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OTHER · Sharda Cropchem Espana S.L.

GRANPROTEC

BVL Zul.-Nr. 008402-00

GRANPROTEC ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Vorratsschädlingen in der landwirtschaftlichen Lagerhaltung. Formuliert als flüssiges Konzentrat, kombiniert das Präparat einen bewährten insektiziden Wirkstoff mit einem hocheffizienten Synergisten. Es wurde speziell entwickelt, um gelagerte Erntegüter sowie leere Lagerräume vor dem Befall durch ein breites Spektrum von beißenden und saugenden Schaderregern zu schützen.

Durch den gezielten Einsatz im Vorratsschutz sichert GRANPROTEC die Qualität der Ernte nach der Ernte und verhindert wirtschaftliche Verluste durch Schädlingsfraß und Sekundärinfektionen. Die Formulierung zeichnet sich durch eine hervorragende Haftung auf behandelten Oberflächen und eine langanhaltende Schutzwirkung aus, was es zu einem unverzichtbaren Baustein moderner Lagerhygiene macht.

Wirkstoffe

Deltamethrin
25 g/L · Wirkstoff
Piperonylbutoxid
213 g/L · Synergist

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Deltamethrin gehört zur IRAC-Gruppe 3A (Pyrethroide). Er wirkt als Kontakt- und Fraßgift auf das Nervensystem der Schaderreger. Deltamethrin hält die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen offen, was zu einer kontinuierlichen Reizübertragung, unkontrollierten Nervenimpulsen und schließlich zum schnellen Wirkungseintritt (Knock-down-Effekt) sowie dem Absterben der Schädlinge führt. Der enthaltene Synergist Piperonylbutoxid (PBO) besitzt selbst keine insektizide Wirkung, blockiert jedoch die körpereigenen Entgiftungsenzyme (insbesondere Cytochrom-P450-Monooxygenasen) der Insekten. Dadurch wird der Abbau von Deltamethrin im Schadorganismus verhindert, was die Wirksamkeit des Insektizids signifikant steigert und hilft, metabolische Resistenzen zu brechen.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei Vorratsschädlingen vorzubeugen, muss GRANPROTEC in ein integriertes Konzept zur Lagerhygiene eingebunden werden. Ein kontinuierlicher, ausschließlicher Einsatz von Wirkstoffen der IRAC-Gruppe 3A ist zu vermeiden. Stattdessen sollten Behandlungen mit physikalisch wirkenden Mitteln (wie Kieselgur) oder anderen chemischen Wirkstoffklassen im Wechsel erfolgen. Zudem mindert eine lückenlose mechanische Reinigung der Lagerstätten vor der Einlagerung den Selektionsdruck erheblich.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da GRANPROTEC primär im Vorratsschutz und zur Raumbehandlung eingesetzt wird, sind Tankmischungen mit klassischen Feld-Pflanzenschutzmitteln in der Praxis nicht üblich. Bei einer eventuellen Kombination mit anderen Vorratsschutz- oder Desinfektionsmitteln ist vorab stets eine physikalische Mischbarkeitsprobe durchzuführen. Für eine optimale Benetzung von Oberflächen oder des Getreidestroms ist auf eine exakte Kalibrierung der Applikationstechnik und eine gleichmäßige Wasserqualität zu achten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Aufgrund der hohen Toxizität von Pyrethroiden gegenüber aquatischen Organismen müssen Abdriften und das Eindringen des Mittels oder dessen Resten in die Kanalisation, Oberflächengewässer oder das Grundwasser strikt verhindert werden. Beim Umgang mit dem Konzentrat und während der Ausbringung (insbesondere bei der Vernebelung in geschlossenen Räumen) ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) einschließlich Atemschutz und Schutzanzug zu tragen. Für Bienen besteht bei der Anwendung in geschlossenen Lagerräumen kein direktes Risiko.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Allgemein0 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie unterstützt der Synergist Piperonylbutoxid die Wirkung von GRANPROTEC?

Piperonylbutoxid blockiert die Entgiftungsenzyme im Körper der Schaderreger. Da die Insekten das Deltamethrin dadurch nicht mehr abbauen können, wirkt das Insektizid wesentlich schneller und intensiver, wodurch auch schwer bekämpfbare Populationen sicher erfasst werden.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Behandlung leerer Lagerräume?

Die Behandlung sollte idealerweise direkt nach einer gründlichen mechanischen Reinigung und etwa zwei bis vier Wochen vor der geplanten Einlagerung der neuen Ernte erfolgen. So werden versteckte Schaderreger in Ritzen und Spalten vorab eliminiert.

Kann GRANPROTEC direkt auf das Erntegut appliziert werden?

Ja, je nach spezifischer Zulassung kann das Produkt direkt auf den Getreidestrom (z. B. am Förderband oder Elevator) aufgesprüht werden. Dies bietet einen langanhaltenden Schutz des Korns während der gesamten Lagerdauer.

Welche Rolle spielt die mechanische Reinigung vor der Anwendung?

Eine gründliche Reinigung ist die Basis des Erfolgs. Staub, Spreu und Getreidereste binden den Wirkstoff und verringern die Kontaktfläche auf den Wänden. Zudem bieten organische Rückstände den Schaderregern Schutzräume, die den direkten Kontakt mit dem Spritzfilm verhindern.

Wie lässt sich eine Resistenzentwicklung im Lager langfristig verhindern?

Neben dem Wirkstoffwechsel sollten physikalische Maßnahmen wie die Kühlung des Getreides auf unter 10 °C (was die Vermehrung von Insekten stoppt) und der Einsatz von Nützlingen oder Kieselgur in ein integriertes Konzept integriert werden.

Müssen nach einer Raumbehandlung mit GRANPROTEC Wartezeiten eingehalten werden?

Ja, nach einer Raum- oder Oberflächenbehandlung müssen die Räume vor dem Wiederbetreten oder der Einlagerung gründlich gelüftet werden. Die genauen Sicherheitsabstände und Wartezeiten sind der aktuellen Gebrauchsanleitung zu entnehmen, um Rückstände auf dem Erntegut zu vermeiden.