COMPO Floranid Rasendünger mit Moosvernichter
COMPO Floranid Rasendünger mit Moosvernichter ist ein bewährtes Kombinationsprodukt, das speziell für die Pflege und Sanierung von Rasenflächen (Zierrasen und Sportplätze) entwickelt wurde. Es vereint eine gezielte Nährstoffversorgung mit einer hocheffektiven Wirkung gegen unerwünschte Moose. Dank der Granutec-Formulierung lässt sich das Pflanzenschutzmittel gleichmäßig ausbringen, sodass die Wirkstoffe direkt an den Schadstellen ansetzen können.
Der enthaltene Wirkstoff Eisen-II-sulfat sorgt für eine schnelle und sichtbare Austrocknung des Mooses, während die Düngerkomponenten das Wachstum der Gräser anregen. Dies führt dazu, dass entstandene Lücken im Rasen rasch durch gesundes, grünes Gras geschlossen werden. Das Produkt nimmt im Segment der Rasenpflege eine führende Rolle ein, da es die mechanische Moosbekämpfung (wie das Vertikutieren) optimal vorbereitet oder in vielen Fällen sogar überflüssig macht.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der Wirkstoff Eisen-II-sulfat entfaltet seine Wirkung primär über den direkten Kontakt mit dem Moos. Nach der Ausbringung und dem Kontakt mit Feuchtigkeit kommt es zu einer schnellen Oxidation in den Zellen des Schaderregers. Dies führt zu einer Zerstörung der Zellmembranen und stört den Wasserhaushalt des Mooses empfindlich. In der Folge verfärbt sich das Moos innerhalb weniger Tage schwarz und stirbt vollständig ab. Gleichzeitig fungiert das Eisen als essenzieller Mikronährstoff für die Rasengräser. Es fördert die Chlorophyllbildung direkt, was zu einer intensiven Grünfärbung des Rasens führt und die Photosyntheseleistung der Kultur stärkt. Da Gräser eine deutlich höhere Toleranz gegenüber Eisenverbindungen aufweisen als Moose, bleibt die Kultur unbeschadet und profitiert von der zusätzlichen Nährstoffzufuhr.
Resistenzmanagement
Aufgrund des rein physikalisch-chemischen Wirkungsmechanismus von Eisen-II-sulfat auf die Zellstruktur der Moose ist eine Resistenzbildung nach derzeitigem wissenschaftlichen Stand praktisch ausgeschlossen. Um eine langfristige Verdrängung von Moosen zu sichern, solltest du die Anwendung dennoch in ein integriertes Rasenpflegekonzept einbinden. Dazu gehören regelmäßiges Mähen, bedarfsgerechte Düngung, Aerifizieren zur Vermeidung von Staunässe und die Anpassung des Boden-pH-Werts, da Moos vor allem auf verdichteten, sauren und feuchten Böden konkurrenzstark ist.
Mischbarkeit & Tankmischung
Da es sich bei diesem Pflanzenschutzmittel um ein festes Granulat handelt, ist eine klassische Tankmischung in der Feldspritze nicht vorgesehen. Du solltest das Produkt als Streumittel solo ausbringen. Achte darauf, es nicht mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Flüssigdüngern zu mischen. Nach der Ausbringung ist eine ausreichende Beregnung oder ein sanfter Regen entscheidend, um die Wirkstoffe zu aktivieren und in den Boden einzuspülen, ohne sie jedoch abzuschwemmen.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit dem Granulat solltest du die übliche persönliche Schutzausrüstung (geeignete Arbeitskleidung, Schutzhandschuhe und Augenschutz) tragen, um Hautkontakt und das Einatmen von Staub zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Fokus steht, gilt die allgemeine Vorsichtsmaßnahme: Wende das Produkt nicht an, wenn blühende Beikräuter im Rasen von Bienen aktiv angeflogen werden; weiche idealerweise auf die Abendstunden aus. Ein extrem wichtiger praktischer Hinweis: Eisen-II-sulfat verursacht auf Steinplatten, Beton, Terrassen und Kleidung irreversible, rostbraune Flecken. Achte penibel darauf, dass kein Granulat auf diese Flächen gelangt, oder fege es sofort trocken ab.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Rasen | Moose | — | 30 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Rasen | Moose | — | 30 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr, um das Produkt auf dem Rasen auszubringen?
Du solltest die Behandlung im Frühjahr (April/Mai) oder im Frühherbst (September) durchführen, wenn die Gräser aktiv wachsen und das Moos vital ist. Achte darauf, dass der Boden feucht, die Gräseroberfläche jedoch abgetrocknet ist. Vermeide Anwendungen bei extremer Hitze oder Frostgefahr.
Wie gehe ich vor, wenn das Moos nach der Behandlung schwarz geworden ist?
Sobald das Moos vollständig abgestorben und schwarz verfärbt ist (meist nach ca. 10 bis 14 Tagen), solltest du es gründlich mit einer Harke oder einem Vertikutierer aus dem Rasen entfernen. Dadurch schaffst du Platz, damit die durch den Dünger gestärkten Gräser die Lücken rasch zuwachsen können.
Was muss ich beachten, um hässliche Rostflecken auf meiner Terrasse zu vermeiden?
Eisen-II-sulfat reagiert sofort mit Feuchtigkeit auf Stein, Beton und Holz und hinterlässt hartnäckige Rostflecken. Streue daher extrem vorsichtig an Rasenkanten. Sollte dennoch Granulat auf Gehwege oder Terrassen gelangen, musst du es sofort trocken abkehren, bevor es mit Wasser (Regen, Tau) in Berührung kommt.
Darf ich den Rasenschnitt nach der Anwendung zum Mulchen oder für den Kompost verwenden?
Den Rasenschnitt der ersten beiden Schnitte nach der Behandlung solltest du nicht zum Mulchen verwenden und auch nicht auf den Kompost geben, da Wirkstoffrückstände empfindliche Gartenpflanzen schädigen könnten. Entsorge diesen Schnitt am besten über den Hausmüll oder die Biotonne.
Wann dürfen Haustiere oder Kinder die behandelte Rasenfläche wieder betreten?
Du solltest Kinder und Haustiere während der Anwendung und bis zum vollständigen Einziehen des Wirkstoffs von der Fläche fernhalten. Nach dem Ausbringen sollte der Rasen gründlich gewässert werden. Sobald der Rasen nach der Beregnung wieder völlig abgetrocknet ist, kann er wieder bedenkenlos betreten werden.
Wie unterstützt dieses Produkt die Kultur bei der Regeneration nach dem Winter?
Nach dem Winter ist der Rasen oft durch Kälte und Staunässe geschwächt, was Mooswachstum begünstigt. Das Produkt liefert den Gräsern sofort verfügbaren Stickstoff und Eisen, was den Stoffwechsel der Kultur ankurbelt. Gleichzeitig wird das konkurrierende Moos eliminiert, sodass die Gräser ohne Licht- und Nährstoffkonkurrenz durchstarten können.