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TerraUno Rasenunkrautvernichter

BVL Zul.-Nr. 005747-71

TerraUno Rasenunkrautvernichter ist ein hochwirksames, systemisches Herbizid zur gezielten Bekämpfung von zweikeimblättrigen Unkräutern im Rasen. Als flüssiges Konzentrat formuliert, kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel vier bewährte Wirkstoffe, um ein besonders breites Wirkungsspektrum gegen schwer bekämpfbare Unkräuter im Zier- und Sportrasen zu gewährleisten.

Durch die Kombination von 2,4-D, Dicamba, MCPA und Mecoprop-P erfasst das Produkt zuverlässig sowohl einjährige als auch ausdauernde Unkräuter wie Löwenzahn, Klee-Arten, Wegerich und Gundermann. Die Formulierung ermöglicht eine schnelle Aufnahme über das Blattwerk und eine systemische Verteilung bis in die Wurzelspitzen, was einen nachhaltigen Bekämpfungserfolg sichert.

Wirkstoffe

2,4-D
84.3 g/L · Wirkstoff
Dicamba
24.1 g/L · Wirkstoff
MCPA
85.7 g/L · Wirkstoff
Mecoprop-P
50.8 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die vier aktiven Wirkstoffe in TerraUno Rasenunkrautvernichter gehören alle zur Klasse der synthetischen Auxine (HRAC-Gruppe 4). Sie wirken als Wuchsstoffe und imitieren das pflanzeneigene Phytohormon Indol-3-essigsäure (Auxin). Nach der Aufnahme über die Blätter und in geringem Maße über die Wurzeln kommt es in den empfindlichen zweikeimblättrigen Unkräutern zu einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum. Dieses gestörte Wachstum äußert sich rasch in typischen Symptomen wie der Krümmung und Verdrehung von Stängeln und Blättern (Epinastie), gefolgt von einer Gewebenekrose. Da einkeimblättrige Kulturen wie Gräser diese Wirkstoffe metabolisch abbauen können, bleibt der Rasen bei sachgerechter Anwendung völlig unbeschadet, während die Schaderreger selektiv abgetötet werden.

Resistenzmanagement

Obwohl für synthetische Auxine (HRAC-Gruppe 4) weltweit nur sehr langsame Resistenzentwicklungen bekannt sind, erfordert ein nachhaltiges Resistenzmanagement den bewussten Umgang mit dieser Wirkstoffklasse. Um das Risiko einer Selektion resistenter Biotypen zu minimieren, sollte TerraUno Rasenunkrautvernichter im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts eingesetzt werden. Dies umfasst den Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen sowie mechanische Pflegemaßnahmen wie regelmäßiges Vertikutieren, bedarfsgerechte Düngung und Nachsaat, um die Konkurrenzkraft der Gräser zu stärken.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Herstellung von Tankmischungen ist stets auf die physikalische und chemische Kompatibilität der Mischungspartner zu achten. TerraUno Rasenunkrautvernichter sollte vorzugsweise als Solobehandlung ausgebracht werden, um das Risiko von Phytotoxizität auf gestressten Rasenflächen zu minimieren. Falls Mischungen mit Flüssigdüngern oder Wachstumsregulatoren geplant sind, wird dringend ein vorheriger Kübeltest empfohlen. Die Anwendung sollte mit ausreichend Wasser und bei moderaten Temperaturen erfolgen; extreme Trockenheit oder unmittelbar bevorstehender Regen beeinträchtigen die Wirkstoffaufnahme und den Bekämpfungserfolg.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit TerraUno Rasenunkrautvernichter ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzbrille, obligatorisch. Zum Schutz von Gewässern und aquatischen Organismen sind die in der Zulassung festgelegten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern strikt einzuhalten. Das Pflanzenschutzmittel ist im Allgemeinen als nicht bienengefährlich eingestuft (B4), dennoch sollte eine Anwendung in blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind, vermieden werden, um jegliches Risiko für Bestäuber auszuschließen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter0.0010000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER
RasenZweikeimblättrige Unkräuter10 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von TerraUno Rasenunkrautvernichter?

Die Anwendung sollte während der aktiven Wachstumsphase der Unkräuter erfolgen, idealerweise im Frühjahr (Mai bis Juni) oder Spätsommer (August bis September). Zu diesen Zeiten ist der Saftstrom in den Pflanzen hoch, was den Transport der systemischen Wirkstoffe bis in die Wurzeln begünstigt. Die Temperaturen sollten stabil zwischen 15 °C und 25 °C liegen.

Wie lange sollte nach der Behandlung mit dem Mähen des Rasens gewartet werden?

Um eine maximale Wirkstoffaufnahme über die Blätter zu gewährleisten, sollte der Rasen mindestens 3 bis 4 Tage vor der Anwendung nicht gemäht werden. Nach der Behandlung sollte mit dem nächsten Schnitt ebenfalls mindestens 7 bis 10 Tage gewartet werden, damit die Wirkstoffe ausreichend Zeit haben, sich systemisch in der gesamten Pflanze zu verteilen.

Was muss bezüglich der Beregnung oder von Niederschlägen nach der Applikation beachtet werden?

Nach der Ausbringung benötigt das Pflanzenschutzmittel eine regenfreie Zeit von mindestens 2 bis 4 Stunden, um vollständig in das Blattgewebe einzudringen. Eine Beregnung oder starker Niederschlag kurz nach der Spritzung kann die Wirkstoffe abwaschen und die Wirksamkeit erheblich reduzieren.

Kann TerraUno Rasenunkrautvernichter auf frisch eingesätem Rasen angewendet werden?

Nein, junge Rasengräser im Keim- oder frühen Auflaufstadium reagieren empfindlich auf Wuchsstoffherbizide. Eine Anwendung sollte erst auf etablierten Rasenflächen erfolgen, frühestens jedoch im Spätsommer des Ansaatjahres oder nachdem der junge Rasen mindestens viermal gemäht wurde und eine dichte Narbe gebildet hat.

Wie verhält es sich mit der Nutzung des Rasens durch Haustiere nach der Behandlung?

Haustiere sollten während der Applikation und bis zum vollständigen Antrocknen des Spritzbelags von den behandelten Flächen ferngehalten werden. Sobald der Belag auf den Blättern komplett getrocknet ist (in der Regel nach einigen Stunden oder nach dem ersten leichten Einregnen am Folgetag), kann der Rasen wieder bedenkenlos betreten werden.