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COMPO Rasendünger mit Moosvernichter

BVL Zul.-Nr. 006275-64

COMPO Rasendünger mit Moosvernichter ist ein bewährtes Kombinationsprodukt, das speziell für die anspruchsvolle Pflege von Zier- und Sportrasen entwickelt wurde. Es vereint eine gezielte Moosbekämpfung mit einer ausgewogenen Nährstoffversorgung in einem Arbeitsgang. Die Formulierung als anwendungsfertiges Granulat ermöglicht eine präzise und staubfreie Ausbringung auf den betroffenen Flächen.

Der enthaltene Wirkstoff Eisen-II-sulfat bekämpft effektiv unerwünschte Moose, die durch Lichtmangel, Bodenverdichtung oder Nährstoffmangel die Kultur verdrängen. Durch die schnelle Wirkung sterben die Moose ab und können leicht mechanisch entfernt werden, während die Rasengräser gleichzeitig die für ein gesundes Wachstum notwendigen Nährstoffe erhalten.

Dieses Pflanzenschutzmittel eignet sich ideal für den Einsatz im Haus- und Kleingartenbereich. Es sorgt für eine vitale, tiefgrüne Grasnarbe, die widerstandsfähig gegen mechanische Belastungen ist und Schaderregern langfristig keinen Raum zur Ausbreitung bietet.

Wirkstoffe

Eisen-II-sulfat
266 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Eisen-II-sulfat wirkt als Kontakt-Moosvernichter mit starker Entwässerungswirkung. Nach dem Kontakt mit den Moosen führt das Eisensalz zu einer schnellen Plasmolyse und Zerstörung der Zellmembranen der Schaderreger. Dies äußert sich innerhalb weniger Tage durch eine charakteristische Schwarzfärbung und das anschließende Absterben des Moosgewebes. Gleichzeitig fungiert das enthaltene Eisen als essenzieller Mikronährstoff für die Kultur. Es fördert die Chlorophyllbildung in den Gräsern, was zu einer intensiven Grünfärbung führt und die Konkurrenzkraft des Rasens stärkt, sodass entstandene Lücken im Rasenbild schnell wieder geschlossen werden.

Resistenzmanagement

Da es sich bei Eisen-II-sulfat um einen anorganischen Wirkstoff handelt, der unspezifisch über physikalisch-chemische Zellschädigung wirkt, besteht kein Risiko für eine Resistenzentwicklung bei den Zielorganismen. Ein Wirkstoffwechsel im Sinne des klassischen Resistenzmanagements ist daher nicht erforderlich. Die Einbindung in ein integriertes Pflegekonzept mit bedarfsgerechter Düngung und mechanischer Belüftung (Aerifizieren) wird empfohlen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da dieses Pflanzenschutzmittel als festes Streugranulat formuliert ist, ist eine Tankmischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Flüssigdüngern nicht vorgesehen. Das Produkt muss solo mit einem geeigneten Streugerät oder per Hand ausgebracht werden. Um Verbrennungen an der Kultur zu vermeiden, sollte nach der Anwendung bei anhaltender Trockenheit nach 1 bis 2 Tagen intensiv gewässert werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem staubenden Granulat wird das Tragen von Schutzhandschuhen und Augenschutz empfohlen, da Eisen-II-sulfat reizend auf Haut und Schleimhäute wirkt. Das Produkt ist so auszubringen, dass kein Eintrag in Oberflächengewässer oder die Kanalisation erfolgt. Nach dem Einwaschen in den Boden besteht keine akute Gefährdung für nützliche Bodenorganismen wie Regenwürmer.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenMoose30 GRAM_PER_SQUARE_METER
RasenMoose30 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung im Jahresverlauf?

Die Anwendung ist während der aktiven Vegetationsperiode von Frühjahr bis Herbst bei Temperaturen über 10 °C optimal. Der Rasen sollte am Anwendungstag feucht sein (z. B. durch Morgentau), damit das Granulat gut an den Moosen haften bleibt. Die darauffolgenden Tage sollte es trocken bleiben, damit der Wirkstoff einziehen kann.

Wie muss der Rasen nach dem Absterben des Mooses gepflegt werden?

Etwa 10 bis 14 Tage nach der Behandlung, wenn das Moos vollständig abgestorben und schwarz gefärbt ist, sollte die Kultur gründlich vertikutiert oder abgeharkt werden. Dies entfernt die abgestorbenen Schaderreger und schafft Platz für das Wachstum der Gräser.

Warum müssen Gehwege und Terrassen vor dem Produkt geschützt werden?

Der Wirkstoff Eisen-II-sulfat reagiert bei Kontakt mit Wasser auf Steinplatten, Beton oder Kleidung unter Bildung von schwer entfernbaren, rostbraunen Flecken. Düngerstreuer sollten daher nur auf dem Rasen befüllt werden, und versehentlich auf Wege gelangtes Granulat muss sofort trocken abgekehrt werden.

Wann dürfen Haustiere die behandelte Kultur wieder betreten?

Haustiere sollten während der Ausbringung und bis zum vollständigen Einwaschen des Granulats durch Beregnung oder Niederschlag von den behandelten Flächen ferngehalten werden. Sobald der Rasen wieder vollständig abgetrocknet ist, besteht keine Gefahr mehr für Pfoten oder Fell.

Wie lässt sich eine erneute Moosbildung nach der Behandlung verhindern?

Da Eisen-II-sulfat auf physikalisch-chemischem Weg durch Zellzerstörung wirkt, ist keine Resistenzbildung bei Moosen bekannt. Für einen langfristigen Erfolg müssen jedoch die agronomischen Ursachen für Moos (wie Schatten, Staunässe, Nährstoffmangel oder ein zu niedriger pH-Wert) durch entsprechende Pflegemaßnahmen behoben werden.

Kann das Produkt auch auf frisch ausgesäten Rasenflächen angewendet werden?

Nein, junge Rasenkeimlinge reagieren sehr empfindlich auf Eisen-II-sulfat. Das Pflanzenschutzmittel sollte erst auf etablierten Rasenflächen angewendet werden, die mindestens ein Jahr alt sind und bereits mehrfach gemäht wurden.