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Sonstige · Evergreen Garden Care

Substral 3 in 1 - Rasendünger mit Unkraut- und Moosvernichter

BVL Zul.-Nr. 007590-00

Substral 3 in 1 - Rasendünger mit Unkraut- und Moosvernichter ist eine bewährte Kombinationslösung für die anspruchsvolle Rasenpflege im Haus- und Kleingartenbereich. Das streufähige Mikrogranulat vereint eine hochwertige Rasendüngung mit einer gezielten herbiziden Wirkung gegen zweikeimblättrige Unkräuter sowie einer hocheffizienten Moosbekämpfung. Dadurch wird die Kultur in einem einzigen Arbeitsgang gestärkt, während unerwünschte Konkurrenten effektiv zurückgedrängt werden.

Durch die Kombination von Wuchsstoffen und Eisen-II-sulfat deckt dieses Pflanzenschutzmittel ein breites Spektrum ab. Es erfasst typische Schaderreger im Rasen wie Löwenzahn, Klee-Arten und Wegerich und vernichtet gleichzeitig Moosnester, die den Rasengräsern Licht, Wasser und Nährstoffe entziehen. Dank der integrierten Nährstoffkomponente wird die Regeneration der Grasnarbe unmittelbar nach dem Absterben der Schaderreger gefördert, sodass sich entstehende Lücken rasch schließen.

Wirkstoffe

Eisen-II-sulfat
182 g/kg · Wirkstoff
MCPA
7.6 g/kg · Wirkstoff
Mecoprop-P
4.4 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herbizide Wirkung des Produkts basiert auf den beiden aktiven Wirkstoffen MCPA und Mecoprop-P. Beide gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie imitieren das pflanzliche Wuchshormon Auxin und führen bei zweikeimblättrigen Unkräutern zu einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum (Epinastie). Die betroffenen Unkräuter sterben ab, da ihre Stoffwechsel- und Transportsysteme durch das unnatürliche Zellstreckungswachstum kollabieren. Einkeimblättrige Kulturen wie Rasengräser sind gegenüber diesen Wirkstoffen tolerant. Der dritte Wirkstoff, Eisen-II-sulfat, wirkt primär als Moosvernichter. Er führt bei Moosen zu einer schnellen Oxidation und Plasmolyse der Zellen, wodurch das Moos innerhalb weniger Tage schwarz wird und abstirbt. Gleichzeitig fungiert das Eisen als wichtiger Mikronährstoff für die Gräser, fördert die Chlorophyllbildung und sorgt für ein tiefes, sattes Grün der Rasenfläche.

Resistenzmanagement

Da das Pflanzenschutzmittel zwei verschiedene synthetische Auxine (MCPA und Mecoprop-P) mit einem physikalisch-chemisch wirkenden Moosvernichter kombiniert, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Zielunkräutern als äußerst gering einzustufen. Um die langfristige Wirksamkeit zu sichern, solltest du die Anwendung dennoch in ein integriertes Rasenpflegekonzept einbinden. Dazu gehören regelmäßiges Mähen, bedarfsgerechte mechanische Maßnahmen wie Vertikutieren sowie der gelegentliche Wechsel zu Herbiziden mit anderen Wirkmechanismen, falls hartnäckige Unkrautpopulationen auftreten.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei diesem Pflanzenschutzmittel um ein festes Granulat zur Trockenanwendung handelt, ist eine klassische Tankmischung in einer Feldspritze nicht möglich und auch nicht vorgesehen. Das Produkt darf nicht in Wasser aufgelöst oder mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Flüssigdüngern gemischt werden. Für eine optimale Wirkung sollte die Ausbringung auf taufeuchtem Rasen erfolgen, damit das Granulat an den Blättern der Unkräuter haften bleibt. Eine Bewässerung sollte erst einige Tage nach der Anwendung erfolgen, um den Dünger in den Boden einzuspülen, nachdem die Herbizidwirkstoffe von den Unkräutern aufgenommen wurden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Granulat solltest du die übliche persönliche Schutzausrüstung tragen, insbesondere Schutzhandschuhe und festes Schuhwerk, um direkten Hautkontakt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährlichkeitsklasse angegeben ist, gilt die allgemeine Vorsichtsregel: Vermeide die Anwendung auf Flächen, auf denen Bienen aktiv fliegen oder blühende Unkräuter stark von Bestäubern besucht werden. Es empfiehlt sich, blühende Unkräuter vor der Behandlung abzumähen oder die Anwendung in den späten Abendstunden durchzuführen. Achte darauf, dass Haustiere und Kinder die behandelte Rasenfläche erst wieder betreten, wenn das Granulat durch Regen oder Bewässerung vollständig in die Grasnarbe eingespült wurde und die Fläche abgetrocknet ist.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter, Moose35 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr, um diesen Rasendünger mit Unkrautvernichter auszubringen?

