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OTHER · Evergreen Garden Care

Substral 3in1 Komplett-Rasendünger Gegen Unkraut & Moos

BVL Zul.-Nr. 007590-60

Substral 3in1 Komplett-Rasendünger Gegen Unkraut & Moos ist ein bewährtes Kombinationsprodukt für den Haus- und Kleingartenbereich, das eine hochwertige Rasendüngung mit gezieltem Pflanzenschutz verbindet. Als streufähiges Granulat formuliert, ermöglicht es eine gleichmäßige Ausbringung von Nährstoffen und Wirkstoffen in einem einzigen Arbeitsgang. Es ist speziell für die Pflege von Zier- und Sportrasenflächen konzipiert, um lückenhafte, von Moos und Unkraut durchsetzte Bestände wieder in dichte, vitale Grünflächen zu verwandeln.

Das Wirkungsspektrum umfasst ein breites Band zweikeimblättriger Unkräuter sowie Moosarten. Durch die Kombination von Wuchsstoffen und einem Moosvernichter werden typische Schaderreger im Rasen wie Löwenzahn, Klee-Arten und Wegerich systemisch erfasst, während Moose oberflächlich verätzt werden und absterben. Gleichzeitig fördert der enthaltene Dünger die Regeneration der Gräser, sodass entstandene Lücken rasch geschlossen werden.

Wirkstoffe

Eisen-II-sulfat
182 g/kg · Wirkstoff
MCPA
7.6 g/kg · Wirkstoff
Mecoprop-P
4.4 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herbizide Wirkung gegen zweikeimblättrige Unkräuter basiert auf einer synergistischen Kombination der synthetischen Auxine MCPA und Mecoprop-P (HRAC-Gruppe 4). Diese Wirkstoffe imitieren das pflanzliche Wachstumshormon Indol-3-essigsäure (Auxin). Nach der Aufnahme über das Blattgewebe kommt es zu einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum der Unkräuter, was letztlich zum Zusammenbruch des Leitgewebes und dem Absterben der Schadpflanzen führt. Einkeimblättrige Kulturen wie Rasengräser tolerieren diese Wirkstoffe aufgrund ihres abweichenden Metabolismus und Gewebeaufbaus. Der enthaltene Wirkstoff Eisen-II-sulfat zielt spezifisch auf Moose ab. Er wirkt als starkes Kontaktmittel, das durch Entzug von Feuchtigkeit und Oxidation der Zellwände (Plasmolyse) zu einer schnellen Schwarzfärbung und dem Absterben des Mooses führt. Zusätzlich stärkt das Eisen die Chlorophyllbildung der Gräser und sorgt für ein tiefes Grün.

Resistenzmanagement

Da es sich um eine Kombination zweier Wirkstoffe aus der HRAC-Gruppe 4 (Wuchsstoffe) handelt, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei sachgerechter Anwendung auf Rasenflächen als äußerst gering einzustufen. Um die langfristige Wirksamkeit zu sichern, sollten Anwender auf eine ausgewogene Kulturführung achten. Dazu gehören regelmäßiges Mähen, bedarfsgerechte Bewässerung und das mechanische Vertikutieren im Frühjahr. Bei hartnäckigem Unkrautdruck empfiehlt sich der periodische Wechsel zu Herbiziden mit anderen Wirkmechanismen, um Selektionseffekten vorzubeugen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Als festes, streufähiges Granulat wird dieses Pflanzenschutzmittel trocken ausgebracht und ist nicht für die Herstellung von Spritzbrühen oder Tankmischungen vorgesehen. Eine direkte Mischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Flüssigdüngern im Tank ist daher ausgeschlossen. Für eine optimale Wirkung sollte die Anwendung auf feuchtem Rasen (z. B. nach Tau oder leichtem Beregnen) erfolgen, damit das Granulat an den Unkrautblättern haften bleibt. Nachfolgendes Einregnen nach ca. 1–2 Tagen befördert die Nährstoffe und das Eisen-II-sulfat in den Boden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung sind die üblichen Schutzmaßnahmen für Pflanzenschutzmittel einzuhalten. Direkter Haut- und Augenkontakt mit dem Granulat sowie das Einatmen von Staub sind zu vermeiden (geeignete Arbeitskleidung und Schutzhandschuhe tragen). Da Eisen-II-sulfat auf Steinplatten, Beton oder Terrassen irreversible rostbraune Flecken verursachen kann, ist ein Abdriften oder Verschleppen des Granulats auf diese Flächen unbedingt zu verhindern. Haustiere sollten während der Behandlung und bis zum vollständigen Einregnen und Abtrocknen der Rasenfläche von den behandelten Arealen ferngehalten werden, um eine orale Aufnahme zu vermeiden. Das Mittel ist so auszubringen, dass kein Eintrag in Oberflächengewässer erfolgt.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter, Moose35 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr für die Anwendung des 3in1 Rasendüngers?

Die Anwendung empfiehlt sich in der Hauptwachstumszeit der Gräser und Unkräuter zwischen Mai und August. Die Temperaturen sollten konstant über 10 °C liegen, idealerweise bei wüchsigem Wetter ohne extreme Hitze oder Trockenheit, damit die Unkräuter die systemischen Wirkstoffe aktiv aufnehmen können.

Wie muss der Rasen vor und nach der Ausbringung des Granulats vorbereitet werden?

Mähen Sie den Rasen etwa 3 bis 4 Tage vor der Anwendung. Bringen Sie das Granulat morgens auf taufeuchtem Rasen aus, damit es gut an den Unkrautblättern haftet. Nach der Anwendung sollte es mindestens 24 Stunden nicht regnen. Nach ca. 2 bis 3 Tagen sollte der Rasen gründlich gewässert werden, um die Düngewirkung zu aktivieren.

Warum verfärbt sich das Moos nach der Behandlung schwarz und was ist danach zu tun?

Die Schwarzfärbung ist die direkte Folge der Wirkung von Eisen-II-sulfat, welches das Moosgewebe zerstört. Sobald das Moos vollständig abgestorben und trocken ist (meist nach ca. 2 Wochen), sollte es gründlich aus dem Rasen herausgeharkt oder vertikutiert werden, um Platz für die Regeneration der Gräser zu schaffen.

Wie gehe ich vor, um Fleckenbildung auf Terrassen oder Gehwegen zu vermeiden?

Da Eisen-II-sulfat bei Kontakt mit Wasser Rostflecken auf Beton, Naturstein oder Holz verursacht, muss das Granulat extrem präzise ausgebracht werden. Sollten Körner auf befestigte Flächen gelangen, müssen diese sofort trocken abgekehrt werden, bevor Feuchtigkeit (Regen, Tau) ins Spiel kommt.

Wann dürfen Kinder und Haustiere die behandelte Rasenfläche wieder betreten?

Aus Sicherheitsgründen sollten Kinder und Haustiere den Rasen während der Anwendung und bis zum nächsten gründlichen Einregnen sowie dem anschließenden Abtrocknen der Gräser nicht betreten. Dadurch wird verhindert, dass Wirkstoffrückstände an den Pfoten oder der Haut haften bleiben oder verschluckt werden.

Kann das Produkt auch auf frisch neu angesäten Rasenflächen verwendet werden?

Nein, das Produkt sollte nicht auf frisch eingesäten Rasenflächen angewendet werden. Die jungen Keimlinge der Gräser sind noch sehr empfindlich gegenüber den herbiziden Wirkstoffen. Verwenden Sie das Produkt erst auf etablierten Rasenflächen, frühestens ein Jahr nach der Einsaat oder dem Verlegen von Rollrasen.