COMPO Rasenunkraut-Vernichter Banvel Quattro
COMPO Rasenunkraut-Vernichter Banvel Quattro ist ein hochwirksames, systemisches Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von breitblättrigen Unkräutern im Zier- und Sportrasen. Als flüssiges Konzentrat (SL) formuliert, lässt sich das Produkt hervorragend im Spritz- oder Gießverfahren ausbringen. Es zeichnet sich durch eine schnelle Aufnahme über das Blattwerk sowie eine ergänzende Wirkung über die Wurzeln aus, was eine nachhaltige Beseitigung der unerwünschten Schaderreger bis tief in das Wurzelsystem garantiert.
Die besondere Stärke dieses Herbizids liegt in der Kombination von vier bewährten Wirkstoffen, die sich in ihrem Wirkungsspektrum ideal ergänzen. Dadurch werden nicht nur leicht bekämpfbare Arten wie Löwenzahn oder Gänseblümchen erfasst, sondern auch schwer bekämpfbare, hartnäckige Unkräuter wie Klee-Arten, Gundermann, Ehrenpreis und Sauerklee zuverlässig eliminiert. Die Gräser des Rasens werden dabei geschont, sodass eine selektive und sichere Unkrautbekämpfung gewährleistet ist.
In der professionellen Rasenpflege sowie im anspruchsvollen Haus- und Kleingartenbereich nimmt das Produkt dank seiner breiten Wirksamkeit und der flexiblen Anwendungsmöglichkeiten eine führende Rolle ein. Es sorgt für eine schnelle Regeneration lückiger Rasenflächen, indem es den Konkurrenzdruck durch Unkräuter effektiv ausschaltet.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die biochemische Wirkung von COMPO Rasenunkraut-Vernichter Banvel Quattro basiert auf der Kombination der vier Wirkstoffe 2,4-D, MCPA, Mecoprop-P und Dicamba. Alle vier Komponenten gehören zur Gruppe der synthetischen Auxine (HRAC-Gruppe 4). Diese Wirkstoffe imitieren das pflanzeneigene Wachstumshormon Indol-3-essigsäure (Auxin), was bei den empfindlichen zweikeimblättrigen Unkräutern zu einer massiven physiologischen Störung führt. Nach der Aufnahme über die grünen Pflanzenteile und die Wurzeln werden die Wirkstoffe systemisch in der gesamten Pflanze verteilt. Sie lösen ein unkontrolliertes, asymmetrisches Wachstum (Epinastie) in den meristematischen Geweben aus. Dies äußert sich in typischen Verkrümmungen und Deformationen an Stängeln und Blättern. In der Folge bricht das Leitgewebe der Unkräuter zusammen, der Stoffwechsel kollabiert, und die betroffenen Schaderreger sterben innerhalb weniger Wochen vollständig ab. Monokotyle Kulturen wie Rasengräser besitzen einen anderen Metabolismus sowie eine abweichende Gewebestruktur und tolerieren die Wirkstoffe daher problemlos.
Resistenzmanagement
Da alle enthaltenen Wirkstoffe der HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine) angehören, ist das inhärente Risiko für eine Resistenzentwicklung bei sachgerechter Anwendung als gering einzustufen. Um die langfristige Wirksamkeit zu sichern, sollte die Anzahl der Anwendungen pro Saison strikt auf die behördlich zugelassenen Behandlungen begrenzt werden. Ein integriertes Management, das mechanische Kulturmaßnahmen wie regelmäßiges Mähen, bedarfsgerechte Düngung und Vertikutieren umfasst, stärkt die Konkurrenzkraft der Kultur und minimiert den Selektionsdruck auf potenzielle resistente Biotypen.
Mischbarkeit & Tankmischung
Bei der Anwendung im Rasen wird das Pflanzenschutzmittel in der Regel als Solobehandlung ausgebracht. Falls eine Mischung mit flüssigen Rasendüngern oder speziellen Netzmitteln beabsichtigt ist, sollte vorab stets eine physikalische Mischbarkeitsprüfung (Kübeltest) durchgeführt werden. Die Anwendung sollte auf trockenen Pflanzenbeständen bei wüchsigem Wetter erfolgen. Extrem saure oder stark alkalische Ansetzwasser sind zu vermeiden, um die Stabilität der Wirkstoffemulsion nicht zu gefährden.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit dem Konzentrat und während der Ausbringung ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzbrille zu tragen. Da es sich um ein hochaktives Herbizid handelt, muss eine Abdrift auf benachbarte, zweikeimblättrige Kulturen wie Ziergehölze, Blumen- oder Gemüsebete unbedingt verhindert werden. Das Produkt ist als bienenungefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte zum Schutz von Bestäubern eine Anwendung während des aktiven Bienenflugs vermieden werden. Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern sind strikt einzuhalten, um aquatische Organismen zu schützen.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.0010000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 10 LITER_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Behandlung im Jahresverlauf?
Die Anwendung ist während der gesamten Vegetationsperiode bei aktivem Wachstum der Unkräuter am effektivsten. Optimale Bedingungen herrschen im Frühjahr (Mai bis Juni) sowie im Spätsommer (August bis September) bei Temperaturen zwischen 15 °C und 25 °C, da die Unkräuter dann ausreichend Blattfläche zur Wirkstoffaufnahme besitzen.
Wie lange muss ich mit dem Rasenmähen vor und nach der Anwendung warten?
Um eine maximale Wirkstoffaufnahme über die Blätter zu ermöglichen, sollte der Rasen mindestens 4 Tage vor der Behandlung nicht gemäht werden. Nach der Anwendung sollte ebenfalls mindestens 4 Tage mit dem nächsten Schnitt gewartet werden, damit die systemischen Wirkstoffe vollständig in die Wurzeln transportiert werden können.
Darf das Pflanzenschutzmittel auf frisch eingesätem Rasen angewendet werden?
Nein, auf frisch eingesäten Rasenflächen oder sehr jungen Gräsern sollte das Produkt nicht angewendet werden, da die jungen Keimlinge empfindlich reagieren können. Es wird empfohlen, mit der Behandlung zu warten, bis sich der Rasen etabliert hat und mindestens zwei bis drei Schnitte erfolgt sind.
Was passiert, wenn es kurz nach der Anwendung regnet?
Die Wirkstoffe benötigen eine gewisse Einwirkzeit, um vollständig in das Blattgewebe einzudringen. Es sollte nach der Applikation für mindestens 2 bis 4 Stunden trocken bleiben. Setzt zu früh Regen ein, kann der Spritzbelag abgewaschen werden, was die biologische Wirksamkeit erheblich reduziert.
Wann dürfen Haustiere und Kinder die behandelte Rasenfläche wieder betreten?
Die Rasenfläche sollte so lange nicht betreten werden, bis der Spritzbelag auf den Blättern vollständig abgetrocknet ist. Für Haustiere, insbesondere solche, die Gras fressen (wie Kaninchen oder Meerschweinchen), wird empfohlen, eine Sicherheitswartezeit einzuhalten, um eine direkte Aufnahme von behandelten Pflanzenteilen auszuschließen.
Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Produkte gegen Rasenunkräuter?
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