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Sonstige · Sharda Cropchem Espana S.L.

Quick 5 EC

BVL Zul.-Nr. 008256-00

Quick 5 EC ist ein hochwirksames, selektives Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einkeimblättrigen Unkräutern (Ungräsern) in Winterraps (BRSNW). Als emulgierbares Konzentrat (EC) formuliert, zeichnet sich das Pflanzenschutzmittel durch eine schnelle Aufnahme über die Blätter der Schaderreger aus. Es bietet Rapsanbauern eine zuverlässige Lösung, um die Konkurrenz durch Ungräser in der kritischen frühen Entwicklungsphase der Kultur effektiv auszuschalten.

Das Wirkungsspektrum umfasst sowohl einjährige einkeimblättrige Unkräuter als auch die hartnäckige Gemeine Quecke. Durch die systemische Verteilung im Saftstrom der Ungräser sorgt Quick 5 EC für ein schnelles Absterben der Schadpflanzen von der Spitze bis in die Wurzeln. Dies macht es zu einem unverzichtbaren Baustein im herbstlichen oder frühjährlichen Unkrautmanagement von Rapsbeständen.

Wirkstoffe

Quizalofop-P-ethyl
50 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl gehört zur chemischen Klasse der Aryloxyphenoxypropionate ("Fops") und ist der HRAC-Gruppe 1 (ehemals Gruppe A) zugeordnet. Er fungiert als selektiver Inhibitor des Enzyms Acetyl-CoA-Carboxylase (ACCase). Dieses Enzym ist essenziell für die Fettsäuresynthese in einkeimblättrigen Pflanzen. Zweikeimblättrige Kulturen wie Raps besitzen eine unempfindliche Form dieses Enzyms, weshalb das Mittel für die Kultur hervorragend verträglich ist. Nach der Aufnahme über die Blätter wird der Wirkstoff rasch in die meristematischen Gewebe (Wachstumszonen) der Ungräser transportiert. Dort blockiert er die Lipidsynthese, was zu einem sofortigen Wachstumsstopp führt. Innerhalb weniger Tage verfärben sich die Herzblätter der Ungräser nekrotisch und sterben ab, gefolgt vom vollständigen Zusammenbruch der gesamten Schadpflanze.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei empfindlichen Ungräsern wie Ackerfuchsschwanz oder Windhalm vorzubeugen, solltest du Quick 5 EC stets in ein integriertes Herbizidmanagement einbinden. Vermeide den wiederholten, alleinigen Einsatz von ACCase-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 1) auf derselben Fläche. Kombiniere oder rotiere die Anwendung stattdessen mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen, um den Selektionsdruck zu minimieren und die langfristige Wirksamkeit des Wirkstoffs zu sichern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Quick 5 EC ist im Allgemeinen gut mit gängigen Fungiziden und Insektiziden mischbar, die im Rapsanbau eingesetzt werden. Bei geplanten Tankmischungen mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern solltest du jedoch vorab stets eine Mischprobe auf physikalische Kompatibilität durchführen. Achte darauf, das Mittel nicht mit stark alkalischen Komponenten zu mischen. Für eine optimale Benetzung und Wirkstoffaufnahme empfiehlt sich die Anwendung bei wüchsigem Wetter auf trockene Bestände, wobei eine ausreichende Wasseraufwandmenge für eine gleichmäßige Benetzung der Ungräser sorgen sollte.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Quick 5 EC ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, zwingend erforderlich, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorliegt, solltest du zum Schutz von Bestäubern die Anwendung nicht in blühende Bestände legen oder zu Zeiten durchführen, in denen Bienen aktiv auf Unkräutern fliegen; weiche bevorzugt auf die Abendstunden aus. Vermeide zudem jegliche Abdrift in angrenzende Gewässer oder Saumbiotope, um aquatische Organismen und die umliegende Flora und Fauna zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–181.25 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter18–351.25 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsGemeine Quecke10–182 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsGemeine Quecke18–352 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Quick 5 EC gegen einjährige Ungräser?

Der beste Behandlungszeitpunkt liegt vor, wenn sich die meisten einjährigen Ungräser im aktiven Wachstum befinden und ausreichend Blattfläche (idealerweise im 2- bis 4-Blatt-Stadium) für die Wirkstoffaufnahme gebildet haben. Achte darauf, dass die Behandlung innerhalb des zugelassenen BBCH-Fensters der Kultur (BBCH 10 bis 35) erfolgt.

Wie unterscheidet sich die Aufwandmenge bei der Bekämpfung der Gemeinen Quecke im Vergleich zu einjährigen Ungräsern?

Gegen die hartnäckige Gemeine Quecke musst du die höhere zugelassene Aufwandmenge von bis zu 2,0 l/ha wählen, da diese eine stärkere systemische Wirkung erfordert, um auch die unterirdischen Rhizome abzutöten. Für einjährige einkeimblättrige Unkräuter reichen in der Regel bereits geringere Aufwandmengen ab 1,25 l/ha aus.

Welchen Einfluss hat die Witterung auf die Wirkung von Quick 5 EC?

Für eine optimale Wirkung benötigst du wüchsiges Wetter mit milden Temperaturen und ausreichender Luftfeuchtigkeit, da der Wirkstoff systemisch transportiert wird. Vermeide Behandlungen bei extremer Trockenheit, Frost oder wenn die Ungräser unter Stress stehen, da dies die Wirkstoffaufnahme und den Transport in der Pflanze stark verlangsamt.

Kann ich Quick 5 EC auch bei spätem Rapsauflauf im Spätherbst anwenden?

Ja, solange sich der Raps im zugelassenen BBCH-Bereich bis BBCH 35 befindet und die Temperaturen noch ein aktives Wachstum der Ungräser zulassen. Bei sehr späten Anwendungen im Spätherbst solltest du jedoch beachten, dass die Wirkung aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels der Pflanzen verzögert eintreten kann.

Was muss ich beim Ansetzen der Spritzbrühe in Bezug auf die Wasserqualität beachten?

Verwende sauberes, möglichst neutrales bis leicht saures Spritzwasser. Sehr hartes Wasser oder ein hoher pH-Wert können die Stabilität und Aufnahme des Wirkstoffs Quizalofop-P-ethyl beeinträchtigen. Falls erforderlich, kannst du einen geeigneten pH-Regulator oder Wasserenthärter zusetzen, bevor du das Pflanzenschutzmittel in den Tank gibst.

Wie erkenne ich, ob die Behandlung mit Quick 5 EC erfolgreich war?

Erste Symptome zeigen sich nach etwa 7 bis 10 Tagen. Die jüngsten Herzblätter der Ungräser verfärben sich gelblich bis rötlich und lassen sich leicht aus der Blattscheide herausziehen. Später stirbt die gesamte Pflanze ab. Bei kühler Witterung kann sich dieser Prozess etwas verzögern.