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COMPO Floranid Rasendünger plus Unkrautvernichter

BVL Zul.-Nr. 027821-60

COMPO Floranid Rasendünger plus Unkrautvernichter ist ein bewährtes Kombinationsprodukt, das eine hochwertige Rasenernährung mit einer gezielten herbiziden Wirkung vereint. Als anwendungsfertiges Granulat konzipiert, eignet es sich hervorragend für die Pflege und Gesunderhaltung von Zier- und Sportrasenflächen. Die Formulierung ermöglicht eine homogene Verteilung der Nährstoffe und Wirkstoffe in einem einzigen Arbeitsgang, was den Arbeitsaufwand erheblich reduziert.

Die Kombination der beiden herbiziden Wirkstoffe zielt speziell auf ein breites Spektrum zweikeimblättriger Unkräuter ab. Während die Unkräuter systematisch bekämpft werden, sorgt der enthaltene Langzeitdünger für eine rasche Regeneration der Grasnarbe. Dadurch werden entstandene Lücken im Rasen schnell durch gesundes, dichtes Graswachstum geschlossen, was dem erneuten Auflaufen von Unkrautsamen effektiv vorbeugt.

Wirkstoffe

2,4-D
3.97 g/kg · Wirkstoff
Dicamba
1.93 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die im Produkt enthaltenen Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie wirken als Wuchsstoffe und imitieren das natürliche Pflanzenhormon Auxin (Indol-3-essigsäure). Nach der Aufnahme über das Blatt und in geringem Maße über die Wurzel werden die Wirkstoffe systemisch in der gesamten Pflanze verteilt und akkumulieren in den meristematischen Geweben. In den empfindlichen zweikeimblättrigen Unkräutern führt diese Überkonzentration an hormonell aktiven Substanzen zu einem völlig unkontrollierten, asymmetrischen Wachstum. Es kommt zu typischen Deformationserscheinungen wie dem Verkrümmen von Stängeln und Blättern (Epinastie) sowie zum Aufplatzen des Gewebes. Schließlich bricht das Leitungs- und Stoffwechselsystem der Schaderreger zusammen, was zum Absterben der Unkräuter führt. Einkeimblättrige Kulturen wie Rasengräser tolerieren diese Wirkstoffe aufgrund ihres abweichenden Metabolismus und Gewebeaufbaus problemlos.

Resistenzmanagement

Obwohl für synthetische Auxine (HRAC-Gruppe 4) weltweit ein vergleichsweise geringes Risiko für die Entwicklung von Resistenzen im Rasenbereich dokumentiert ist, erfordert ein nachhaltiges Management vorbeugende Maßnahmen. Um die langfristige Wirksamkeit zu sichern, solltest du die chemische Behandlung stets in ein integriertes Gesamtkonzept einbinden. Dazu gehören pflanzenbauliche Maßnahmen wie eine bedarfsgerechte Schnitthöhe, regelmäßiges Vertikutieren zur Belüftung und eine ausgewogene Bewässerung. Vermeide wiederholte Unterdosierungen und wechsle bei Bedarf auf mechanische Bekämpfungsmethoden oder Herbizide mit anderen Wirkmechanismen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei diesem Pflanzenschutzmittel um ein festes, trocken auszubringendes Granulat handelt, ist eine klassische Tankmischung in der Feldspritze nicht möglich. Bei einer sequenziellen Anwendung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Bodenhilfsstoffen solltest du einen zeitlichen Abstand von mindestens einigen Tagen einhalten. Für eine optimale Wirkung ist es entscheidend, das Granulat auf taufeuchten Rasen auszubringen, damit die feinen Partikel gut an den Unkrautblättern haften bleiben. Achte darauf, dass nach der Anwendung für mindestens 24 Stunden kein Niederschlag fällt, um ein vorzeitiges Abwaschen der Wirkstoffe zu verhindern.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Granulat solltest du die übliche persönliche Schutzausrüstung, insbesondere feste Schuhe und Schutzhandschuhe, tragen, um direkten Hautkontakt und Staubbildung zu vermeiden. Da synthetische Auxine bereits in geringsten Mengen hochwirksam gegen zweikeimblättrige Kulturen sind, ist eine Abdrift oder ein versehentliches Streuen auf benachbarte Zierpflanzen-, Gehölz- oder Gemüsebeete unbedingt zu verhindern. Zum Schutz von Nichtzielorganismen und der lokalen Fauna sollte die Anwendung nicht auf blühenden Unkräutern erfolgen, wenn Bienen aktiv fliegen; weiche in diesem Fall auf die Abendstunden aus. Vermeide zudem den Eintrag des Granulats in Oberflächengewässer oder Hofabläufe.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter30 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung auf deinem Rasen?

Wende das Produkt an warmen, wüchsigen Tagen (idealerweise zwischen 15 °C und 25 °C) an, wenn die Unkräuter ausreichend Blattfläche gebildet haben. Der Rasen sollte feucht sein (z. B. durch Morgentau), damit das Granulat gut an den Blättern haftet, während der Boden feucht genug sein sollte, um die Nährstoffaufnahme zu unterstützen.

Wie solltest du das Mähen rund um die Behandlung planen?

Mähe deinen Rasen etwa 3 bis 4 Tage vor der geplanten Anwendung, damit die Unkräuter bis zur Behandlung wieder neue Blattmasse bilden können. Nach der Ausbringung solltest du mindestens 7 Tage mit dem nächsten Rasenschnitt warten, damit die Wirkstoffe vollständig in die Wurzeln der Unkräuter transportiert werden können.

Was musst du bei der Bewässerung nach der Ausbringung beachten?

Nach der Anwendung darf der Rasen für mindestens 24 Stunden nicht beregnet werden, und es sollte auch kein Regen fallen, damit die Wirkstoffe auf den Unkrautblättern einwirken können. Erst nach etwa 1 bis 2 Tagen ist eine gründliche Bewässerung ratsam, um die Düngerkomponenten in den Boden einzuspülen und das Graswachstum zu aktivieren.

Darf das Schnittgut nach der Behandlung auf den Kompost oder zum Mulchen verwendet werden?

Nein, das Schnittgut der ersten beiden Rasenschnitte nach der Behandlung darf nicht zum Mulchen empfindlicher Kulturen verwendet und nicht im eigenen Garten kompostiert werden. Die enthaltenen Wirkstoffrückstände könnten empfindliche Garten- und Gemüsepflanzen schädigen. Entsorge diesen Schnitt am besten über den Hausmüll oder die Biotonne.

Wann dürfen Haustiere die behandelte Rasenfläche wieder betreten?

Halte Haustiere wie Hunde und Katzen während der Anwendung und bis zur ersten gründlichen Beregnung sowie dem anschließenden Abtrocknen des Rasens von der Fläche fern. Dadurch verhinderst du zuverlässig, dass die Tiere Granulatpartikel an den Pfoten aufnehmen oder verschlucken.