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OTHER · Sharda Cropchem Espana S.L.

SUPRAX

BVL Zul.-Nr. 00A693-00

SUPRAX ist ein hochwirksames, spezialisiertes Pflanzenschutzmittel für den Einsatz im Winterraps. Es kombiniert die Eigenschaften eines modernen Fungizids mit denen eines leistungsstarken Wachstumsreglers. Durch diese duale Wirkung unterstützt das Produkt Rapsanbauer dabei, die Bestände sowohl vor ertragsmindernden Pilzkrankheiten zu schützen als auch die Standfestigkeit der Kulturen entscheidend zu verbessern.

Die flüssige Formulierung basiert auf einer ausgewogenen Kombination zweier bewährter Wirkstoffe aus der Gruppe der Triazole. SUPRAX zielt primär auf die Bekämpfung der wirtschaftlich bedeutenden Wurzelhals- und Stängelfäule (Leptosphaeria maculans) ab. Gleichzeitig greift es regulierend in das Pflanzenwachstum ein, um ein Überwachsen der Bestände vor dem Winter zu verhindern und die Winterhärte zu fördern.

Durch die gezielte Einkürzung des Sprosses und die Förderung des Wurzelwachstums sorgt SUPRAX für eine optimierte Bestandsarchitektur. Dies erleichtert nicht nur die spätere Ernte, sondern minimiert auch das Risiko von Lagerbildung bei ungünstigen Witterungsbedingungen im Frühjahr und Sommer.

Wirkstoffe

Difenoconazol
250 g/L · Wirkstoff
Paclobutrazol
125 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die biochemische Wirkung von SUPRAX beruht auf zwei unterschiedlichen physiologischen Mechanismen. Der fungizide Wirkstoff Difenoconazol gehört zur Klasse der Triazole (FRAC-Gruppe 3) und fungiert als Demethylierungs-Inhibitor (DMI) in der Sterol-Biosynthese der Pilze. Er blockiert den Aufbau der Zellmembranen des Pathogens, was zu einem schnellen Wachstumsstopp des Myzels führt und eine weitere Ausbreitung von Leptosphaeria maculans effektiv unterbindet. Der zweite Wirkstoff, Paclobutrazol, wirkt als klassischer Wachstumsregulator. Er greift in die Biosynthese der Gibberelline ein, indem er die Oxidation von ent-Kauren zu ent-Kaurensäure blockiert. Dies führt zu einer verminderten Zellstreckung im Spross, wodurch die Internodien verkürzt werden. Gleichzeitig wird das Wurzelwachstum stimuliert, was die Nährstoffaufnahme verbessert und die Verankerung der Kultur im Boden stärkt.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzentwicklung, insbesondere bei Leptosphaeria maculans gegenüber DMI-Fungiziden (FRAC-Gruppe 3), vorzubeugen, sollte SUPRAX stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept eingebunden werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel mit Fungiziden anderer Wirkstoffklassen in der Spritzfolge. Zudem wird dringend empfohlen, die registrierte Aufwandmenge von 0,5 l/ha nicht zu reduzieren, um selektiven Druck auf die Schaderregerpopulationen zu vermeiden und die volle Wirksamkeit langfristig zu sichern.

Mischbarkeit & Tankmischung

SUPRAX zeichnet sich durch eine gute physikalische und chemische Mischbarkeit mit gängigen Herbiziden, Insektiziden und Blattdüngern aus, die im Rapsanbau üblich sind. Bei geplanten Tankmischungen empfiehlt sich dennoch vorab ein einfacher Mischungsversuch (Kübeltest) in einer kleinen Wassermenge. Für eine optimale Benetzung der Blattoberfläche sollte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge von üblicherweise 200–400 l/ha geachtet werden. Die Anwendung sollte vorzugsweise bei wüchsigen Bedingungen und nicht bei extremen Temperaturen oder starker Sonneneinstrahlung erfolgen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit SUPRAX ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen, obligatorisch. Da Triazol-Wirkstoffe potenzielle Risiken für Gewässerorganismen bergen können, sind die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Abdriftminderungsklassen strikt einzuhalten. Das Pflanzenschutzmittel ist bei sachgerechter Anwendung als nicht bienengefährlich eingestuft, dennoch sollte der direkte Kontakt mit blühenden Unkräutern oder aktiv fliegenden Bestäubern im Sinne des integrierten Umweltschutzes minimiert werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterrapsStandfestigkeit14–990.5 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsWurzelhals- und Stängelfäule (Leptosphaeria maculans)14–990.5 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsWurzelhals- und Stängelfäule (Leptosphaeria maculans)35–550.5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Anwendung von SUPRAX im Herbst?

Die Anwendung im Herbst erfolgt idealerweise im BBCH-Stadium 14 bis 16 (4- bis 6-Blatt-Stadium des Rapses). Zu diesem Zeitpunkt verhindert der wachstumsregulierende Effekt von Paclobutrazol das gefürchtete Überwachsen des Vegetationskegels vor dem Winter, während Difenoconazol frühe Phoma-Infektionen an den jungen Blättern stoppt.

Kann SUPRAX auch im Frühjahr zur Erhöhung der Standfestigkeit eingesetzt werden?

Ja, eine Anwendung im Frühjahr zu Beginn des Schossens (BBCH 30 bis 39) ist möglich und hochwirksam. Sie fördert die Halmstabilität, verkürzt die Wuchshöhe und reduziert das Risiko von Lagerbildung bei starkem Wind oder Starkregen vor der Ernte.

Wie beeinflusst Paclobutrazol die Winterhärte des Rapses?

Durch die Hemmung des Längenwachstums bleibt der Vegetationskegel des Rapses dicht am Boden und ist somit besser vor Frostschäden geschützt. Gleichzeitig wird die Einlagerung von Reservestoffen in die Rübenwurzel gefördert, was die Regeneration im Frühjahr beschleunigt.

Welche Rolle spielt die Wasserqualität bei der Ausbringung von SUPRAX?

SUPRAX ist relativ tolerant gegenüber unterschiedlichen Wasserqualitäten. Dennoch begünstigt ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert des Spritzwassers (pH 5,5 bis 6,5) die Stabilität und Aufnahme der Wirkstoffe über die Wachsschicht der Rapsblätter.

Wie unterscheidet sich SUPRAX von reinen Fungiziden im Raps?

Reine Fungizide bieten oft nur Schutz vor Krankheiten wie Phoma, ohne das Pflanzenwachstum aktiv zu steuern. SUPRAX hingegen liefert durch den Wirkstoff Paclobutrazol eine gezielte morphologische Anpassung der Kultur (kürzere Internodien, stärkere Wurzeln), was die Standfestigkeit und Nährstoffeffizienz signifikant steigert.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Wurzelhals- und Stängelfäule?

Nutzen Sie hierzu die Such- und Filterfunktion auf agronomy.farmable.tech. Filtern Sie in der Produktübersicht nach der Kultur 'Winterraps' und wählen Sie unter dem Filter 'Schaderreger' den Eintrag 'Wurzelhals- und Stängelfäule (Leptosphaeria maculans)' aus, um alle in Deutschland registrierten Alternativen anzuzeigen.