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COM 503 15 H GR

BVL Zul.-Nr. 027821-00

COM 503 15 H GR ist ein spezialisiertes Pflanzenschutzmittel in Granulatform (GR), das für die gezielte Regulierung von zweikeimblättrigen Unkräutern entwickelt wurde. Durch die Kombination zweier bewährter herbizider Wirkstoffe bietet dieses Granulat eine zuverlässige Lösung zur Unkrautkontrolle in ausgewählten Kulturen und Grünflächen. Die granulierte Formulierung ermöglicht eine einfache, staubfreie Ausbringung und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Wirkstoffe direkt auf der Zielfläche.

Das Wirkspektrum umfasst eine Vielzahl wirtschaftlich bedeutender zweikeimblättriger Schaderreger. Dank der systemischen Eigenschaften der enthaltenen Wirkstoffe werden die Unkräuter nicht nur oberflächlich geschädigt, sondern bis tief in das Wurzelsystem hinein erfasst. Dies verhindert den Wiederaustrieb hartnäckiger Arten und sichert einen langfristig sauberen Bestand.

Als anwendungsfertiges Granulat eignet sich COM 503 15 H GR besonders für Bereiche, in denen flüssige Spritzanwendungen unpraktisch oder unerwünscht sind. Es stellt somit ein wertvolles Werkzeug im modernen Grünland- und Rasenmanagement dar, um die Konkurrenz durch unerwünschte Beikräuter effektiv zu minimieren und die Vitalität der Hauptkultur zu sichern.

Wirkstoffe

2,4-D
3.97 g/kg · Wirkstoff
Dicamba
1.93 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die Wirkung von COM 503 15 H GR basiert auf den beiden aktiven Wirkstoffen 2,4-D und Dicamba. Beide Substanzen gehören zur chemischen Gruppe der synthetischen Auxine (HRAC-Gruppe 4). Sie wirken als künstliche Wuchsstoffe und imitieren das natürliche Pflanzenhormon Indol-3-essigsäure (Auxin). Nach der Aufnahme über die Blätter und Wurzeln werden die Wirkstoffe systemisch in der gesamten Pflanze transportiert und reichern sich in den meristematischen Geweben an. In den zweikeimblättrigen Unkräutern führt dies zu einer massiven Überstimulation des Wachstums. Es kommt zu unkontrollierten Zellteilungen und Zellstreckungen, was sich optisch durch typische Deformationen wie das Verdrehen von Stängeln und Blättern (Epinastie) äußert. Schließlich bricht das Leitgewebesystem der betroffenen Schaderreger zusammen, die Nährstoff- und Wasseraufnahme wird blockiert, und die Unkräuter sterben innerhalb weniger Wochen vollständig ab. Einkeimblättrige Kulturen tolerieren diese Wirkstoffe aufgrund ihres abweichenden Metabolismus.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei zweikeimblättrigen Unkräutern vorzubeugen, solltest du COM 503 15 H GR stets in ein integriertes Bewirtschaftungskonzept einbinden. Obwohl Resistenzen gegen synthetische Auxine (HRAC-Gruppe 4) im Vergleich zu anderen Wirkstoffklassen seltener auftreten, ist ein Wirkstoffwechsel dringend ratsam. Kombiniere oder rotiere die Anwendung dieses Mittels mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen, um selektiven Druck auf Unkrautpopulationen zu vermeiden. Zudem unterstützen mechanische Pflegemaßnahmen und eine dichte Grasnarbe die langfristige Unkrautunterdrückung.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei COM 503 15 H GR um ein festes Granulat handelt, das in der Regel trocken ausgebracht wird, ist eine klassische Tankmischung in der Spritze nicht vorgesehen. Solltest du eine kombinierte Ausbringung mit anderen granulierten Produkten (wie Düngemitteln) planen, ist vorab die physikalische Mischbarkeit und Streubarkeit zu prüfen, um Entmischungen im Streuer zu verhindern. Bei sequentiellen Behandlungen mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern empfiehlt es sich, einen zeitlichen Abstand von mindestens einigen Tagen einzuhalten, damit die Wirkstoffaufnahme des Granulats nicht beeinträchtigt wird.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit COM 503 15 H GR steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt im Vordergrund. Trage bei der Ausbringung stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung, insbesondere Schutzhandschuhe und festes Schuhwerk, um direkten Hautkontakt mit dem Granulat zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen auf blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden und die Behandlung vorzugsweise in den Abendstunden durchführen. Achte zudem darauf, dass kein Granulat auf angrenzende Gewässer oder Nichtzielflächen gelangt, um aquatische Organismen und empfindliche Nachbarkulturen zu schützen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter30 GRAM_PER_SQUARE_METER
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung von COM 503 15 H GR?

Der optimale Anwendungszeitpunkt liegt im Frühjahr oder Spätsommer, wenn die zweikeimblättrigen Unkräuter im aktiven Wachstum sind und genügend Blattfläche zur Wirkstoffaufnahme ausgebildet haben. Achte darauf, dass der Boden ausreichend feucht ist, da dies die systemische Aufnahme über die Wurzeln begünstigt, während extreme Trockenheit die Wirkung mindern kann.

Wie verhältst du dich, wenn nach der Ausbringung Regen angekündigt ist?

Das Granulat benötigt eine gewisse Zeit, um sich aufzulösen und die Wirkstoffe an den Boden und die Pflanzen abzugeben. Leichter Regen kurz nach der Anwendung kann die Verteilung im Boden fördern. Vermeide jedoch die Ausbringung vor Starkregenereignissen, da dies zu einer Abschwemmung des Mittels in angrenzende Bereiche oder Gewässer führen kann.

Kannst du das behandelte Schnittgut an Tiere verfüttern?

Nein, Schnittgut von Flächen, die mit COM 503 15 H GR behandelt wurden, darf im Jahr der Anwendung nicht als Tierfutter oder Einstreu verwendet werden. Dies gilt besonders für empfindliche Nutztiere, da Rückstände der Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba im Futter vermieden werden müssen.

Was musst du bei der Ausbringung in der Nähe von Ziergehölzen beachten?

Da die Wirkstoffe hochwirksame Wuchsstoffe sind, reagieren viele Ziergehölze, Blumen und Gemüsearten äußerst empfindlich auf bereits geringste Mengen. Achte bei der Ausbringung penibel darauf, dass kein Granulat in den Wurzelbereich oder auf die Blätter von Kultur- und Zierpflanzen gelangt, die nicht behandelt werden sollen.

Wie kannst du die Wirkung des Granulats bei hartnäckigen Unkräutern unterstützen?

Eine gute Bodenfeuchtigkeit und warme, wüchsige Witterung (Temperaturen über 10 °C) beschleunigen den Stoffwechsel der Unkräuter und damit die Wirkung. Vermeide es, die behandelte Fläche unmittelbar vor oder nach der Anwendung zu mähen, damit die Unkräuter genügend Blattmasse besitzen, um die Wirkstoffe aufzunehmen.

Wie erkennst du, dass das Pflanzenschutzmittel seine Wirkung entfaltet?

Erste Symptome zeigen sich meist nach wenigen Tagen durch ein charakteristisches, unnatürliches Biegen und Verdrehen der Triebe und Blätter (Epinastie). Im weiteren Verlauf verfärben sich die Unkräuter gelblich bis braun, welken und sterben schließlich innerhalb von zwei bis drei Wochen vollständig ab.