HaGaFe Unkrautvernichter mit Rasendünger
HaGaFe Unkrautvernichter mit Rasendünger ist ein bewährtes Kombinationspräparat zur gleichzeitigen Unkrautbekämpfung und Nährstoffversorgung von Rasenflächen im Haus- und Kleingartenbereich. Als streufähiges Granulat formuliert, vereint dieses Pflanzenschutzmittel eine gezielte herbizide Wirkung mit einer ausgewogenen Düngewirkung, um lückige Grasnarben rasch zu schließen und die Konkurrenzkraft der Gräser zu stärken.
Das Wirkungsspektrum umfasst ein breites Spektrum zweikeimblättriger Unkräuter im Rasen. Typische Schaderreger wie Löwenzahn, Weißklee, Wegerich-Arten und Gänseblümchen werden zuverlässig erfasst, während die einkeimblättrigen Rasengräser geschont werden. Durch die Kombination aus Nährstoffen und Wuchsstoffen wird die Kultur revitalisiert, sodass sie sich nach dem Absterben der Unkräuter schnell regenerieren kann.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die herbizide Wirkung basiert auf den beiden aktiven Wirkstoffen 2,4-D und Dicamba. Beide Substanzen gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine / Wuchsstoffe). Sie imitieren das pflanzeneigene Phytohormon Indol-3-essigsäure (Auxin) und stören das hormonelle Gleichgewicht der empfindlichen zweikeimblättrigen Unkräuter nachhaltig. Nach der Aufnahme über Blätter und Wurzeln kommt es zu einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum der Unkräuter. Dies äußert sich in typischen Deformationen wie dem Verkrümmen von Stängeln und Blättern (Epinastie), gefolgt vom Absterben des gesamten Unkrauts. Die Gräser vertragen diese Wirkstoffkonzentrationen aufgrund ihres physiologischen Unterschieds hervorragend.
Resistenzmanagement
Da es sich um ein Kombinationsprodukt aus zwei verschiedenen Wuchsstoffen der HRAC-Gruppe 4 handelt, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei typischen Rasenunkräutern als sehr gering einzustufen. Um dennoch Selektionen vorzubeugen, sollte die Anwendung auf die aktive Wachstumsphase der Schaderreger beschränkt und mechanische Maßnahmen wie regelmäßiges Mähen und Vertikutieren in das Pflegeregime integriert werden. Ein Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen ist bei extrem hartnäckigem Unkrautbesatz ratsam.
Mischbarkeit & Tankmischung
Da dieses Pflanzenschutzmittel als streufähiges Granulat formuliert ist, entfällt die klassische Tankmischung in der Spritze. Für eine optimale Wirkung sollte das Granulat auf taunassen Rasen ausgebracht werden, damit die Wirkstoffe an den Blättern der Unkräuter haften bleiben. Eine anschließende Bewässerung nach etwa ein bis zwei Tagen fördert die Nährstoffaufnahme über die Wurzeln, darf jedoch nicht unmittelbar nach der Ausbringung erfolgen, um ein Abwaschen der Herbizidwirkstoffe zu verhindern.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Bei der Anwendung sind die üblichen Schutzmaßnahmen für den Anwender zu beachten, insbesondere das Tragen von Schutzhandschuhen und festem Schuhwerk während der Ausbringung. Um Gewässer und Nichtzielorganismen zu schützen, darf das Granulat nicht in die Kanalisation oder in Oberflächengewässer gelangen. Haustiere und Kinder sollten während und direkt nach der Anwendung bis zum nächsten Regenguss oder einer gründlichen Bewässerung von den behandelten Flächen ferngehalten werden. Das Produkt ist als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 20 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 20 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Ausbringung des Kombinationspräparats?
Die Anwendung sollte an einem warmen, wüchsigen Tag im Frühjahr oder Spätsommer erfolgen, wenn die Unkräuter ausreichend Blattmasse gebildet haben. Der Rasen sollte feucht sein (z. B. Morgentau), damit das Granulat gut an den Unkrautblättern haften bleibt.
Wie lange nach der Anwendung darf der Rasen nicht gemäht werden?
Es wird empfohlen, den Rasen mindestens 3 bis 4 Tage vor der Anwendung nicht zu mähen, damit genügend Blattfläche zur Wirkstoffaufnahme vorhanden ist. Nach der Ausbringung sollte mit dem nächsten Schnitt ebenfalls mindestens 7 Tage gewartet werden, um den Wirkstoffen Zeit zur systemischen Verteilung zu geben.
Dürfen Haustiere den behandelten Rasen sofort wieder betreten?
Nein, Haustiere und auch spielende Kinder sollten die behandelte Fläche erst wieder betreten, wenn das Granulat durch einen Regenguss oder eine gründliche Bewässerung vollständig in den Boden eingewaschen wurde und die Grasoberfläche wieder komplett abgetrocknet ist.
Was muss bezüglich der Bewässerung nach dem Streuen beachtet werden?
Nach dem Streuen auf den feuchten Rasen sollten mindestens 24 bis 48 Stunden vergehen, ohne dass es regnet oder beregnet wird, damit die Herbizidkomponenten über das Blatt aufgenommen werden können. Danach ist eine kräftige Bewässerung ideal, um die Düngerkomponenten zu aktivieren.
Kann das Produkt auch auf frisch eingesätem Rasen angewendet werden?
Nein, junge Rasenkeimlinge sind sehr empfindlich gegenüber Wuchsstoffherbiziden. Die Anwendung sollte erst auf etablierten Rasenflächen erfolgen, die mindestens ein Jahr alt sind oder bereits mehrmals gemäht wurden.
Wie wirkt sich das Produkt auf Moos im Rasen aus?
Dieses Produkt ist spezifisch gegen zweikeimblättrige Unkräuter formuliert und enthält keine moosabtötenden Wirkstoffe (wie z. B. Eisensulfat). Zwar stärkt der enthaltene Dünger die Gräser im Wettbewerb gegen Moos, eine direkte Moosbekämpfung findet jedoch nicht statt.