Greenforce 4 in 1 Rasendünger Unkraut und Mooskiller
Greenforce 4 in 1 Rasendünger Unkraut und Mooskiller ist ein kombiniertes Pflanzenschutzmittel und Düngemittel in Granulatform, das speziell für die Pflege und Sanierung von Zier- und Sportrasenflächen entwickelt wurde. Durch die intelligente Kombination von selektiven Herbizidwirkstoffen und einem hocheffektiven Moosvernichter ermöglicht das Produkt eine umfassende Rasenpflege in nur einem Arbeitsgang. Es bekämpft unerwünschte Schaderreger im Rasen und fördert gleichzeitig ein gesundes, dichtes Wachstum der Gräser.
Das Granulat enthält die bewährten Wuchsstoff-Herbizide Dicamba und Mecoprop-P, die gezielt gegen breitblättrige Unkräuter wirken, während das enthaltene Eisen-II-sulfat Moosnester rasch austrocknet. Gleichzeitig liefert die Formulierung wichtige Nährstoffe, die den Rasengräsern einen Wachstumsvorsprung verschaffen, sodass entstandene Lücken im Handumdrehen geschlossen werden.
Dieses Kombinationsprodukt eignet sich hervorragend für die regelmäßige Pflege im Frühjahr oder Spätsommer. Es sorgt für eine vitale, tiefgrüne Rasennarbe, die widerstandsfähiger gegen mechanische Belastungen und sommerliche Trockenphasen ist, indem es die Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe effektiv ausschaltet.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die im Produkt enthaltenen herbiziden Wirkstoffe Mecoprop-P und Dicamba gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie wirken als systemische Wuchsstoffe, die von den Blättern der zweikeimblättrigen Unkräuter aufgenommen und in der gesamten Pflanze bis in die Wurzeln transportiert werden. Dort stören sie das hormonelle Gleichgewicht und führen zu einem unkontrollierten, deformierten Wachstum (Epinastie), was letztlich zum Absterben des Unkrauts führt. Der Wirkstoff Eisen-II-sulfat besitzt eine völlig andere, physikalisch-chemische Wirkungsweise. Er fungiert als Kontakt-Moosvernichter, indem er dem Moos extrem schnell Wasser entzieht und die Zellmembranen zerstört. Das Moos stirbt innerhalb weniger Tage ab und verfärbt sich schwarz. Gleichzeitig dient das Eisen als essenzieller Mikronährstoff für die Chlorophyllbildung der Rasengräser, was zu einer schnellen und intensiven Grünfärbung der Kultur führt.
Resistenzmanagement
Da es sich bei den herbiziden Komponenten um synthetische Auxine (HRAC-Gruppe 4) handelt, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei typischen Rasenunkräutern als gering einzustufen. Um die langfristige Wirksamkeit zu sichern, sollte die Anwendung stets in ein integriertes Rasenpflegekonzept eingebunden werden. Dazu gehören regelmäßiges Mähen auf optimaler Schnitthöhe, mechanisches Vertikutieren zur Belüftung und eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung, um die Konkurrenzkraft der Kultur gegenüber Schaderregern dauerhaft hoch zu halten.
Mischbarkeit & Tankmischung
Da dieses Pflanzenschutzmittel als festes Streugranulat formuliert ist, ist eine Tankmischung in flüssiger Form nicht vorgesehen. Das Produkt muss trocken und gleichmäßig mit einem geeigneten Streuwagen oder per Hand ausgebracht werden. Es sollte nicht mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Flüssigdüngern kombiniert werden. Um Verbrennungen an den Gräsern zu vermeiden, sollte die Anwendung auf feuchtem Rasen (z. B. morgens bei Tau) erfolgen, gefolgt von einer Beregnung nach etwa zwei Tagen, falls kein natürlicher Niederschlag eintritt.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Bei der Ausbringung ist darauf zu achten, dass kein Granulat auf angrenzende Kulturflächen (wie Blumenbeete oder Gehölze) gelangt, da die enthaltenen Herbizide dort schwere Schäden verursachen können. Das Produkt ist giftig für bestimmte Bodenorganismen; direkter Eintrag in Oberflächengewässer ist strikt zu vermeiden. Anwender sollten während der Ausbringung geeignete Schutzkleidung und feste Schuhe tragen. Haustiere und Kinder sollten die behandelte Kultur erst nach dem Auflösen des Granulats durch Regen oder Bewässerung und nach dem vollständigen Abtrocknen wieder betreten.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Rasen | Moose | — | 20 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 20 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung des Kombiprodukts?
Die Anwendung ist während der aktiven Wachstumsphase der Unkräuter im Frühjahr (Mai bis Juni) oder im Spätsommer (August bis September) am erfolgreichsten. Der Boden sollte feucht sein und die Temperaturen sollten konstant über 10 °C liegen, damit die systemischen Wirkstoffe optimal aufgenommen werden.
Wie verhalte ich mich bezüglich des Rasenmähens vor und nach der Behandlung?
Mähen Sie den Rasen etwa 3 bis 4 Tage vor der Anwendung, damit die Unkräuter genügend Blattfläche zur Aufnahme der Wirkstoffe regenerieren können. Nach der Ausbringung sollten Sie mindestens 7 Tage mit dem nächsten Schnitt warten, um den Herbiziden Zeit zu geben, bis in die Wurzeln zu wandern.
Warum verfärbt sich das Moos nach der Anwendung schwarz und was ist zu tun?
Die Schwarzfärbung ist die direkte Folge der Wirkung des Eisen-II-sulfats, welches das Moosgewebe oxidiert und austrocknet. Sobald das Moos vollständig abgestorben und trocken ist (meist nach ca. 2 Wochen), sollte es gründlich aus dem Rasen ausgeharkt oder vertikutiert werden, um Platz für die nachwachsenden Gräser zu schaffen.
Darf das Produkt auf frisch ausgesätem Rasen angewendet werden?
Nein, junge Rasengräser im Keimblatt- oder frühen Entwicklungsstadium sind sehr empfindlich gegenüber den Herbizidwirkstoffen. Wenden Sie das Pflanzenschutzmittel erst auf etablierten Rasenflächen an, die mindestens ein Jahr alt sind oder bereits mehrmals gemäht wurden.
Was muss ich tun, wenn es nach der Anwendung nicht regnet?
Wenn innerhalb von 48 Stunden nach der Ausbringung kein Regen fällt, muss die Rasenfläche gründlich gewässert werden. Dies schwemmt die Düngerkomponenten und das Eisen-II-sulfat in den Boden ein, aktiviert die Nährstoffwirkung und verhindert mögliche Verbrennungen an den Spitzen der Kulturgräser.
Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Moos im Rasen?
Nutzen Sie die Such- und Filterfunktion auf agronomy.farmable.tech. Filtern Sie nach der Kultur 'Rasen' oder 'Zierrasen' und wählen Sie als Schaderreger 'Moose' aus, um eine vollständige Liste aller in Deutschland zugelassenen Produkte und deren Anwendungsbestimmungen zu erhalten.