COMPO Rasendünger gegen Unkraut + Moos
COMPO Rasendünger gegen Unkraut + Moos ist ein kombiniertes Pflanzenschutzmittel und Düngemittel, das speziell für die Pflege und Sanierung von Rasenflächen entwickelt wurde. Durch die Kombination von selektiven Herbizidwirkstoffen mit einem hocheffektiven Moosvernichter und einem vollwertigen Rasendünger ermöglicht dieses Granulat eine effiziente Dreifachwirkung in nur einem Arbeitsgang.
Die Formulierung als streufähiges Feingranulat sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Wirkstoffe auf der Rasenfläche. Während die enthaltenen Nährstoffe das Wachstum der Gräser stimulieren und bestehende Lücken im Rasen rasch schließen, werden unerwünschte zweikeimblättrige Unkräuter und Moose gezielt zurückgedrängt. Dies macht das Produkt zu einer etablierten Lösung im Haus- und Kleingartenbereich sowie für professionelle Grünflächenpfleger, die eine schnelle Regeneration verunkrauteter und vermooster Rasenflächen anstreben.
Das Wirkungsspektrum umfasst eine Vielzahl typischer Rasenunkräuter wie Löwenzahn, Wegerich-Arten, Klee und Gundermann sowie verschiedene Moosarten. Durch die gezielte Nährstoffversorgung wird die Konkurrenzkraft der Kultur gestärkt, sodass eine nachhaltige Verdrängung der Schaderreger gefördert wird.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die herbizide Wirkung des Produkts basiert auf der Kombination der beiden Wuchsstoffe 2,4-D und Dicamba. Beide Wirkstoffe gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie greifen tief in den Hormonhaushalt der zweikeimblättrigen Unkräuter ein, was zu einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum der empfindlichen Pflanzen führt. In der Folge verkrümmen sich die Triebe und Blätter der Unkräuter, bis die Schadpflanzen schließlich vollständig absterben. Da einkeimblättrige Gräser diese Wirkstoffe metabolisieren können, bleibt die Kultur selbst unbeschädigt. Der enthaltene Wirkstoff Eisen-II-sulfat wirkt primär als Moosvernichter und gleichzeitig als wichtiger Mikronährstoff. Auf Moosen führt das Eisen-II-sulfat zu einer schnellen Plasmolyse und Oxidation der Zellen, wodurch das Moos innerhalb weniger Tage schwarz wird und abstirbt. Gleichzeitig fördert das Eisen die Chlorophyllbildung der Gräser, was zu einer tiefgrünen Farbe des Rasens führt und die Regeneration der Grasnarbe beschleunigt.
Resistenzmanagement
Da es sich um eine Kombination aus zwei verschiedenen synthetischen Auxinen (HRAC-Gruppe 4) handelt, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei zweikeimblättrigen Unkräutern im Rasen als äußerst gering einzustufen. Um die langfristige Wirksamkeit zu sichern, sollte die Anwendung dieses Pflanzenschutzmittels in ein integriertes Rasenpflegekonzept eingebunden werden. Dazu gehören regelmäßiges Mähen, bedarfsgerechte Bewässerung und mechanische Maßnahmen wie das Vertikutieren, um den Selektionsdruck auf einzelne Unkrautarten zu minimieren.
Mischbarkeit & Tankmischung
Da dieses Produkt als festes Granulat zur Trockenanwendung (Streuverfahren) formuliert ist, sind klassische Tankmischungen in flüssiger Form nicht vorgesehen. Eine Ausbringung sollte stets separat und nicht zeitgleich mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern erfolgen. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, empfiehlt sich die Anwendung auf taunassem Rasen an einem regenfreien Tag, damit das Granulat gut an den Blättern der Unkräuter haftet. Eine anschließende Bewässerung sollte erst nach ein bis zwei Tagen erfolgen, um die Wirkstoffaufnahme nicht zu beeinträchtigen.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit dem Granulat ist auf den Schutz von Anwender und Umwelt zu achten. Geeignete Schutzkleidung und Schutzhandschuhe verhindern den direkten Hautkontakt mit den Wirkstoffen. Da Eisen-II-sulfat auf Steinplatten, Beton oder Terrassen unschöne, rostbraune Flecken verursachen kann, ist ein präzises Ausbringen auf den Rasenflächen erforderlich; versehentlich verstreutes Granulat sollte sofort trocken abgekehrt werden. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen sind die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsregelungen einzuhalten, und Haustiere sollten während der Anwendung und bis zur ersten gründlichen Bewässerung von den behandelten Flächen ferngehalten werden.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 30 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Rasen | Moose | — | 30 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung des Rasendüngers gegen Unkraut und Moos?
Die Anwendung ist während der aktiven Wachstumsperiode der Kultur und der Schaderreger (meist von Mai bis August) bei milden Temperaturen (über 10 °C) am effektivsten. Der Rasen sollte feucht sein (z. B. morgendlicher Tau), damit das Granulat optimal an den Blättern der Unkräuter haften bleibt.
Wie lange nach der Behandlung darf der Rasen nicht betreten werden?
Es wird empfohlen, die behandelte Rasenfläche so lange nicht zu betreten, bis das Granulat durch Regen oder eine gezielte Bewässerung (frühestens 24 bis 48 Stunden nach der Anwendung) vollständig in den Boden eingewaschen wurde. Dies gilt insbesondere für Kinder und Haustiere.
Was muss ich tun, wenn das Granulat versehentlich auf Gehwegplatten gelangt ist?
Da der Wirkstoff Eisen-II-sulfat bei Kontakt mit Feuchtigkeit hartnäckige, rostbraune Flecken auf Beton, Naturstein oder Holz verursacht, muss das Granulat sofort trocken abgekehrt oder abgesaugt werden. Vermeiden Sie es, die Flächen feucht abzuwischen, bevor das Granulat vollständig entfernt wurde.
Kann das Produkt auch auf frisch ausgesätem Rasen angewendet werden?
Nein, junge Rasenkeimlinge sind sehr empfindlich gegenüber den enthaltenen Wuchsstoffen. Die Anwendung sollte erst auf etablierten Rasenflächen erfolgen, idealerweise frühestens ein Jahr nach der Neuanlage oder Nachsaat, wenn die Kultur ausreichend bestockt und widerstandsfähig ist.
Wie verhalte ich mich bezüglich des Rasenschnitts vor und nach der Anwendung?
Mähen Sie den Rasen etwa 3 bis 4 Tage vor der Anwendung, damit die Unkräuter genügend Blattfläche zur Wirkstoffaufnahme entwickeln können. Nach der Ausbringung des Granulats sollte mit dem nächsten Rasenschnitt mindestens 7 Tage gewartet werden, um den Wirkstoffen ausreichend Zeit zur systemischen Verteilung in den Schadpflanzen zu geben.
Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen bestimmte Unkräuter im Rasen?
Nutzen Sie die Filterfunktionen in unserer Datenbank auf agronomy.farmable.tech. Wählen Sie die entsprechende Kultur (z. B. Rasen) und den spezifischen Schaderreger aus, um eine vollständige Liste aller in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel inklusive ihrer Anwendungsbestimmungen anzuzeigen.