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Sonstige · Syngenta Agro GmbH

Maxim 480 FS

BVL Zul.-Nr. 008516-00

Maxim 480 FS von Syngenta ist ein hochkonzentriertes, fließfähiges Beizmittel (Formulierungstyp FS) zum Schutz von Saatgut vor einer Vielzahl von samen- und bodenbürtigen Schaderregern. Als moderner Standard in der Saatgutausrüstung bietet dieses Pflanzenschutzmittel einen zuverlässigen Schutz in der kritischen Phase der Keimung und des frühen Auflaufens.

Der Wirkstoff Fludioxonil zeichnet sich durch eine hervorragende Haftung auf dem Korn und eine langanhaltende Schutzwirkung aus. Das Spektrum umfasst wichtige pilzliche Schaderreger wie Fusarium-Arten, Microdochium nivale und Rhizoctonia solani, die ohne Beizung zu erheblichen Fehlstellen im Bestand und Ertragsverlusten führen können.

Durch die präzise Applikation direkt am Saatgut wird die Umwelt im Vergleich zu flächigen Spritzanwendungen minimal belastet. Maxim 480 FS sichert somit die Vitalität der jungen Kulturen von Anfang an und legt das Fundament für homogene, ertragsstarke Bestände.

Wirkstoffe

Fludioxonil
480 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Fludioxonil gehört zur chemischen Klasse der Phenylpyrrole und ist in der FRAC-Gruppe 12 klassifiziert. Er ist ein Kontaktfungizid mit langanhaltender Wirkung, das weitgehend auf der Oberfläche des Saatguts verbleibt und nur in geringem Maße in die keimende Kultur aufgenommen wird. Biochemisch greift Fludioxonil in die osmotische Signalübertragung (MAP-Kinase-Signalweg) der Pilzzellen ein. Dies führt zu einer Störung des Glycerintransports und letztlich zum Platzen der Pilzzellen durch osmotischen Stress. Der Wirkstoff hemmt hocheffektiv die Sporenkeimung, die Keimschlauchstreckung sowie das Myzelwachstum der Ziel-Schaderreger, noch bevor diese in die Kultur eindringen können.

Resistenzmanagement

Um das Risiko einer Resistenzbildung gegen Wirkstoffe der FRAC-Gruppe 12 zu minimieren, solltest du ein konsequentes Resistenzmanagement betreiben. Da Fludioxonil einen spezifischen Wirkungsmechanismus besitzt, empfiehlt sich bei der Saatgutaufbereitung die Kombination oder der jährliche Wechsel mit Beizstoffen anderer Wirkstoffklassen (wie SDHI oder Triazole). Achte zudem darauf, die empfohlenen Aufwandmengen exakt einzuhalten, um die Selektion weniger empfindlicher Pilzstämme im Boden zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der professionellen Saatgutbehandlung kann Maxim 480 FS in der Regel mit anderen zugelassenen Beizmitteln (wie insektiziden Beizen) sowie speziellen Saatgut-Farbstoffen und Haftmitteln (Polymeren) gemischt werden. Vor der großflächigen Anwendung solltest du jedoch stets eine Mischbarkeitsprobe im kleinen Maßstab durchführen. Achte auf eine gleichmäßige Wasserqualität und eine ausreichende Verdünnung, um eine homogene Verteilung auf dem Korn ohne Verkleben der Beizanlage zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem konzentrierten Pflanzenschutzmittel sowie beim Absacken und Verladen des behandelten Saatguts ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (Schutzanzug, Schutzhandschuhe und Atemschutz) unerlässlich. Um Nichtzielorganismen und die Umwelt zu schonen, sollte Staubentwicklung beim Säen minimiert werden; verwende daher moderne Sämaschinen mit Abdriftminderungs- bzw. Deflektortechnik. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du generell darauf achten, dass kein Abrieb des Beizmittels auf blühende Bestände oder von Bienen beflogene Flächen verweht wird. Vermeide zudem jeglichen Eintrag des Mittels oder behandelten Saatguts in Oberflächengewässer.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Allgemein0 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie wirkt sich Maxim 480 FS auf die Keimfähigkeit des Saatguts aus?

Bei sachgerechter Anwendung und Einhaltung der empfohlenen Aufwandmengen hat Maxim 480 FS keinen negativen Einfluss auf die Keimfähigkeit oder Triebkraft des Saatguts. Im Gegenteil: Durch den Schutz vor pathogenen Pilzen im Boden wird der Feldaufgang insbesondere unter stressigen, kühlen Bedingungen spürbar verbessert.

Kann ich bereits behandeltes Saatgut über das Jahr hinaus lagern?

Ja, mit Maxim 480 FS behandeltes Saatgut kann bei kühler, trockener und frostfreier Lagerung in der Regel bis zur nächsten Saison aufbewahrt werden. Du solltest jedoch vor der Aussaat im Folgejahr eine Keimfähigkeitsprobe durchführen, um sicherzustellen, dass die Vitalität des Saatguts durch die Lagerung nicht gelitten hat.

Welche technischen Voraussetzungen muss meine Sämaschine beim Ausbringen des gebeizten Saatguts erfüllen?

Um den Austrag von Beizstaub in die Umwelt zu minimieren, musst du bei pneumatischen Sämaschinen, die mit Unterdruck arbeiten, eine geeignete Deflektortechnik (Abluftführung nach unten zum Boden) verwenden. Dies schützt nützliche Insekten und angrenzende Biotope vor unbeabsichtigter Drift.

Warum ist die Beizung mit Maxim 480 FS einer späteren Blattspritzung vorzuziehen?

Die Beizung schützt das Saatgut und den Keimling direkt an der Infektionsquelle im Boden, wo eine spätere Blattspritzung biologisch nicht mehr wirken kann. Zudem sparst du durch die gezielte Applikation direkt am Korn Wirkstoffmengen ein und schonst die Umwelt, da kein flächiger Eintrag auf den Boden erfolgt.

Wie verhalte ich mich, wenn beim Säen Reste von behandeltem Saatgut übrig bleiben?

Reste von behandeltem Saatgut dürfen niemals in der Natur zurückgelassen oder an Tiere verfüttert werden. Du solltest sie vollständig in den Boden einarbeiten (z. B. am Vorgewende) oder über ein zugelassenes Entsorgungsunternehmen für gebeiztes Saatgut fachgerecht entsorgen.

Kann ich Maxim 480 FS selbst auf dem Hof anwenden oder ist eine industrielle Beizung erforderlich?

Aufgrund der hohen Anforderungen an die Applikationsgenauigkeit und den Staubschutz wird dringend empfohlen, die Beizung mit professionellen, geschlossenen Beizanlagen durchzuführen. Eine ungleichmäßige Verteilung auf dem Hof kann zu Minderung der Wirksamkeit oder Keimschäden führen.