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OTHER · SUMITOMO CHEMICAL

Sumimax

BVL Zul.-Nr. 005312-00

Sumimax ist ein hochwirksames Bodenherbizid in Form eines wasserdispergierbaren Granulats (WG), das speziell für den Einsatz im Herbst entwickelt wurde. Mit dem bewährten Wirkstoff Flumioxazin bietet das Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Dauerwirkung gegen wichtige Unkräuter und Ungräser. Es ist für die Anwendung in Winterweichweizen (TRZAW) registriert und bildet nach der Applikation einen stabilen Herbizidfilm auf der Bodenoberfläche.

Die Aufnahme des Wirkstoffs erfolgt primär über die Sprossachsen keimender Schaderreger, sobald diese den Herbizidfilm durchstoßen. Sumimax zeichnet sich durch eine schnelle, lichtabhängige Wirkung aus, die zu einem raschen Absterben der empfindlichen Unkrautkeimlinge führt. Dies macht das Produkt zu einem unverzichtbaren Baustein für die Unkrautfreiheit der Kultur in der kritischen Auflaufphase.

Durch seine ausgeprägte Bodenaktivität erfasst Sumimax auch später keimende Unkrautwellen zuverlässig. Die Formulierung garantiert eine einfache Handhabung, schnelle Löslichkeit im Spritztank und eine gleichmäßige Verteilung auf dem Feld, was die Effizienz der Applikation unter praktischen Bedingungen maximiert.

Wirkstoffe

Flumioxazin
500 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Sumimax enthaltene Wirkstoff Flumioxazin gehört zur chemischen Gruppe der N-Phenylphthalimide und ist als Protoporphyrinogen-Oxidase-Inhibitor (PPO-Hemmer) in die HRAC-Gruppe 14 (ehemals Gruppe E) eingestuft. Der Wirkungsmechanismus basiert auf der Blockade des Enzyms Protoporphyrinogen-Oxidase, welches eine Schlüsselrolle in der Chlorophyll- und Häm-Synthese der Pflanzen einnimmt. Durch die Hemmung dieses Enzyms kommt es in den Pflanzenzellen zu einer unkontrollierten Akkumulation von Porphyrinen. Unter dem Einfluss von Sonnenlicht reagieren diese Moleküle und bilden hochreaktiven Singulett-Sauerstoff. Dieser führt zu einer schnellen Lipidperoxidation der Zellmembranen, wodurch die Zellstruktur kollabiert. Die betroffenen Schaderreger zeigen rasch typische Symptome wie Nekrosen, Verbräunungen und vertrocknen schließlich innerhalb weniger Tage nach dem Durchstoßen der Bodenoberfläche.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen, insbesondere bei weit verbreiteten Ungräsern wie dem Gemeinen Windhalm, wirksam vorzubeugen, ist Sumimax ein wertvolles Werkzeug. Da Flumioxazin der HRAC-Gruppe 14 angehört, bietet es einen alternativen Wirkungsmechanismus zu den häufig genutzten ALS-Hemmern (HRAC 2) oder ACCase-Hemmern (HRAC 1). Für ein nachhaltiges Resistenzmanagement sollte Sumimax stets in eine weite Fruchtfolge integriert und im Wechsel oder in Kombination mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen eingesetzt werden. Zudem unterstützen ackerbauliche Maßnahmen wie eine sorgfältige Bodenbearbeitung und angepasste Aussaattermine die langfristige Sicherung der Wirkstoffeffizienz.

Mischbarkeit & Tankmischung

Sumimax ist im Allgemeinen gut mit gängigen Herbstherbiziden und Bodenpartnern mischbar. Bei der Herstellung von Tankmischungen sollte der Spritztank zunächst zu mindestens der Hälfte mit Wasser gefüllt und das Rührwerk eingeschaltet werden, bevor Sumimax langsam beigegeben wird, um eine vollständige Auflösung der Granulate zu gewährleisten. Erst danach sollten weitere Mischungspartner hinzugefügt werden. Die Anwendung sollte auf gut abgesetzten, feinkrümeligen Saatbetten erfolgen; extreme Niederschläge direkt nach der Behandlung oder Staunässe sind zu vermeiden, um Kulturunverträglichkeiten auszuschließen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Sumimax sind die gesetzlich vorgeschriebenen PSA-Auflagen (persönliche Schutzausrüstung) strikt einzuhalten, einschließlich des Tragens von Schutzhandschuhen und Schutzkleidung bei der Handhabung des Konzentrats. Aufgrund der bodenwirksamen Eigenschaften des Wirkstoffs Flumioxazin sind spezifische Abdrifteleistungsauflagen und Abstandsregelungen zu Oberflächengewässern sowie angrenzenden Biotopen zu beachten, um den Eintrag in aquatische Ökosysteme und Nichtzielbiotope zu verhindern. Das Mittel ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich eingestuft, dennoch sollte direkter Kontakt mit blühenden Pflanzen vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm60 GRAM_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm60 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Sumimax im Winterweizen?

Der optimale Anwendungszeitpunkt liegt im Vorauflauf bis zum frühen Nachauflauf (BBCH 10 bis 11) des Winterweizens im Herbst. Wichtig ist, dass die Anwendung auf ein gut abgesetztes, feinkrümeliges und feuchtes Saatbett erfolgt, um eine lückenlose Barriere auf der Bodenoberfläche zu bilden.

Wie beeinflusst die Bodenfeuchtigkeit die Wirkung von Sumimax?

Als Bodenherbizid benötigt Sumimax für eine optimale Aktivierung und Verteilung des Wirkstofffilms eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit. Bei extremer Trockenheit kann die Wirkung verzögert einsetzen; sobald jedoch Niederschläge fallen, wird der Wirkstoff im Boden reaktiviert und erfasst die keimenden Unkräuter.

Welche Saattiefe ist bei einer geplanten Behandlung mit Sumimax einzuhalten?

Um phytotoxische Effekte auf den keimenden Winterweizen zu verhindern, muss auf eine gleichmäßige und ausreichend tiefe Saatgutablage von mindestens 3 cm geachtet werden. Die Samen müssen vollständig mit Erde bedeckt sein, damit kein direkter Kontakt zwischen dem Keimling und dem Herbizidfilm entsteht.

Kann Sumimax auf drainierten Flächen oder hängendem Gelände angewendet werden?

Bei der Anwendung auf drainierten Flächen oder auf Flächen mit Hangneigung sind die spezifischen Anwendungsbestimmungen des BVL zum Schutz von Oberflächengewässern zu beachten. Um Abschwemmungen des Wirkstoffs bei Starkregen zu verhindern, sollten entsprechende Abschwemm-Minderungsmaßnahmen (wie z. B. Mulchsaat oder Randstreifen) umgesetzt werden.

Was muss bei einem vorzeitigen Umbruch der Kultur beachtet werden?

Sollte der behandelte Winterweizen beispielsweise durch Auswinterung vorzeitig umgebrochen werden müssen, dürfen im Frühjahr nur bestimmte Nachfolgekulturen angebaut werden. Vor der Neueinsaat ist in der Regel eine tiefe, wendende Bodenbearbeitung (Pflug) zwingend erforderlich, um den verbliebenen Wirkstoff im Boden zu verdünnen und Schäden an der Folgekultur zu vermeiden.