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Sonstige · Evergreen Garden Care

Substral Rasendünger Premium 3 in1 Komplett

BVL Zul.-Nr. 007590-61

Substral Rasendünger Premium 3 in1 Komplett ist ein bewährtes, granuliertes Kombinationsprodukt für die anspruchsvolle Rasenpflege im Haus- und Kleingartenbereich. Es vereint eine gezielte Nährstoffversorgung mit einer hocheffektiven Wirkung gegen unerwünschte Schaderreger wie zweikeimblättrige Unkräuter und Moose. Durch diese Dreifachwirkung wird die Kultur gestärkt, während Unkraut und Moos zuverlässig zurückgedrängt werden.

Die Formulierung als staubfreies Feingranulat ermöglicht eine gleichmäßige Ausbringung, sei es per Hand oder mit dem Streuwagen. Das Pflanzenschutzmittel eignet sich ideal für geschwächte oder lückige Rasenflächen, die unter starkem Unkraut- und Moosdruck leiden. Nach der Anwendung zeigt sich schnell ein sichtbarer Ergrünungseffekt der Gräser, während die Schadpflanzen absterben.

Wirkstoffe

Eisen-II-sulfat
182 g/kg · Wirkstoff
MCPA
7.6 g/kg · Wirkstoff
Mecoprop-P
4.4 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die Wirkung dieses Pflanzenschutzmittels basiert auf einer intelligenten Kombination von drei Wirkstoffen. Die enthaltenen Herbizidwirkstoffe MCPA und Mecoprop-P gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie wirken als Wuchsstoffe und greifen tief in das Hormonsystem der zweikeimblättrigen Unkräuter ein. Dies führt zu einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum (Epinastie), wodurch die Unkräuter innerhalb weniger Wochen vollständig erschöpfen und absterben. Die einkeimblättrigen Gräser der Kultur bleiben dabei aufgrund ihrer physiologischen Unterschiede unbeschadet. Der dritte Wirkstoff, Eisen-II-sulfat, zielt speziell auf die Moosbekämpfung ab. Er wirkt als Kontaktgift auf die Mooszellen, entzieht ihnen rasant Feuchtigkeit und führt zu einer Plasmolyse. Das Moos verfärbt sich schwarz und stirbt ab. Gleichzeitig liefert das Eisen einen essenziellen Mikronährstoff, der die Chlorophyllbildung der Rasengräser anregt und für ein tiefes, gesundes Grün sorgt.

Resistenzmanagement

Da es sich um eine Kombination aus zwei verschiedenen synthetischen Auxinen (HRAC-Gruppe 4) und einem anorganischen Salz handelt, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Zielunkräutern und Moosen als äußerst gering einzustufen. Um die langfristige Wirksamkeit zu sichern, solltest du dennoch auf eine gute Rasenhygiene achten. Dazu gehören regelmäßiges Mähen, eine bedarfsgerechte Düngung und gegebenenfalls das mechanische Vertikutieren im Frühjahr, um den Unkraut- und Moosdruck von vornherein mechanisch zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da dieses Pflanzenschutzmittel als festes Granulat formuliert ist, entfällt die klassische Herstellung einer Spritzbrühe im Tank. Eine direkte Mischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Flüssigdüngern ist daher nicht vorgesehen. Achte bei der zeitnahen Anwendung anderer granularer Produkte (wie Rasenkalk oder Nachsaat-Mischungen) auf einen zeitlichen Abstand von mindestens zwei bis drei Wochen, um Wechselwirkungen im Boden oder Keimhemmungen der jungen Rasengräser zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Ausbringen des Granulats solltest du geeignete Arbeitskleidung sowie feste Schuhe und Schutzhandschuhe tragen, um direkten Hautkontakt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährlichkeitsklasse angegeben ist, gilt die allgemeine Vorsichtsmaßnahme, das Mittel nicht auf blühende Unkräuter auszubringen; mähe den Rasen vor der Behandlung, um Blütenstände zu entfernen. Halte Haustiere und Kinder so lange von den behandelten Flächen fern, bis das Granulat durch Regen oder Beregnung vollständig in den Boden eingewaschen und die Kultur wieder abgetrocknet ist. Vermeide zudem das Abschwemmen des Produkts auf versiegelte Flächen (wie Terrassenplatten), da Eisen-II-sulfat dort hartnäckige, rostbraune Flecken verursachen kann.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter, Moose35 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung auf meinem Rasen?

Du solltest das Produkt während der aktiven Wachstumsphase der Unkräuter und Gräser anwenden, idealerweise im Frühjahr (Mai) oder Spätsommer (August/September). Achte darauf, dass der Boden feucht ist (z. B. durch Tau am Morgen) und für die nächsten 24 Stunden kein starker Regen vorhergesagt ist, damit das Granulat gut an den Unkrautblättern haften kann.

Wie gehe ich vor, wenn nach der Behandlung schwarze Stellen im Rasen entstehen?

Keine Sorge, das Schwarzfärben ist die direkte Wirkung des Eisen-II-sulfats auf das Moos und zeigt den Bekämpfungserfolg an. Sobald das Moos vollständig abgestorben und trocken ist (meist nach 10 bis 14 Tagen), solltest du es gründlich mit einer Harke oder einem Vertikutierer aus dem Rasen entfernen, damit die Gräser den Platz wieder besiedeln können.

Kann ich nach der Behandlung direkt neuen Rasen nachsäen?

Nach der Anwendung solltest du mit einer Nachsaat mindestens 4 bis 6 Wochen warten. Die enthaltenen Herbizidwirkstoffe MCPA und Mecoprop-P verbleiben eine gewisse Zeit im Boden und könnten die Keimung der feinen Rasensamen empfindlich stören oder verhindern.

Was muss ich bezüglich Haustieren auf der behandelten Fläche beachten?

Du solltest Haustiere während der Ausbringung und unmittelbar danach von der Rasenfläche fernhalten. Sobald das Granulat durch einen kräftigen Regenguss oder eine intensive Beregnung aufgelöst und in die Grasnarbe eingespült wurde und der Rasen wieder komplett abgetrocknet ist, können Hunde und Katzen die Fläche wieder gefahrlos betreten.

Wie verhindere ich hässliche Rostflecken auf meiner Terrasse?

Der Wirkstoff Eisen-II-sulfat reagiert extrem empfindlich mit Stein, Beton und Holz. Achte beim Streuen penibel darauf, dass kein Granulat auf Gehwege, Terrassen oder Einfahrten gelangt. Sollte dennoch etwas danebengehen, fege die Körner sofort trocken ab, bevor sie feucht werden und dauerhafte, rostbraune Flecken hinterlassen.

Muss ich den Rasen vor oder nach der Anwendung mähen?

Es wird empfohlen, den Rasen etwa 3 bis 4 Tage vor der Anwendung zu mähen, damit die Unkräuter genügend Blattfläche für die Wirkstoffaufnahme bilden können. Nach der Ausbringung solltest du mit dem nächsten Schnitt mindestens 7 Tage warten, damit die Herbizide vollständig in die Wurzeln der Schaderreger transportiert werden können.