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Sonstige · Clayton Plant Protection Ltd.

Clayton Docker

BVL Zul.-Nr. 00B181-00

Clayton Docker ist ein hochwirksames, systemisches Herbizid, das speziell für die gezielte Bekämpfung von ausdauernden Ampfer-Arten im Grünland entwickelt wurde. Durch die Kombination zweier bewährter Wirkstoffe bietet das Pflanzenschutzmittel eine zuverlässige Lösung für Milchviehbetriebe und Grünlandmanager, die mit hartnäckigem Unkrautbesatz zu kämpfen haben. Die flüssige Formulierung gewährleistet eine einfache Handhabung und eine hervorragende Benetzung der Blattoberflächen.

Das Produkt nimmt im Markt eine wichtige Rolle ein, da Stumpfblättriger und Krauser Ampfer die Futterqualität und den Ertrag auf Wiesen und Weiden massiv beeinträchtigen können. Dank der tiefenwirksamen Formulierung werden selbst etablierte Ampfernester mit ausgeprägtem Pfahlwurzelsystem nachhaltig bekämpft, wodurch die Grasnarbe entlastet wird und sich wertvolle Futtergräser wieder ausbreiten können.

Wirkstoffe

Fluroxypyr
216 g/L · Wirkstoff
Triclopyr
209 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die Wirkstoffe Fluroxypyr und Triclopyr gehören beide zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie imitieren das pflanzeneigene Wachstumshormon Indol-3-essigsäure (Auxin), was bei den empfindlichen Ampfer-Arten zu einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum führt. Nach der Aufnahme über das Blattwerk werden die Wirkstoffe rasch systemisch sowohl akropetal als auch basipetal in der gesamten Pflanze verteilt. Sie gelangen über die Leitungsbahnen (Phloem und Xylem) bis tief in die Wurzelspitzen der Pfahlwurzel. Dies führt zu typischen Wuchsdeformationen (Epinastie), Zellstreckungen, dem Aufplatzen von Stängeln und letztendlich zum vollständigen Absterben des gesamten Unkrauts inklusive des Speicherorgans.

Resistenzmanagement

Da beide aktiven Wirkstoffe in Clayton Docker der HRAC-Gruppe 4 angehören, basiert das Resistenzmanagement im Grünland vor allem auf einer klugen Kulturführung und dem gezielten Wechsel von Wirkstoffklassen bei Folgeanwendungen. Um der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, solltest du die Anwendungshäufigkeit pro Saison begrenzen und mechanische Maßnahmen wie das Ausstechen von Einzelpflanzen oder eine gezielte Nachsaat zur Schließung von Lücken in der Grasnarbe integrieren. Eine dichte, konkurrenzstarke Grasnarbe ist der beste natürliche Schutz gegen das Auflaufen neuer Ampfersamen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Clayton Docker ist im Allgemeinen gut mit gängigen Grünlandherbiziden sowie flüssigen Stickstoffdüngern mischbar. Vor der Ansetzung einer Tankmischung wird jedoch dringend empfohlen, eine physikalische Mischprobe (Kübeltest) durchzuführen. Vermeide Mischungen bei extremen Wetterbedingungen wie starker Hitze, Trockenstress oder Frostgefahr, um die Kulturverträglichkeit der Gräser nicht zu gefährden. Achte auf eine ausreichende Wassermenge von mindestens 200 bis 400 l/ha, um eine lückenlose Benetzung der Ampferblätter sicherzustellen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Clayton Docker ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen, Schutzanzug und Augenschutz, für den Anwenderschutz obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern die Anwendung nicht auf blühende Bestände ausbringen und Zeiten des aktiven Bienenflugs meiden; eine Applikation in den Abendstunden ist ideal. Um aquatische Organismen und Nichtzielpflanzen zu schützen, ist ein direkter Eintrag oder Abdrift in Oberflächengewässer und angrenzende Biotope strikt zu vermeiden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Wiesen, WeidenStumpfblättriger Ampfer, Krauser Ampfer2 LITER_PER_HECTARE7T

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Clayton Docker gegen Ampfer anzuwenden?

Du erzielst die beste Wirkung, wenn sich der Ampfer im aktiven Wachstum befindet, idealerweise im Rosettenstadium vor dem Schossen (ca. 15–25 cm Wuchshöhe). In dieser Phase ist der Saftstrom in die Wurzel besonders stark, was den Transport der Wirkstoffe bis in die Wurzelspitzen begünstigt.

Wie lange muss ich nach der Behandlung warten, bis ich meine Tiere wieder auf die Weide lassen kann?

Die gesetzlich festgelegte Wartezeit für dieses Pflanzenschutzmittel beträgt 7 Tage. Nach Ablauf dieser Frist kannst du die behandelte Fläche wieder für die Beweidung freigeben oder das Gras für die Grünfutter- und Silagenutzung mähen.

Kann ich Clayton Docker auch bei kühlen Temperaturen im zeitigen Frühjahr spritzen?

Für eine optimale Wirkung der enthaltenen Wuchsstoffe sind milde, wüchsige Temperaturen von dauerhaft über 10 °C (idealerweise um 15 °C) erforderlich. Bei Nachtfrösten oder starker Trockenheit solltest du die Behandlung verschieben, da die Unkräuter dann ihren Stoffwechsel verlangsamen und zu wenig Wirkstoff aufnehmen.

Wird Klee im Grünland durch die Anwendung von Clayton Docker geschädigt?

Ja, die Wirkstoffe Fluroxypyr und Triclopyr sind hochwirksam gegen zweikeimblättrige Pflanzen. Kleearten (wie Rot- und Weißklee) im Grünland werden durch die Behandlung stark geschädigt oder sterben komplett ab. Setze das Mittel daher nur ein, wenn du den Verlust des Kleeanteils zugunsten einer ampferfreien Grasnarbe in Kauf nimmst.

Wie verhindere ich, dass nach dem Absterben des Ampfers neue Unkräuter auflaufen?

Da Clayton Docker keine dauerhafte Bodenwirkung gegen keimende Unkrautsamen besitzt, entstehen nach dem Absterben des Ampfers Lücken in der Grasnarbe. Du solltest diese Fehlstellen zeitnah (ca. 10–14 Tage nach der Behandlung) durch eine gezielte Nachsaat mit einer konkurrenzstarken Gräsermischung schließen, um das Auflaufen von Ampfersamen aus dem Bodenvorrat zu verhindern.

Wo finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Mittel für mein Grünland?

Du kannst ganz einfach unsere Such- und Filterfunktion auf der Plattform nutzen. Wähle dort deine spezifische Kultur (z. B. Wiesen und Weiden) und den gewünschten Schaderreger aus, um eine vollständige Liste aller in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel inklusive ihrer Anwendungsbestimmungen anzuzeigen.