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OTHER · Newpharm S.r.l.

Pygrain New

BVL Zul.-Nr. 00A947-00

Pygrain New ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel auf Basis von Naturpyrethrinen, das speziell für den Schutz von Erntegütern und den Einsatz im Vorratsschutz entwickelt wurde. Als natürlicher Wirkstoff, der aus den Blüten von Chrysanthemum cinerariifolium gewonnen wird, bietet das Produkt eine schnelle und zuverlässige Kontaktwirkung gegen ein breites Spektrum von Schaderregern. Die Formulierung zeichnet sich durch eine hervorragende Handhabung und eine schnelle Initialwirkung (Knock-down-Effekt) aus.

Im modernen Vorratsschutz und der Lagerhygiene nimmt Pygrain New eine Schlüsselrolle ein. Da es sich um ein pflanzliches Pyrethrum-Präparat handelt, baut sich der Wirkstoff unter Lichteinfluss rasch ab, was besonders im Hinblick auf Rückstände im Erntegut von großem Vorteil ist. Dies macht das Produkt zu einer bevorzugten Wahl für integrierte Anbausysteme sowie für Betriebe, die strenge Qualitätsstandards bei der Lagerung von Getreide und anderen Agrarprodukten einhalten müssen.

Das Wirkungsspektrum umfasst typische Vorratsschädlinge wie Käfer, Motten und deren Larvenstadien, die gelagertes Gut schädigen können. Durch die schnelle Kontaktwirkung werden freilaufende Schaderreger in Lagerräumen oder direkt auf dem Erntegut effektiv erfasst, bevor sie wirtschaftliche Schäden verursachen können.

Wirkstoffe

Pyrethrine
18.61 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Pyrethrine gehört zur IRAC-Gruppe 3A. Er wirkt als Kontaktgift und greift direkt in das Nervensystem der Schaderreger ein. Konkret blockieren Pyrethrine die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen der Insekten. Dies führt zu einer dauerhaften Öffnung der Kanäle, was eine unkontrollierte Serie von Nervenimpulsen auslöst. Die betroffenen Schaderreger zeigen unmittelbar nach dem Kontakt Koordinationsstörungen, gefolgt von einer schnellen Lähmung (dem sogenannten Knock-down-Effekt), die schließlich zum Tod führt. Da der Wirkstoff primär über den direkten Kontakt aufgenommen wird, ist eine gründliche Benetzung der Zielflächen oder des Ernteguts für den Bekämpfungserfolg entscheidend.

Resistenzmanagement

Zur Vermeidung von Resistenzbildungen sollte Pygrain New im Rahmen eines integrierten Schädlingsmanagements (IPM) eingesetzt werden. Da Pyrethrine zur IRAC-Gruppe 3A gehören, ist ein Wirkstoffwechsel mit Insektiziden anderer Wirkstoffklassen dringend zu empfehlen. Um die Selektion resistenter Populationen zu verhindern, sollten aufeinanderfolgende Behandlungen minimiert und mechanische sowie thermische Reinigungsmaßnahmen im Lager konsequent integriert werden.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Anwendung von Pygrain New ist besonders auf den pH-Wert des verwendeten Wassers zu achten. Da Pyrethrine in alkalischem Milieu instabil sind und schnell hydrolysieren, sollte der pH-Wert der Spritzbrühe im leicht sauren Bereich (pH 5,5 bis 6,5) liegen; gegebenenfalls ist ein pH-Regulator zuzusetzen. Mischungen mit stark alkalischen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern sind zu vermeiden. Vor einer Tankmischung mit anderen Präparaten wird dringend empfohlen, eine physikalische Verträglichkeitsprobe in einem kleinen Gefäß durchzuführen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Obwohl es sich um einen natürlichen Wirkstoff handelt, erfordert der Umgang mit Pygrain New die strikte Einhaltung der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Da Pyrethrine hochtoxisch für Wasserorganismen und Bienen sind, müssen Abdriften in Oberflächengewässer und der direkte Einsatz auf blühenden Kulturen streng vermieden werden. Die Anwendung in geschlossenen Lagerräumen erfordert entsprechende Wartezeiten und gründliche Belüftungsmaßnahmen vor dem Wiederbetreten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Allgemein0 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie wirkt Pygrain New auf Vorratsschädlinge?

Pygrain New wirkt als reines Kontaktinsektizid. Sobald die Schaderreger mit dem Spritzbelag oder direkt mit dem Sprühnebel in Berührung kommen, dringt der Wirkstoff Pyrethrine in ihr Nervensystem ein. Dies führt zu einer sofortigen Lähmung (Knock-down-Effekt) und dem anschließenden Absterben der Schädlinge.

Warum ist der pH-Wert des Spritzwassers bei der Anwendung von Pygrain New so wichtig?

Pyrethrine sind sehr empfindlich gegenüber alkalischer Hydrolyse. Bei einem pH-Wert über 7,0 baut sich der Wirkstoff in der Spritzbrühe extrem schnell ab, was die Wirksamkeit drastisch reduziert. Verwenden Sie daher stets saures Wasser oder korrigieren Sie den pH-Wert mit einem geeigneten Puffer auf einen Bereich von 5,5 bis 6,5.

Kann Pygrain New auch im ökologischen Landbau eingesetzt werden?

Da der Wirkstoff Pyrethrine aus den Blüten von Chrysanthemen gewonnen wird, ist er für viele ökologische Anwendungen grundsätzlich geeignet. Ob dieses spezifische Pflanzenschutzmittel (Pygrain New, BVL-Reg.-Nr. 00A947-00) aktuell für den ökologischen Landbau in Deutschland zugelassen ist, muss jedoch der jeweils gültigen Betriebsmittelliste (z. B. FiBL-Liste) entnommen werden.

Welche Rolle spielt die Temperatur bei der Anwendung von Pygrain New?

Pyrethrine zeigen bei kühleren Temperaturen oft eine bessere biologische Wirksamkeit als bei extremer Hitze. Vermeiden Sie Anwendungen bei Temperaturen über 25 °C, da der Wirkstoff sich unter starker Sonneneinstrahlung und Hitze zu schnell verflüchtigt und abbaut, bevor er seine volle Wirkung entfalten kann.

Wie lässt sich eine Resistenzentwicklung gegen Pygrain New im Lager verhindern?

Setzen Sie das Produkt nicht dauerhaft als alleinige Maßnahme ein. Kombinieren Sie die chemische Behandlung mit gründlicher mechanischer Reinigung der Lagerräume, dem Einsatz von Nützlingen (wie Schlupfwespen) und wechseln Sie bei Bedarf zu Wirkstoffen aus anderen IRAC-Klassen, um den Selektionsdruck zu minimieren.

Wie lange muss ein behandelter Lagerraum nach der Anwendung gelüftet werden?

Nach einer Raumbehandlung oder Vernebelung mit Pygrain New darf der Raum erst nach vollständigem Absetzen des Nebels und einer gründlichen Belüftung (in der Regel mindestens 1 bis 2 Stunden, je nach Raumgröße und Belüftungsanlage) wieder ohne Atemschutz betreten werden. Beachten Sie hierzu stets die spezifischen Vorgaben der Gebrauchsanleitung.