Die Anwendung ist während der aktiven Wachstumsperiode der Unkräuter und des Rasens von Frühjahr bis Spätsommer am effektivsten. Achte darauf, dass die Temperaturen konstant über 10 °C liegen, da die systemischen Wuchsstoffe ein aktives Pflanzenwachstum erfordern, um optimal von den Unkräutern aufgenommen und transportiert zu werden.

Wie bereite ich meinen Rasen optimal auf die Behandlung vor?

Mähe den Rasen etwa drei bis vier Tage vor der geplanten Anwendung. Dadurch haben die Unkräuter genügend Zeit, neue Blattmasse zu bilden, über die sie die Wirkstoffe aufnehmen können. Bringe das Granulat am besten morgens auf taufeuchtem Rasen aus, damit die feinen Partikel gut an den Unkrautblättern haften bleiben.

Wann darf ich den Rasen nach der Anwendung wieder betreten oder mähen?

Du solltest den Rasen nach der Ausbringung mindestens zwei bis drei Tage lang nicht betreten, damit die Wirkstoffe ungestört über die Blätter aufgenommen werden können. Der nächste Rasenschnitt sollte frühestens sieben Tage nach der Behandlung erfolgen. Haustiere sollten die Fläche erst wieder betreten, wenn das Produkt eingeregnet oder eingewässert wurde und der Rasen vollständig abgetrocknet ist.

Was muss ich bei der Bewässerung nach der Ausbringung beachten?

Nach der Ausbringung auf feuchtem Rasen darf es mindestens 24 Stunden, besser 48 Stunden lang nicht regnen oder beregnet werden, da sonst die Herbizidwirkstoffe von den Blättern gewaschen werden. Wenn nach drei bis vier Tagen kein natürlicher Niederschlag fällt, solltest du den Rasen kräftig wässern, um die Düngewirkung zu aktivieren und das restliche Eisen-II-sulfat in den Boden einzuspülen.

Warum verfärbt sich das Moos nach der Anwendung schwarz und was muss ich dann tun?

Die Schwarzfärbung ist die direkte Folge der Wirkung des Eisen-II-sulfats, welches das Moosgewebe oxidiert und abtötet. Sobald das Moos vollständig abgestorben und trocken ist (meist nach ca. 10 bis 14 Tagen), solltest du es mit einem Rechen oder Vertikutierer gründlich aus dem Rasen entfernen, um Platz für das nachwachsende Gras zu schaffen.

Kann ich das Produkt auch auf frisch gesätem Rasen anwenden?

Nein, das Produkt darf nicht auf frisch angelegten Rasenflächen angewendet werden. Junge Gräser im Keim- oder frühen Entwicklungsstadium sind noch sehr empfindlich gegenüber den Herbizidwirkstoffen. Verwende das Pflanzenschutzmittel erst auf Rasenflächen, die mindestens ein Jahr alt sind und sich bereits voll etabliert haben.