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Sonstige · Evergreen Garden Care

Grün erleben Rasendünger mit Unkrautvernichter

BVL Zul.-Nr. 060122-77

"Grün erleben Rasendünger mit Unkrautvernichter" ist eine bewährte Kombination aus einem hochwertigen Rasendünger und zwei systemischen Herbizidwirkstoffen. Dieses Granulat wurde speziell für die Pflege von Rasenflächen im Haus- und Kleingartenbereich entwickelt. Es ermöglicht dir, die Nährstoffversorgung deiner Gräser mit einer gezielten Bekämpfung unerwünschter Unkräuter in einem einzigen Arbeitsschritt zu verbinden.

Die Formulierung als staubfreies Feingranulat sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Wirkstoffe und Nährstoffe auf der Rasenfläche. Das Wirkspektrum umfasst eine Vielzahl typischer zweikeimblättriger Unkräuter im Rasen, die durch die systemische Wirkung bis in die Wurzeln erfasst werden, während die Rasengräser gleichzeitig durch die Düngerkomponenten gestärkt werden und die entstehenden Lücken rasch schließen.

Wirkstoffe

2,4-D
8 g/kg · Wirkstoff
Dicamba
1.2 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die im Produkt enthaltenen Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie wirken als künstliche Wuchsstoffe und imitieren das pflanzeneigene Phytohormon Auxin (Indol-3-essigsäure). Nach der Aufnahme über das Blatt und die Wurzel der Unkräuter werden die Wirkstoffe systemisch in der gesamten Pflanze verteilt und führen zu einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum der empfindlichen zweikeimblättrigen Schaderreger. Dieses hormonelle Ungleichgewicht äußert sich in typischen Verkrümmungen der Stängel und Blätter (Epinastie), gefolgt von einem Absterben des Vegetationspunktes und dem Zusammenbruch des gesamten Leitgewebesystems. Da einkeimblättrige Rasengräser diese Wirkstoffe wesentlich schneller abbauen und anatomisch anders aufgebaut sind, vertragen sie die Behandlung hervorragend und nutzen die freiwerdenden Nährstoffe für ein gesundes Wachstum.

Resistenzmanagement

Obwohl das Risiko einer Resistenzentwicklung bei synthetischen Auxinen (HRAC-Gruppe 4) im Rasenbereich als gering eingestuft wird, solltest du ein integriertes Management betreiben. Verlasse dich nicht ausschließlich auf chemische Pflanzenschutzmittel, sondern fördere die Konkurrenzkraft deines Rasens durch regelmäßiges Mähen, bedarfsgerechte Bewässerung und mechanische Maßnahmen wie das Vertikutieren. Bei hartnäckigem Unkrautdruck empfiehlt sich der wechselnde Einsatz von mechanischen Methoden oder Herbiziden mit anderen Wirkmechanismen, um Selektionsdruck zu vermeiden.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei diesem Pflanzenschutzmittel um ein festes Granulat zur Streuanwendung handelt, ist eine physikalische Tankmischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Flüssigdüngern weder vorgesehen noch praktisch durchführbar. Um die optimale Wirkung zu erzielen, solltest du das Granulat auf taunassen Rasen anwenden, damit die feinen Körner gut an den Blättern der Unkräuter haften bleiben. Achte darauf, dass nach der Anwendung für mindestens 24 Stunden kein Niederschlag fällt, um ein Abwaschen der Wirkstoffe zu verhindern.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Ausbringen des Granulats solltest du geeignete Schutzkleidung, insbesondere feste Schuhe und Schutzhandschuhe, tragen, um direkten Hautkontakt zu vermeiden. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, gilt die allgemeine Vorsichtsregel: Wende das Mittel nicht auf blühenden Unkräutern an und vermeide die Ausbringung zu Zeiten des Hauptbienenflugs. Um aquatische Organismen und das Grundwasser zu schonen, darf das Granulat nicht in der Nähe von Oberflächengewässern ausgebracht werden und es muss verhindert werden, dass Abschwemmungen in die Kanalisation gelangen. Haustiere sollten die behandelte Fläche erst nach dem nächsten Regenguss oder gründlichen Wässern wieder betreten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter20 GRAM_PER_SQUARE_METER
RasenZweikeimblättrige Unkräuter20 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr, um diesen Rasendünger mit Unkrautvernichter auszubringen?

Du solltest das Produkt während der aktiven Wachstumsphase der Unkräuter im Frühjahr oder Spätsommer (optimal von Mai bis August) anwenden. Die Temperaturen sollten konstant über 10 °C liegen, da die systemischen Wirkstoffe nur bei aktivem Stoffwechsel der Schaderreger optimal aufgenommen und in der Pflanze transportiert werden.

Wie bereite ich meinen Rasen am besten auf die Behandlung vor?

Mähe deinen Rasen etwa drei bis vier Tage vor der geplanten Anwendung. Dadurch haben die Unkräuter genügend Zeit, neue Blattmasse zu bilden, über die sie die Wirkstoffe aufnehmen können. Bringe das Granulat am besten morgens auf taunassem Rasen aus, damit die feinen Körner optimal an den Unkrautblättern haften bleiben.

Wann darf ich den Rasen nach der Anwendung wieder betreten oder mähen?

Du solltest den behandelten Rasen nach der Ausbringung für mindestens zwei bis drei Tage nicht betreten, damit die Wirkstoffe ungestört über die Blätter aufgenommen werden können. Mit dem nächsten Rasenschnitt solltest du mindestens sieben Tage warten, um den Unkräutern ausreichend Zeit zu geben, die Wirkstoffe bis in die Wurzeln zu transportieren.

Was muss ich bezüglich der Bewässerung nach der Ausbringung beachten?

Nach der Anwendung sollte es für mindestens 24 Stunden nicht regnen und du solltest den Rasen in dieser Zeit auch nicht künstlich bewässern, um ein Abwaschen der Wirkstoffe von den Unkrautblättern zu verhindern. Sollte es nach zwei bis drei Tagen nicht geregnet haben, musst du den Rasen jedoch gründlich wässern, um die Düngerkomponenten zu aktivieren.

Kann ich das Produkt auch auf frisch ausgesätem Rasen anwenden?

Nein, du solltest das Produkt nicht auf frisch angelegten Rasenflächen anwenden. Junge Rasengräser im Keimlings- oder frühen Entwicklungsstadium sind noch sehr empfindlich gegenüber den Herbizidwirkstoffen. Warte mit der ersten Anwendung mindestens bis zum Spätsommer des Folgejahres oder bis sich die Kultur vollständig etabliert hat.

Wie entsorge ich das Schnittgut nach dem ersten Mähen nach der Behandlung?

Das Schnittgut des ersten Rasenschnitts nach der Behandlung darf wegen eventueller Wirkstoffrückstände nicht zum Mulchen verwendet oder auf den Kompost gegeben werden, da empfindliche Gartenpflanzen Schaden nehmen könnten. Entsorge es stattdessen über den Hausmüll oder die Biotonne, sofern die lokalen Richtlinien dies erlauben.