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COMPO Rasenunkraut-Vernichter Perfekt

BVL Zul.-Nr. 005747-66

COMPO Rasenunkraut-Vernichter Perfekt ist ein hochwirksames, systemisches Herbizid zur gezielten Bekämpfung von zweikeimblättrigen Unkräutern im Rasen. Durch die Kombination von vier bewährten Wirkstoffen bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine außergewöhnlich breite und zuverlässige Wirkung gegen schwer bekämpfbare Unkräuter im Haus- und Kleingartenbereich sowie auf professionellen Grünflächen. Die flüssige Formulierung ermöglicht eine einfache Dosierung und homogene Verteilung im Spritz- oder Gießverfahren.

Das Wirkspektrum umfasst eine Vielzahl hartnäckiger, breitblättriger Unkräuter wie Löwenzahn, Klee-Arten, Wegerich, Gänsedistel und Gundermann. Da das Mittel systemisch wirkt, wird es sowohl über die Blätter als auch in geringem Maße über die Wurzeln aufgenommen und in der gesamten Pflanze bis in die Wurzelspitzen transportiert. Dies garantiert, dass auch tief wurzelnde Unkräuter nachhaltig erfasst werden, ohne die Gräser der Kultur zu schädigen.

Wirkstoffe

2,4-D
84.3 g/L · Wirkstoff
Dicamba
24.1 g/L · Wirkstoff
MCPA
85.7 g/L · Wirkstoff
Mecoprop-P
50.8 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die vier enthaltenen Wirkstoffe – 2,4-D, Dicamba, MCPA und Mecoprop-P – gehören alle zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie wirken als künstliche Wuchsstoffe und imitieren das pflanzeneigene Phytohormon Auxin (Indol-3-essigsäure). Nach der Aufnahme durch das Unkraut kommt es zu einer massiven Überstimulation des Wachstums in den empfindlichen Geweben. Dieses unkontrollierte, asymmetrische Wachstum führt zu den typischen Symptomen wie Triebkrümmungen (Epinastie), Stängelverdrehungen und dem Aufplatzen des Gewebes. Schließlich bricht das Leitgewebesystem der Unkräuter zusammen, wodurch der Wasser- und Nährstofftransport unterbunden wird. Das Unkraut stirbt innerhalb weniger Wochen vollständig ab, während einkeimblättrige Kulturen wie Rasengräser aufgrund ihres anderen Stoffwechsels tolerant gegenüber diesen Wirkstoffen sind.

Resistenzmanagement

Obwohl die Kombination von vier verschiedenen synthetischen Auxinen (HRAC-Gruppe 4) das Risiko einer Resistenzentwicklung bei zweikeimblättrigen Unkräutern erheblich minimiert, solltest du im Sinne eines integrierten Pflanzenschutzes auf ein vorausschauendes Management achten. Vermeide die ausschließliche, langjährige Anwendung von Herbiziden mit demselben Wirkungsmechanismus auf derselben Fläche. Kombiniere die chemische Behandlung stets mit mechanischen und kulturtechnischen Maßnahmen wie regelmäßigem Mähen, bedarfsgerechter Düngung und Nachsaat, um die Konkurrenzkraft des Rasens zu stärken und Lücken rasch zu schließen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Anwendung im Rasen wird dieses Pflanzenschutzmittel in der Regel solo ausgebracht, um eine optimale Selektivität und Wirkung zu gewährleisten. Falls eine Mischung mit flüssigen Rasendüngern oder Eisenpräparaten in Erwägung gezogen wird, solltest du vorab unbedingt eine Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen, um physikalische Unverträglichkeiten oder Ausfällungen auszuschließen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität (bevorzugt weiches bis mittelschweres Wasser) und vermeide extreme Temperaturen während der Applikation, da dies die Pflanzenverträglichkeit der Kultur negativ beeinflussen kann.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Konzentrat und während der Ausbringung ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (wie Schutzhandschuhe und Schutzbrille) unerlässlich, um Haut- und Augenkontakt zu vermeiden. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährlichkeitsklasse im Datenblatt hinterlegt ist, solltest du aus Gründen des vorsorgenden Umweltschutzes die Anwendung nicht auf blühende Unkräuter oder in Zeiten des aktiven Bienenflugs legen; weiche stattdessen auf die Abendstunden aus. Achte zudem streng darauf, dass kein Spritznebel auf benachbarte, zweikeimblättrige Zier- oder Nutzpflanzen driftet, und halte einen Sicherheitsabstand zu Oberflächengewässern ein, um aquatische Organismen zu schützen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter0.001 LITER_PER_SQUARE_METER
RasenZweikeimblättrige Unkräuter1000 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RasenZweikeimblättrige Unkräuter1000 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RasenZweikeimblättrige Unkräuter10 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung auf meinem Rasen?

Behandle am besten an einem wüchsigen, warmen Tag (idealerweise zwischen 15 °C und 25 °C) bei feuchtem Boden, aber trockenem Rasenbestand. Die Unkräuter sollten genügend Blattmasse entwickelt haben und sich im aktiven Wachstum befinden, damit sie die Wirkstoffe optimal aufnehmen können. Vermeide die Anwendung bei Frost, extremer Hitze oder wenn innerhalb der nächsten Stunden Regen droht.

Wie lange sollte ich vor und nach der Behandlung mit dem Mähen warten?

Du solltest den Rasen mindestens 4 Tage vor der Anwendung nicht mähen, damit die Unkräuter ausreichend Blattfläche zur Wirkstoffaufnahme bilden können. Nach der Behandlung solltest du ebenfalls mindestens 7 bis 10 Tage mit dem nächsten Schnitt warten, damit die Wirkstoffe vollständig in die Wurzeln transportiert werden und ihre systemische Wirkung entfalten können.

Kann ich das Pflanzenschutzmittel auch auf frisch eingesätem Rasen anwenden?

Nein, frisch eingesäter Rasen ist noch sehr empfindlich gegenüber den hormonellen Wirkstoffen. Du solltest das Produkt erst auf etablierten Rasenflächen anwenden, die mindestens ein halbes bis ein Jahr alt sind und bereits mehrfach gemäht wurden, um Schäden an den jungen Gräsern zu vermeiden.

Was muss ich bei der Nutzung des Rasens durch Haustiere beachten?

Nach der Anwendung solltest du Haustiere sowie spielende Kinder so lange von der behandelten Rasenfläche fernhalten, bis der Spritzbelag vollständig abgetrocknet ist. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich, den Rasen nach einer Einwirkzeit von mindestens 24 Stunden gründlich zu wässern und abtrocknen zu lassen, bevor du ihn wieder freigibst.

Wie entsorge ich das anfallende Schnittgut nach der Behandlung?

Das Schnittgut des ersten Rasenschnitts nach der Behandlung darf nicht zum Mulchen verwendet oder auf den eigenen Kompost gegeben werden. Die enthaltenen Wirkstoffrückstände bauen sich dort nur langsam ab und können empfindliche Gartenpflanzen wie Tomaten oder Blumen schädigen. Entsorge dieses Schnittgut stattdessen über die Biotonne oder den Hausmüll.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Unkräuter im Rasen?

Nutze einfach unsere Such- und Filterfunktion im Hub. Wähle dort deine Kultur (z. B. Rasen/Zierrasen) und filtere gezielt nach der Schaderreger-Gruppe 'Zweikeimblättrige Unkräuter', um eine Übersicht aller in Deutschland zugelassenen Alternativprodukte und deren Anwendungsbestimmungen zu erhalten.