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OTHER · COMPO GmbH

COMPO FLORANID Rasendünger gegen Unkraut + Moos

BVL Zul.-Nr. 027820-60

COMPO FLORANID Rasendünger gegen Unkraut + Moos ist ein hochentwickeltes, granuliertes Kombinationspräparat für die anspruchsvolle Rasenpflege. Es vereint eine hochwertige, bedarfsgerechte Nährstoffversorgung mit einer gezielten herbiziden Wirkung sowie einer effektiven Moosbekämpfung in einem einzigen Arbeitsgang. Dank der Formulierung als feines, staubfreies Granulat lässt sich das Pflanzenschutzmittel präzise und gleichmäßig auf den betroffenen Flächen ausbringen.

Das Wirkungsspektrum deckt zuverlässig die typischen Schaderreger in Rasenflächen ab, insbesondere zweikeimblättrige Unkräuter und verschiedene Moosarten. Während die enthaltenen Herbizidkomponenten systemisch über das Blattwerk der Unkräuter aufgenommen werden, sorgt der Moosvernichter für eine schnelle Austrocknung der Moosnester. Gleichzeitig fördert die integrierte Düngerkomponente mit Langzeitwirkung die schnelle Regeneration und den dichten Lückenschluss der Kultur.

Dieses Kombiprodukt ist ideal für professionelle Anwender im Landschaftsbau sowie für ambitionierte Rasenpfleger, die eine zeitsparende und hocheffiziente Lösung zur Unkraut- und Moosregulierung bei gleichzeitiger Vitalisierung der Grasnarbe suchen.

Wirkstoffe

2,4-D
3.97 g/kg · Wirkstoff
Dicamba
1.93 g/kg · Wirkstoff
Eisen-II-sulfat
266 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herbizide Wirkung des Produkts basiert auf der Kombination der beiden synthetischen Wuchsstoffe 2,4-D und Dicamba, die der HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine) angehören. Diese Wirkstoffe simulieren ein Übermaß an natürlichen Wachstumshormonen in den zweikeimblättrigen Unkräutern. Dies führt zu einem unkontrollierten, übersteigerten Wachstum der Schaderreger, gefolgt von einer Erschöpfung der Nährstoffreserven, dem typischen Verkrümmen der Triebe (Epinastie) und dem schlussendlichen Absterben der Unkrautpflanzen. Monokotyle Kulturen wie die Rasengräser bleiben aufgrund ihres abweichenden Metabolismus und Aufbaus ungeschädigt. Die Moosregulierung wird durch das enthaltene Eisen-II-sulfat erzielt. Dieser Wirkstoff fungiert als Kontaktgift auf den Moosoberflächen. Er entzieht den Mooszellen schlagartig Wasser und führt zu einer schnellen Plasmolyse, was sich optisch durch eine rasche Schwarzfärbung und das Absterben des Mooses äußert. Darüber hinaus fungiert das Eisen als wichtiger Mikronährstoff, der die Chlorophyllbildung der Gräser anregt und für ein sattes Dunkelgrün der Kultur sorgt.

