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Sonstige · Evergreen Garden Care

Dehner Unkrautvernichter plus Rasendünger

BVL Zul.-Nr. 060122-60

Dehner Unkrautvernichter plus Rasendünger ist ein bewährtes Kombinationspräparat für die Pflege von Rasenflächen im Haus- und Kleingartenbereich. Die Formulierung als Granulat vereint eine gezielte Nährstoffversorgung für die Gräser mit einer systemischen Herbizidwirkung gegen unerwünschte Schaderreger. Durch diese Doppelwirkung wird die Kultur gestärkt, während gleichzeitig konkurrierende Unkräuter effektiv zurückgedrängt werden.

Das Pflanzenschutzmittel zielt speziell auf zweikeimblättrige Unkräuter ab, die das Erscheinungsbild und die Vitalität der Rasenfläche beeinträchtigen. Dank der Kombination zweier potenter Wuchsstoffe erfasst das Produkt ein breites Spektrum typischer Rasenunkräuter, darunter Löwenzahn, Klee-Arten, Wegerich und Gundermann, ohne die monokotylen Gräser der Kultur zu schädigen.

Wirkstoffe

2,4-D
8 g/kg · Wirkstoff
Dicamba
1.2 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die im Produkt enthaltenen Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba gehören zur Gruppe der synthetischen Auxine (HRAC-Gruppe 4). Sie wirken als Wuchsstoffe und imitieren das natürliche Pflanzenhormon Indol-3-essigsäure (Auxin). Nach der Aufnahme über das Blatt und die Wurzel wird der Wirkstoff systemisch in der gesamten Pflanze verteilt und führt zu einer Überstimulation des Wachstums. Dies äußert sich in einem unkontrollierten, asymmetrischen Zellstreckungswachstum (Epinastie), bei dem sich die Stängel und Blätter der betroffenen zweikeimblättrigen Schaderreger charakteristisch krümmen und verdrehen. Schließlich bricht das Leitgewebe der Unkräuter zusammen, was zum Absterben der Pflanzen führt. Da einkeimblättrige Kulturen wie Rasengräser diese Wirkstoffe wesentlich schneller abbauen und metabolisieren können, bleiben sie bei sachgerechter Anwendung unbeschädigt.

Resistenzmanagement

Um einer potenziellen Resistenzbildung bei den Zielunkräutern vorzubeugen, solltest du dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen eines integrierten Unkrautmanagements einsetzen. Obwohl Resistenzen gegen synthetische Auxine (HRAC-Gruppe 4) im Rasenbereich vergleichsweise selten sind, empfiehlt es sich, die Anwendung mit mechanischen Maßnahmen wie dem regelmäßigen Vertikutieren und einer ausgewogenen mechanischen Pflege abzuwechseln. Achte darauf, das Mittel nur auf gut etablierten Rasenflächen anzuwenden und unterdosierte Anwendungen zu vermeiden, um selektiven Druck auf einzelne Unkrautpopulationen zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei diesem Produkt um ein gebrauchsfertiges Streugranulat (Kombination aus Dünger und Herbizid) handelt, ist eine klassische Tankmischung in der Feldspritze weder vorgesehen noch technisch möglich. Das Granulat wird trocken ausgebracht. Für eine optimale Wirkung solltest du das Produkt auf taunassen Rasen ausbringen, damit die feinen Granulatkörner gut an den Blättern der Schaderreger haften bleiben. Vermeide die gleichzeitige Ausbringung anderer granulierter Dünger oder Bodenhilfsstoffe am selben Tag, um Verbrennungen an der Kultur zu verhindern und eine gleichmäßige Nährstoff- und Wirkstoffverteilung zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Ausbringen des Granulats solltest du die übliche persönliche Schutzausrüstung tragen, insbesondere feste Schuhe und Schutzhandschuhe, um direkten Hautkontakt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklassifizierung in den Zulassungsdaten angegeben ist, gilt die allgemeine Vorsichtsregel: Bringe das Mittel nicht auf blühende Unkräuter aus und vermeide Anwendungen zu Zeiten des Hauptbienenflugs, um bestäubende Insekten zu schonen. Achte zudem darauf, dass kein Granulat auf angrenzende Beete, Gehölze oder in Oberflächengewässer gelangt, da die enthaltenen Wuchsstoffe für viele Garten- und Nutzpflanzen sowie für aquatische Organismen hochgradig phytotoxisch sind.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter20 GRAM_PER_SQUARE_METER
RasenZweikeimblättrige Unkräuter20 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr, um das Produkt auf deinem Rasen auszubringen?

Der optimale Anwendungszeitraum liegt im Frühjahr oder Spätsommer (Mai bis August), wenn die Unkräuter im aktiven Wachstum sind und die Tagestemperaturen dauerhaft über 10 °C liegen. Zu diesem Zeitpunkt nehmen die Schaderreger die systemischen Wirkstoffe besonders effizient auf, und die Kultur kann die Nährstoffe des Düngers optimal für die Regeneration nutzen.

Wie bereitest du den Rasen am besten auf die Behandlung vor?

Mähe deinen Rasen etwa drei bis vier Tage vor der geplanten Anwendung. Dadurch haben die Unkräuter genügend Zeit, neue Blattmasse zu bilden, über die sie die Wirkstoffe aufnehmen können. Bringe das Granulat am besten morgens auf taunassen Rasen aus, damit es optimal an den Unkrautblättern haften bleibt.

Wann darfst du den Rasen nach der Anwendung wieder betreten oder mähen?

Du solltest den behandelten Rasen erst wieder betreten, wenn das Granulat durch Regen oder eine gründliche Bewässerung (frühestens 24 Stunden nach der Anwendung) vollständig in den Boden eingewaschen wurde. Mit dem nächsten Rasenschnitt solltest du mindestens sieben Tage warten, damit die Wirkstoffe vollständig in die Wurzeln der Unkräuter transportiert werden können.

Was musst du tun, wenn nach der Ausbringung kein Regen fällt?

Wenn es innerhalb von zwei bis drei Tagen nach der Anwendung nicht regnet, solltest du den Rasen intensiv wässern (ca. 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter). Dies aktiviert die Düngerkomponente und spült die Wirkstoffe in den Wurzelbereich, wodurch auch die Aufnahme über die Wurzeln der Schaderreger gefördert wird.

Kannst du das Produkt auch auf frisch eingesätem Rasen verwenden?

Nein, du solltest das Produkt nicht auf jungen Rasenflächen anwenden, die jünger als ein Jahr sind. Die jungen Keimlinge der Rasengräser sind noch sehr empfindlich gegenüber den enthaltenen Wuchsstoffen, was zu schweren Schäden an der jungen Kultur führen kann. Warte ab, bis sich die Grasnarbe vollständig etabliert und bestockt hat.

Wie entsorgst du das Schnittgut nach der ersten Mahd nach der Behandlung?

Das Schnittgut des ersten Rasenschnitts nach der Anwendung darf nicht zum Mulchen oder für den Kompost verwendet werden, da die enthaltenen Wirkstoffrückstände von 2,4-D und Dicamba im Kompost nur langsam abgebaut werden und empfindliche Gartenpflanzen (wie Tomaten oder Gurken) schädigen können. Entsorge diesen ersten Schnitt am besten über den Hausmüll oder die Biotonne.