Alle Mittel
OTHER · terrasan

Raiffeisen-Gartenkraft Unkrautvernichter mit Rasendünger

BVL Zul.-Nr. 027821-62

Raiffeisen-Gartenkraft Unkrautvernichter mit Rasendünger von terrasan ist ein bewährtes Kombinationspräparat, das speziell für die Pflege und Unkrautregulierung in Rasenflächen (Zier- und Sportrasen) entwickelt wurde. Als streufähiges Granulat formuliert, vereint dieses Pflanzenschutzmittel eine gezielte Nährstoffversorgung mit einer systemischen Herbizidwirkung. Es ermöglicht Anwendern im Haus- und Kleingartenbereich eine hocheffiziente Rasenpflege in einem einzigen Arbeitsgang.

Das Wirkungsspektrum umfasst ein breites Band an zweikeimblättrigen Unkräutern, die typischerweise die Grasnarbe durchdringen und verdrängen. Durch die Kombination zweier potenter Wuchsstoffherbizide werden selbst hartnäckige Schaderreger wie Löwenzahn, Klee-Arten, Wegerich und Gundermann zuverlässig erfasst. Gleichzeitig fördert der integrierte Rasendünger das schnelle Schließen der entstandenen Lücken durch ein gesundes, dichtes Wachstum der Gräser.

Wirkstoffe

2,4-D
3.97 g/kg · Wirkstoff
Dicamba
1.93 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die im Produkt enthaltenen Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba gehören zur chemischen Klasse der synthetischen Auxine (Wuchsstoffe) und sind in die HRAC-Gruppe 4 eingeordnet. Sie imitieren das pflanzeneigene Phytohormon Indol-3-essigsäure (Auxin). Nach der Aufnahme über das Blatt und die Wurzel der zweikeimblättrigen Unkräuter kommt es zu einer unkontrollierten Zellteilung und einem übermäßigen Streckungswachstum in den empfindlichen Schaderregern. Dieser physiologische Stress führt rasch zum typischen Verkrümmen und Welken der betroffenen Unkräuter, gefolgt von einem vollständigen Absterben des Gewebes. Da einkeimblättrige Kulturen wie Rasengräser diese Wirkstoffe aufgrund ihres unterschiedlichen Stoffwechsels und ihrer Anatomie tolerieren, bleibt die Rasennarbe bei sachgerechter Anwendung völlig unbeschadet und profitiert direkt von den freigesetzten Nährstoffen des Düngeranteils.

Resistenzmanagement

Obwohl das Risiko einer Resistenzentwicklung bei zweikeimblättrigen Unkräutern im Rasen gegenüber synthetischen Auxinen (HRAC-Gruppe 4) als mäßig bis gering eingestuft wird, ist ein vorausschauendes Management ratsam. Um die langfristige Wirksamkeit zu sichern, sollte die Anwendung auf die maximal zugelassene Häufigkeit pro Saison beschränkt werden. Bei verbleibenden, schwer bekämpfbaren Unkrautnestern empfiehlt sich im Folgejahr der Wechsel auf Herbizide mit alternativen Wirkmechanismen sowie eine mechanische Unkrautregulierung durch regelmäßiges Vertikutieren und Nachsäen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei diesem Pflanzenschutzmittel um ein streufähiges Granulat handelt, ist eine klassische Tankmischung in der Spritze technisch ausgeschlossen. Die Anwendung erfolgt als Trockenstreuung. Für eine optimale Wirkung sollte das Granulat auf taufeuchten Rasen ausgebracht werden, damit die Wirkstoffe gut an den Blättern der Unkräuter haften bleiben. Nachfolgende Beregnungen oder Niederschläge nach etwa 24 bis 48 Stunden sind ideal, um die Düngerkomponente in den Boden einzuspülen und die Wurzelaufnahme zu aktivieren. Eine Kombination mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln im selben Arbeitsgang ist zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Ausbringung des Granulats ist darauf zu achten, dass kein Staub eingehakt oder eingeatmet wird und direkter Hautkontakt vermieden wird; das Tragen von Schutzhandschuhen und festem Schuhwerk wird dringend empfohlen. Zum Schutz von Gewässern und aquatischen Organismen darf das Mittel nicht in der Nähe von Oberflächengewässern ausgebracht werden, und ein Eintrag in die Kanalisation ist strikt zu verhindern. Das Produkt ist für Bienen bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich eingestuft (B4). Haustiere sollten die behandelte Fläche erst nach dem nächsten gründlichen Einregnen und anschließenden Abtrocknen des Rasens wieder betreten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter30 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Ausbringung des Unkrautvernichters mit Rasendünger?

Die Behandlung ist während der aktiven Wachstumsperiode der Unkräuter von Mai bis August besonders effektiv. Wählen Sie einen Tag, an dem der Rasen morgens taufeucht ist, damit das Granulat optimal an den Blättern der Schaderreger haften bleibt. Es sollte in den darauffolgenden 24 Stunden nicht regnen.

Wie lange muss ich nach der Anwendung warten, bis Haustiere wieder auf den Rasen dürfen?

Um gesundheitliche Risiken für Hunde, Katzen und andere Haustiere auszuschließen, sollten diese die behandelte Kultur erst wieder betreten, wenn das Granulat durch Regen oder gründliche Bewässerung vollständig in den Boden eingewaschen wurde und der Rasen wieder komplett abgetrocknet ist.

Kann ich das Produkt auch auf frisch eingesätem Rasen anwenden?

Nein, frisch angelegter Rasen ist in den ersten Monaten noch sehr empfindlich gegenüber Wuchsstoffherbiziden. Eine Anwendung sollte frühestens ein Jahr nach der Aussaat oder auf gut etablierten, dichten Rasenflächen erfolgen, um Schäden an den jungen Gräsern zu vermeiden.

Was muss ich beim Mähen des Rasens im zeitlichen Zusammenhang mit der Behandlung beachten?

Mähen Sie den Rasen idealerweise 3 bis 4 Tage vor der Anwendung, damit die Unkräuter genügend Blattfläche zur Wirkstoffaufnahme bilden können. Nach der Ausbringung sollten Sie mindestens 7 Tage mit dem nächsten Schnitt warten, um den Wirkstoffen ausreichend Zeit zur systemischen Verteilung in der Pflanze zu geben.

Wie verhalte ich mich, wenn nach der Anwendung empfindliche Gartenpflanzen getroffen wurden?

Da die Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba hochwirksam gegen alle zweikeimblättrigen Kulturen sind, können Zierpflanzen, Gemüse oder Gehölze durch Abdrift oder Staubentwicklung schwere Schäden erleiden. Spülen Sie versehentlich getroffene Pflanzen sofort gründlich mit reichlich Wasser ab und achten Sie bei der Ausbringung penibel auf Windstille und exakte Streugrenzen.