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Raiffeisen Gärtnerglück Rasendünger mit Unkrautvernichter

BVL Zul.-Nr. 027821-66

Dieses Pflanzenschutzmittel ist eine bewährte Kombination aus einem hochwertigen Rasendünger und zwei systemischen Herbizid-Wirkstoffen. Es wurde speziell für die Pflege und Gesunderhaltung von Rasenflächen im Haus- und Kleingartenbereich entwickelt. Als anwendungsfertiges Streugranulat ermöglicht es eine zeitsparende Doppelbehandlung: Während die Nährstoffkomponenten das Gras stärken und das Schließen von Lücken fördern, bekämpfen die enthaltenen Wirkstoffe gezielt unerwünschte Beikräuter.

Das Wirkspektrum umfasst eine Vielzahl typischer zweikeimblättriger Unkräuter, die häufig in Rasenmonokulturen auftreten. Durch die Formulierung als Granulat wird eine gezielte Boden- und Blattausbringung erreicht, bei der die herbiziden Komponenten vor allem über das Blattwerk der aktiv wachsenden Schaderreger aufgenommen werden. Dies macht das Produkt zu einem unverzichtbaren Werkzeug für die Regeneration verunkrauteter Rasenflächen.

Die Kombination sorgt dafür, dass die Kultur nach dem Absterben der Unkräuter sofort die notwendigen Nährstoffe erhält, um die entstandenen Kahlstellen rasch zu besiedeln. Dies beugt einer erneuten Keimung von Unkrautsamen effektiv vor und sichert ein dichtes, grünes Gesamtbild.

Wirkstoffe

2,4-D
3.97 g/kg · Wirkstoff
Dicamba
1.93 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herbizide Wirkung des Produkts basiert auf den beiden aktiven Wirkstoffen 2,4-D und Dicamba. Beide Substanzen gehören zur chemischen Gruppe der synthetischen Auxine (Wuchsstoffherbizide) und sind im HRAC-System in die Gruppe 4 (ehemals Klasse O) eingeordnet. Sie imitieren das natürliche pflanzliche Wachstumshormon Indol-3-essigsäure, was bei empfindlichen Pflanzen zu einem unkontrollierten, völlig gestörten Wachstum führt. Nach der Aufnahme über die Blätter und in geringem Maße über die Wurzeln werden die Wirkstoffe systemisch in der gesamten Pflanze verteilt. Sie reichern sich besonders in den meristematischen Geweben an. Dies führt zu einer Überstimulation des Zellwachstums, was sich optisch durch charakteristische Verkrümmungen (Epinastien) an Stängeln und Blättern äußert. Schließlich bricht das Leitgewebe der betroffenen Schaderreger zusammen, was zum vollständigen Absterben des Unkrauts führt. Die Kultur (Gräser) besitzt aufgrund ihres abweichenden Stoffwechsels eine natürliche Toleranz gegenüber diesen Wirkstoffen.

