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OTHER · terrasan

COM 502 02 H

BVL Zul.-Nr. 006275-00

COM 502 02 H von terrasan ist ein spezialisiertes Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von Moosen in Rasenflächen (Zier- und Sportrasen). Formuliert auf Basis von Eisen-II-sulfat, bietet dieses Produkt eine schnelle und durchschlagende Wirkung gegen unerwünschte Moosbestände, die besonders in schattigen oder feuchten Lagen die Gräser verdrängen. Neben der rein herbiziden Wirkung fungiert der Wirkstoff gleichzeitig als wichtiger Nährstofflieferant, der das Ergrünen der Rasengräser fördert.

Das Produkt hat sich im professionellen und semiprofessionellen Bereich als Standardlösung etabliert, um dichte Moosteppiche rasch zum Absterben zu bringen. Die Anwendung sorgt dafür, dass die Konkurrenzkraft der Kultur gestärkt wird und sich die Grasnarbe nach dem Entfernen der abgestorbenen Moosreste wieder schließen kann. Dank der Formulierung lässt sich das Mittel gleichmäßig und staubarm ausbringen.

Der Fokus der Anwendung liegt auf der gezielten Sanierung von lückigen, vermoosten Rasenflächen. Da Moose im Gegensatz zu höheren Pflanzen keine tiefen Wurzeln besitzen, reagieren sie extrem empfindlich auf die oberflächliche Applikation dieses anorganischen Salzes, während die etablierte Kultur bei sachgerechter Dosierung geschont wird.

Wirkstoffe

Eisen-II-sulfat
266 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Eisen-II-sulfat wirkt als reines Kontaktherbizid mit einem physikalisch-chemischen Wirkungsmechanismus. Nach dem Kontakt mit den Moospflanzen führt das Salz zu einer schnellen Plasmolyse und einer starken Oxidation des pflanzlichen Gewebes. Die Zellmembranen des Mooses werden irreversibel zerstört, was innerhalb kürzester Zeit zu einer Dehydration, Schwarzfärbung und dem anschließenden Absterben des Schaderregers führt. Da es sich um einen anorganischen Wirkstoff handelt, ist er keiner klassischen HRAC-Gruppe (Herbicide Resistance Action Committee) zugeordnet. Die Wirkung ist weitgehend temperaturunabhängig und setzt bereits bei kühlen Frühjahrstemperaturen ein, was einen entscheidenden Vorteil gegenüber rein systemisch wirkenden Herbiziden darstellt. Gleichzeitig fördert das freigesetzte Eisen die Chlorophyllbildung der Rasengräser, was zu einer tiefgrünen Färbung der Kultur führt.

Resistenzmanagement

Aufgrund des unspezifischen, physikalisch-chemischen Wirkungsmechanismus von Eisen-II-sulfat ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei Moosen als extrem gering einzustufen. Ein aktives Resistenzmanagement im Sinne eines Wirkstoffwechsels ist daher für diesen Schaderreger nicht zwingend erforderlich. Dennoch sollte die Anwendung stets in ein integriertes Bewirtschaftungskonzept eingebunden werden, das durch mechanische Maßnahmen wie Vertikutieren, bedarfsgerechte Düngung und die Regulierung des Boden-pH-Werts die Standortbedingungen für Moose langfristig verschlechtert.

Mischbarkeit & Tankmischung

COM 502 02 H wird in der Regel als Soloprodukt direkt auf die feuchten Moosflächen ausgebracht. Von einer Tankmischung mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder flüssigen Blattdüngern wird generell abgeraten, da Eisen-II-sulfat in wässriger Lösung stark sauer reagiert und mit vielen Formulierungshilfsstoffen oder Phosphaten unlösliche Niederschläge bilden kann. Dies kann zu einer verminderten Wirksamkeit sowie zu Verstopfungen der Applikationstechnik führen. Nachfolgende Düngemaßnahmen sollten zeitlich versetzt durchgeführt werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung von COM 502 02 H ist der Schutz von Anwender und Umwelt von hoher Bedeutung. Beim Ausbringen ist geeignete persönliche Schutzausrüstung (insbesondere Schutzhandschuhe und Augenschutz) zu tragen, da der Wirkstoff reizend auf Haut und Schleimhäute wirken kann. Ein Eintrag in Oberflächengewässer oder die Kanalisation ist strikt zu vermeiden, um aquatische Organismen nicht zu gefährden. Zudem ist darauf zu achten, dass das Produkt nicht mit säureempfindlichen Materialien wie Beton, Natursteinplatten oder Kleidung in Berührung kommt, da Eisen-II-sulfat bei Feuchtigkeit irreversible, rostbraune Flecken verursacht.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenMoose30 GRAM_PER_SQUARE_METER
RasenMoose30 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung von COM 502 02 H im Jahresverlauf?

Die Anwendung ist besonders im zeitigen Frühjahr (März bis Mai) oder im Frühherbst (September bis Oktober) zu empfehlen. In diesen Perioden herrscht meist ausreichend Bodenfeuchtigkeit und das Moos befindet sich im aktiven Wachstum, was die Aufnahme des Wirkstoffs begünstigt. Zudem regeneriert sich der Rasen bei moderaten Temperaturen nach der Moosentfernung am schnellsten.

Wie muss der Rasen auf die Behandlung mit COM 502 02 H vorbereitet werden?

Für eine optimale Wirkung sollte der Rasen vor der Anwendung gemäht werden. Dadurch wird das Moos freigestellt und direkt vom Wirkstoff getroffen. Die Ausbringung sollte idealerweise an einem frostfreien Tag auf taufeuchtem Rasen erfolgen, damit das Granulat bzw. die Lösung gut an den Moospflanzen haftet.

Was ist zu tun, wenn das Moos nach der Behandlung schwarz geworden ist?

Sobald das Moos vollständig abgestorben und schwarz-braun verfärbt ist (meist nach ca. 10 bis 14 Tagen), sollte es gründlich mit einer Harke oder einem Vertikutierer aus dem Rasen entfernt werden. Dies schafft Platz und Licht für die Gräser. Anschließend empfiehlt sich eine Nachsaat auf den entstandenen Kahlstellen sowie eine ausgewogene Rasendüngung.

Darf COM 502 02 H auf frisch ausgesätem Rasen angewendet werden?

Nein, auf frisch angelegten Rasenflächen sollte das Produkt im ersten Standjahr nicht angewendet werden. Die jungen Gräser besitzen noch keine ausreichend schützende Wachsschicht und ein noch nicht voll entwickeltes Wurzelsystem, weshalb sie empfindlich auf das Eisen-II-sulfat reagieren und Schaden nehmen könnten.

Wie lassen sich die typischen Rostflecken auf Gehwegen verhindern?

Eisen-II-sulfat reagiert mit Stein, Beton und Fliesen unter Feuchtigkeitseinfluss zu unlöslichem Eisenoxid (Rost). Um Flecken zu vermeiden, darf das Produkt nicht auf befestigte Flächen gelangen. Versehentlich dorthin gestreutes Granulat muss sofort trocken abgekehrt werden, bevor die Fläche feucht wird oder beregnet wird.

Dürfen Haustiere die behandelte Rasenfläche sofort wieder betreten?

Haustiere sollten die behandelte Fläche so lange nicht betreten, bis das Produkt vollständig eingeregnet oder eingewaschen wurde und der Rasen wieder komplett abgetrocknet ist. Dadurch wird verhindert, dass die Tiere den Wirkstoff an den Pfoten aufnehmen oder ihn in den Wohnbereich verschleppen, wo er ebenfalls Flecken verursachen könnte.