Resistenzmanagement

Da das Produkt zwei unterschiedliche Wirkstoffe aus der HRAC-Gruppe 4 mit dem physikalisch-chemisch wirkenden Eisen-II-sulfat kombiniert, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Zielorganismen als äußerst gering einzustufen. Um die langfristige Wirksamkeit zu sichern, sollte die Anwendung dieses Pflanzenschutzmittels in ein integriertes Bewirtschaftungskonzept eingebunden werden. Dazu gehören regelmäßiges Vertikutieren, aerifizieren sowie der Wechsel mit rein mechanischen Maßnahmen oder der punktuelle Einsatz von Herbiziden anderer Wirkstoffklassen bei hartnäckigen Unkrautpopulationen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei diesem Produkt um ein festes Granulat zur Trockenstreuung handelt, ist eine klassische Tankmischung in der Spritze mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Flüssigdüngern nicht möglich und nicht vorgesehen. Das Granulat sollte stets solo mit einem geeigneten Streugerät ausgebracht werden. Um eine optimale Haftung der herbiziden Wirkstoffe auf den Blättern der Schaderreger zu gewährleisten, empfiehlt sich die Ausbringung auf taufeuchtem Rasen an einem regenfreien Tag, gefolgt von einer gezielten Beregnung nach einigen Tagen, um die Düngerwirkung im Boden zu aktivieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Handhabung und Ausbringung des Granulats ist der direkte Haut- und Augenkontakt strikt zu vermeiden; das Tragen von Schutzhandschuhen und festem Schuhwerk wird dringend empfohlen. Aufgrund des hohen Gehalts an Eisen-II-sulfat muss penibel darauf geachtet werden, dass das Produkt nicht auf Steinplatten, Beton oder Terrassen gelangt, da dies zu irreparablen, rostbraunen Flecken führt. Behandelte Flächen sollten erst nach dem vollständigen Einwaschen des Granulats und dem anschließenden Abtrocknen des Rasens wieder von Haustieren und Kindern betreten werden. Ein Eintrag in Oberflächengewässer ist zu verhindern.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenMoose30 GRAM_PER_SQUARE_METER
RasenZweikeimblättrige Unkräuter30 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr für die Anwendung dieses Kombiprodukts?

Die Anwendung ist während der Hauptwachstumszeit der Kultur und der Schaderreger von Mai bis August am effektivsten. In dieser Phase nehmen die Unkräuter die wuchsstoffbasierten Wirkstoffe besonders aktiv auf, und die Gräser können die Nährstoffe optimal für den Lückenschluss nutzen.

Wie muss der Rasen vor und nach der Behandlung gemäht werden?

Mähen Sie den Rasen idealerweise 3 bis 4 Tage vor der Anwendung, damit die Unkräuter bis zur Behandlung wieder ausreichend Blattfläche zur Wirkstoffaufnahme regenerieren können. Nach der Ausbringung sollte mit dem nächsten Schnitt mindestens 7 Tage gewartet werden, um den systemischen Wirkstoffen Zeit zur Verteilung bis in die Wurzeln zu geben.

Wie gehe ich vor, wenn das Granulat versehentlich auf Gehwege oder Terrassen gelangt?

Da das enthaltene Eisen-II-sulfat bei Kontakt mit Feuchtigkeit sofort rostrote Flecken auf Beton, Naturstein oder Kleidung verursacht, muss versehentlich verschüttetes Granulat sofort trocken abgekehrt oder aufgesaugt werden. Spülen Sie die Flächen keinesfalls mit Wasser ab, bevor das Granulat vollständig trocken entfernt wurde.

Muss der Rasen nach der Anwendung des Pflanzenschutzmittels gewässert werden?

Ja, allerdings zeitversetzt. Das Granulat sollte auf taufeuchten Rasen gestreut werden, damit die herbiziden Wirkstoffe an den Unkrautblättern haften bleiben. Wenn es innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Behandlung nicht regnet, sollte die Fläche gründlich gewässert werden, um die Düngerkomponenten in den Boden einzuspülen.

Kann das Produkt auch auf frisch angesäten Rasenflächen ausgebracht werden?

Nein, auf jungen Rasenflächen im Aussaatjahr sollte das Produkt nicht angewendet werden. Die jungen Keimlinge der Gräser sind noch zu empfindlich gegenüber den herbiziden Wirkstoffen. Eine Anwendung wird erst auf gut etablierten Rasenbeständen ab dem zweiten Standjahr empfohlen.

Wann dürfen Haustiere die behandelte Rasenfläche wieder betreten?

Haustiere sollten während der Ausbringung und bis zum vollständigen Einwaschen des Granulats durch Regen oder intensive Beregnung von der Fläche ferngehalten werden. Sobald das Granulat nicht mehr auf den Halmen sichtbar und der Rasen komplett abgetrocknet ist, besteht keine Gefahr mehr.