Hack Unkrautvernichter mit Rasendünger
Hack Unkrautvernichter mit Rasendünger ist ein kombiniertes Spezialprodukt für die anspruchsvolle Pflege und Unkrautbekämpfung in Rasenanlagen. Die Formulierung als streufähiges Granulat vereint eine gezielte Nährstoffversorgung für die Gräser mit einer selektiven Herbizidwirkung gegen unerwünschte Beikräuter. Dadurch wird die Grasnarbe gestärkt, während konkurrierende Schaderreger im selben Arbeitsgang zurückgedrängt werden.
Das Produkt eignet sich hervorragend für die Anwendung auf Zier- und Sportrasenflächen. Durch die Kombination von Düngung und Unkrautbekämpfung werden die durch das Absterben der Unkräuter entstehenden Lücken im Rasen rasch durch das verstärkte Wachstum der Gräser geschlossen. Dies sorgt für ein dichtes, tiefgrünes und unkrautfreies Erscheinungsbild der Kultur.
Das Wirkungsspektrum umfasst eine Vielzahl von zweikeimblättrigen Unkräutern, die typischerweise in Rasenflächen auftreten. Dazu gehören unter anderem weit verbreitete Arten wie Löwenzahn, Weißklee, Gänseblümchen und Wegerich-Arten, die sowohl über das Blatt als auch über die Wurzel erfasst werden.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die im Produkt enthaltenen Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba gehören beide zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine, auch bekannt als Wuchsstoff-Herbizide). Sie wirken als künstliche Phytohormone und greifen tief in das hormonelle Steuerungssystem der zweikeimblättrigen Unkräuter ein. Nach der Aufnahme über das Blatt und die Wurzel werden die Wirkstoffe systemisch in der gesamten Pflanze verteilt. In den empfindlichen Schaderregern führen die Wirkstoffe zu einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum der Zellen. Dies äußert sich in typischen Verkrümmungen von Stängeln und Blättern (Epinastie), gefolgt von einem Zusammenbruch des Leitgewebes. Die Unkräuter sterben innerhalb weniger Wochen ab, während die einkeimblättrigen Gräser der Kultur aufgrund ihres abweichenden Stoffwechsels tolerant gegenüber diesen Wirkstoffen sind.
Resistenzmanagement
Da beide Wirkstoffe der HRAC-Gruppe 4 angehören, basiert die Wirkung auf demselben biochemischen Mechanismus. Obwohl das Risiko einer Resistenzentwicklung bei Wuchsstoffen im Rasenbereich als sehr gering eingestuft wird, empfiehlt sich im Sinne eines integrierten Pflanzenschutzes ein Wirkstoffwechsel. Eine mechanische Unkrautbekämpfung sowie eine ausgewogene Rasenpflege und Schnitthöhe unterstützen das Resistenzmanagement, indem sie die Konkurrenzkraft der Kultur stärken und den Selektionsdruck minimieren.
Mischbarkeit & Tankmischung
Aufgrund der Formulierung als streufähiges Granulat ist eine klassische Tankmischung in der Feldspritze nicht vorgesehen. Das Produkt wird trocken, idealerweise mit einem exakt eingestellten Düngerstreuer, ausgebracht. Um eine optimale Wirkung der Herbizidkomponenten zu erzielen, sollte die Anwendung auf taufeuchtem Rasen erfolgen, damit das Granulat an den Blättern der Unkräuter haften bleibt. Eine Mischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Flüssigdüngern im selben Arbeitsgang ist auszuschließen.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Bei der Ausbringung des Granulats ist darauf zu achten, dass kein Staub eingeatmet wird und direkter Hautkontakt vermieden wird; das Tragen von Schutzhandschuhen wird empfohlen. Da es sich um ein hochwirksames Herbizid gegen zweikeimblättrige Pflanzen handelt, muss eine Abdrift des Granulats oder des Staubs auf benachbarte Kulturen wie Blumenbeete, Gemüse oder Gehölze strikt vermieden werden. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen sind die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsregelungen zu Oberflächengewässern einzuhalten.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 20 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 20 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung dieses Kombinationsprodukts?
Die Anwendung sollte während der aktiven Wachstumsperiode der Unkräuter erfolgen (Mai bis August) bei warmen Temperaturen über 10 °C. Der Rasen sollte am Morgen taufeucht sein, damit das Granulat gut auf den Unkrautblättern haftet. Nach der Ausbringung sollte es mindestens 24 Stunden lang nicht regnen, um die Wirkstoffe nicht abzuwaschen.
Wie lange darf der Rasen nach der Behandlung nicht betreten werden?
Aus Sicherheitsgründen sollten Haustiere und Kinder den Rasen während der Behandlung und bis zum nächsten gründlichen Wässern und anschließenden Abtrocknen der Fläche nicht betreten. Es wird empfohlen, den Rasen etwa 1 bis 2 Tage nach der Ausbringung intensiv zu wässern, damit die Nährstoffe in den Boden gelangen.
Wann darf ich den Rasen nach der Ausbringung das erste Mal mähen?
Mähen Sie den Rasen nicht unmittelbar vor der Anwendung (mindestens 3 bis 4 Tage Abstand), damit genügend Blattfläche der Unkräuter zur Wirkstoffaufnahme vorhanden ist. Nach der Anwendung sollte mit dem nächsten Schnitt mindestens 7 Tage gewartet werden, damit die Wirkstoffe vollständig in die Wurzeln transportiert werden können.
Kann das Produkt auch auf frisch ausgesätem Rasen angewendet werden?
Nein, frisch angelegter Rasen ist in der Keim- und Jugendphase sehr empfindlich gegenüber Wuchsstoffen. Das Produkt sollte erst auf Rasenflächen angewendet werden, die mindestens ein Jahr alt sind und sich bereits vollständig etabliert haben.
Was muss ich bei der Entsorgung des Rasenschnitts nach der Behandlung beachten?
Der Rasenschnitt der ersten beiden Schnitte nach der Behandlung sollte nicht zum Mulchen oder für den Kompost im Gemüsegarten verwendet werden. Die enthaltenen Herbizidwirkstoffe bauen sich im Kompost nur langsam ab und können empfindliche Kulturpflanzen wie Tomaten oder Gurken schädigen.
Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel für meinen Rasen?
Nutzen Sie die Filterfunktion auf agronomy.farmable.tech und wählen Sie unter der Kategorie 'Kulturen' den Eintrag für Rasenflächen aus. Kombinieren Sie dies mit dem Filter für 'Schaderreger' (z. B. zweikeimblättrige Unkräuter), um alle aktuell in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel anzuzeigen.