließenden Wurzelinitiierung verkürzt, was das Risiko von Ausfällen durch bodenbürtige Schaderreger während der sensiblen Anwurzelungsphase minimiert. Dies macht Chryzotop Grün 0,25% zu einem unverzichtbaren Werkzeug für moderne Gartenbaubetriebe und Baumschulen.

Wirkstoffe

4-(Indol-3-yl)buttersäure
2.49 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der aktive Wirkstoff in Chryzotop Grün 0,25% ist 4-(Indol-3-yl)buttersäure (IBA), ein synthetisches Auxin (Phytohormon). Nach der Anwendung dringt der Wirkstoff über die Schnittfläche in das pflanzliche Gewebe ein und imitiert die Wirkung der natürlichen Indol-3-essigsäure (IAA). Auf biochemischer Ebene stimuliert IBA die Zellteilung und die Differenzierung von undifferenziertem Kallusgewebe hin zu funktionalen Wurzelprimordien. Durch diesen hormonellen Impuls wird der polare Auxintransport in der Kultur aktiviert, was zu einer lokalen Akkumulation von Auxinen an der Basis des Stecklings führt. Dies induziert die Expression spezifischer Gene, die für das Wurzelwachstum verantwortlich sind, und beschleunigt die Etablierung eines robusten Wurzelsystems, selbst bei schwer bewurzelbaren Kulturen.

Resistenzmanagement

Da es sich bei 4-(Indol-3-yl)buttersäure um einen pflanzeneigenen Wachstumsregulator (Auxin) und nicht um ein Fungizid oder Insektizid handelt, besteht kein Risiko einer klassischen Resistenzbildung durch Schaderreger. Aus pflanzenphysiologischer Sicht ist jedoch ein sorgsames Management wichtig: Eine Überdosierung oder zu häufige Anwendung kann zu phytotoxischen Effekten wie Blattvergilbung, Wachstumshemmung oder übermäßiger Kallusbildung ohne Wurzelbildung führen. Die Anwendung sollte daher streng nach den Vorgaben für die jeweilige Kultur erfolgen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Aufgrund der physikalischen Beschaffenheit als Puder zur Trockenanwendung (Direktapplikation durch Eintauchen der Stecklingsbasis) ist eine klassische Tankmischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern weder vorgesehen noch praxisgerecht. Um die Wirksamkeit nicht zu beeinträchtigen, sollten die Stecklinge vor dem Eintauchen leicht angefeuchtet werden, damit das Pulver optimal haftet. Eventuelle Behandlungen der Mutterpflanzen mit Fungiziden oder Insektiziden sollten zeitlich entkoppelt und vor dem Schnitt der Stecklinge abgeschlossen sein.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Ausbringung von Chryzotop Grün 0,25% steht der Anwenderschutz im Vordergrund, insbesondere die Vermeidung des Einatmens von Stäuben. Das Tragen von geeigneten Schutzhandschuhen und einer Atemschutzmaske (mindestens FFP2) während der Handhabung des Puders wird dringend empfohlen. Da das Produkt im geschlossenen Raum (Gewächshaus, Vermehrungsbeet) direkt an der Pflanze angewendet wird, ist das Risiko für die Umwelt, einschließlich Bienen und Gewässerorganismen, bei sachgemäßer Anwendung als äußerst gering einzustufen. Dennoch ist darauf zu achten, dass Produktreste oder Spülwasser nicht in die Kanalisation oder Oberflächengewässer gelangen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Allgemein0 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie wird Chryzotop Grün 0,25% praktisch auf die Stecklinge aufgetragen?

Die Stecklingsbasis (ca. 1 bis 2 cm des unteren Stängels) wird leicht angefeuchtet und anschließend direkt in das Pulver getaucht. Überschüssiges Pulver sollte vor dem Stecken leicht abgeklopft werden, um eine Überdosierung zu vermeiden. Danach werden die Stecklinge unverzüglich in das vorbereitete Substrat gesteckt.

Kann das Pulver auch in Wasser aufgelöst und gegossen werden?

Nein, Chryzotop Grün 0,25% ist als gebrauchsfertiges Puder für die trockene Direktanwendung formuliert. Eine Suspendierung in Wasser führt zu einer ungleichmäßigen Wirkstoffverteilung und beeinträchtigt die Haftung am Steckling, was die Wirksamkeit drastisch reduzieren kann.

Für welche Arten von Stecklingen ist diese Konzentration (0,25 %) am besten geeignet?

Diese Konzentration eignet sich besonders gut für krautige, weiche bis mittelschwer zu bewurzelnde Stecklinge von Zierpflanzen. Für stark verholzte oder extrem schwer bewurzelbare Gehölze können Produkte mit einer höheren Wirkstoffkonzentration erforderlich sein.

Welche Rolle spielt die Feuchtigkeit des Substrats unmittelbar nach der Anwendung?

Das Vermehrungssubstrat sollte gut feucht, aber nicht nass sein. Eine zu hohe Nässe kann den Wirkstoff von der Schnittstelle abwaschen, bevor er in das Gewebe eindringen kann. Eine gespannte Luft (hohe Luftfeuchtigkeit unter Folie oder Vlies) unterstützt den Prozess optimal.

Wie beeinflusst die Temperatur den Erfolg der Behandlung mit Chryzotop Grün?

Die hormonelle Wirkung von IBA ist stark temperaturabhängig. Optimale Bodentemperaturen (Bodenerwärmung im Vermehrungsbeet auf ca. 18–22 °C) beschleunigen die Zellteilung und die Wurzelneubildung nach der Applikation erheblich.

Gibt es Wartezeiten, die nach der Anwendung im Zierpflanzenbau beachtet werden müssen?

Da es sich um eine Anwendung bei der Vermehrung von Zierpflanzen handelt, die nicht für den menschlichen oder tierischen Verzehr bestimmt sind, ist die Festlegung einer klassischen Wartezeit (PHI) in Tagen gesetzlich nicht relevant (F-Einstufung).