Resistenzmanagement

Da es sich bei den enthaltenen Wirkstoffen um synthetische Auxine (HRAC-Gruppe 4) handelt, ist das Risiko für eine Resistenzentwicklung bei den typischen Zielunkräutern im Rasen als äußerst gering einzustufen. Um diesen Status langfristig zu sichern, sollte die Anwendung dieses Pflanzenschutzmittels in ein integriertes Bewirtschaftungskonzept eingebunden werden. Dazu gehören mechanische Maßnahmen wie regelmäßiges Mähen, Vertikutieren und eine bedarfsgerechte Nachsaat, um die Konkurrenzkraft der Kultur hoch zu halten. Ein wiederholter, einseitiger Einsatz von Wuchsstoffen über mehrere Jahre hinweg sollte durch den gelegentlichen Wechsel mit mechanischen Maßnahmen oder Herbiziden anderer Wirkmechanismen unterbrochen werden.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da dieses Produkt als festes Streugranulat formuliert ist, ist eine klassische Tankmischung in einer Feldspritze nicht vorgesehen. Das Granulat muss trocken ausgebracht werden. Für eine optimale Wirkung sollte die Anwendung auf taufeuchtem Rasen erfolgen, damit das staubfeine Herbizid-Granulat gut an den Blättern der Schaderreger haften bleibt. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass nach der Ausbringung für mindestens 24 Stunden kein starker Regen fällt, um ein vorzeitiges Abwaschen der Wirkstoffe von den Unkrautblättern zu verhindern. Eine Mischung mit anderen körnigen Düngemitteln oder Bodenhilfsstoffen im Streuwagen ist möglich, sofern eine gleichmäßige Verteilung gewährleistet bleibt.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel sind die üblichen Arbeitsschutzregeln einzuhalten; das Tragen von Schutzhandschuhen bei der Ausbringung wird empfohlen. Da die Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba hochwirksam gegen zweikeimblättrige Pflanzen sind, muss eine Abdrift des Granulats oder des Staubs auf benachbarte Kulturen (wie Blumenbeete, Gemüse oder Gehölze) strikt vermieden werden. Behandelte Rasenflächen sollten während der Einwirkphase – bis zum nächsten gründlichen Einregnen – nicht von Haustieren oder spielenden Kindern betreten werden. Zum Schutz von Gewässern und aquatischen Organismen darf das Produkt nicht in der Nähe von Oberflächengewässern ausgebracht werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter30 GRAM_PER_SQUARE_METER
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr für die Anwendung dieses Rasendüngers mit Unkrautvernichter?

Die Anwendung ist am effektivsten während der Hauptwachstumszeit der Unkräuter im Frühjahr (Mai bis Juni) oder im Spätsommer (August bis September). Die Temperaturen sollten konstant über 10 °C liegen, da die systemischen Wirkstoffe ein aktives Wachstum der Schaderreger erfordern, um optimal aufgenommen und transportiert zu werden.

Wie muss der Rasen für die Ausbringung vorbereitet werden, um die beste Wirkung zu erzielen?

Mähen Sie den Rasen etwa 3 bis 4 Tage vor der geplanten Behandlung, damit die Unkräuter wieder etwas Blattfläche regenerieren können. Bringen Sie das Granulat idealerweise morgens auf taufeuchtem Rasen aus. Dadurch bleibt das wirkstoffhaltige Pulver optimal an den Blättern der Unkräuter kleben. Der Boden selbst sollte feucht sein, um die Nährstoffaufnahme zu unterstützen.

Wann darf der Rasen nach der Behandlung wieder bewässert oder gemäht werden?

Nach der Ausbringung sollte es mindestens 24 Stunden lang nicht regnen und der Rasen nicht künstlich bewässert werden, damit die Wirkstoffe auf den Blättern einwirken können. Erst nach etwa 1 bis 2 Tagen sollte die Fläche gründlich gewässert werden, um den Dünger in den Boden einzuspülen. Mit dem nächsten Rasenschnitt sollten Sie mindestens 7 Tage warten, um den Transport der Wirkstoffe in die Unkrautwurzeln nicht zu unterbrechen.

Darf das Schnittgut nach der Behandlung auf den Kompost oder als Mulch verwendet werden?

Nein, das Schnittgut der ersten beiden Rasenschnitte nach der Anwendung sollte nicht zum Mulchen oder Kompostieren für empfindliche Kulturen (wie Gemüse oder Zierpflanzen) verwendet werden. Die darin enthaltenen Wirkstoffrückstände von 2,4-D und Dicamba können empfindliche Pflanzen schädigen. Entsorgen Sie diesen Schnitt vorzugsweise über den Hausmüll oder kompostieren Sie ihn separat über einen sehr langen Zeitraum.

Wie verhalte ich mich, wenn das Granulat versehentlich auf angrenzende Blumenbeete gelangt ist?

Da es sich um ein hochwirksames Herbizid gegen zweikeimblättrige Kulturen handelt, können Zierpflanzen und Gehölze bereits bei geringem Kontakt schwere Schäden davontragen. Fegen oder sammeln Sie das Granulat sofort trocken von den Blättern der betroffenen Pflanzen ab. Vermeiden Sie in diesem Fall ein sofortiges Beregnen, um die Wirkstoffaufnahme über den Boden nicht noch zu begünstigen.

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