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Sonstige · terrasan

toom Rasendünger plus Unkrautvernichter

BVL Zul.-Nr. 027821-64

„toom Rasendünger plus Unkrautvernichter“ ist eine bewährte Kombinationslösung für die anspruchsvolle Rasenpflege im Haus- und Kleingartenbereich. Das Produkt vereint eine gezielte Nährstoffversorgung zur Stärkung der Gräser mit einer effektiven Bekämpfung von unerwünschten zweikeimblättrigen Unkräutern in einer einzigen Anwendung. Durch die granulierte Formulierung lässt sich das Pflanzenschutzmittel gleichmäßig ausbringen, sodass die Wirkstoffe direkt über das Blatt und die Wurzeln der Unkräuter aufgenommen werden können.

Diese Kombination sorgt dafür, dass Lücken im Rasen, die durch das Absterben der Unkräuter entstehen, durch das geförderte Wachstum der Rasengräser schnell wieder geschlossen werden. Das Wirkungsspektrum umfasst typische Rasenunkräuter wie Löwenzahn, Klee-Arten, Wegerich und viele weitere zweikeimblättrige Schaderreger, während die einkeimblättrigen Gräser geschont werden.

Wirkstoffe

2,4-D
3.97 g/kg · Wirkstoff
Dicamba
1.93 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die Wirkung dieses Pflanzenschutzmittels basiert auf den beiden enthaltenen Wirkstoffen 2,4-D und Dicamba. Beide Substanzen gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine) und wirken als Wuchsstoffe. Sie imitieren das pflanzeneigene Phytohormon Indol-3-essigsäure (Auxin), was bei empfindlichen zweikeimblättrigen Unkräutern zu einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum führt. Nach der Aufnahme über Blätter und Wurzeln kommt es zu einer Störung des Hormonhaushalts, einer extremen Zellstreckung und schließlich zum Verstopfen der Leitungsbahnen. Die betroffenen Schaderreger krümmen sich typischerweise (Epinastie) und sterben innerhalb weniger Wochen vollständig ab. Da einkeimblättrige Pflanzen wie Rasengräser diese Wirkstoffe metabolisch abbauen oder schlechter aufnehmen können, bleibt die Kultur bei sachgemäßer Anwendung unbeschädigt.

Resistenzmanagement

Da beide Wirkstoffe der HRAC-Gruppe 4 angehören, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei typischen Rasenunkräutern im Hausgartenbereich als gering einzustufen. Um die langfristige Wirksamkeit zu sichern, solltest du dennoch auf eine integrierte Unkrautbekämpfung setzen. Dazu gehört eine regelmäßige mechanische Pflege (Mähen, Vertikutieren) sowie der gelegentliche Wechsel zu mechanischen Maßnahmen oder Herbiziden mit anderen Wirkungsmechanismen, falls hartnäckige Unkrautpopulationen überleben.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei diesem Produkt um ein festes Granulat handelt, ist eine klassische Tankmischung in der Spritze nicht vorgesehen. Du solltest das Granulat nicht mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Flüssigdüngern mischen. Für eine optimale Wirkung sollte die Anwendung auf taunassen Rasen an einem regenfreien Tag erfolgen, damit das Granulat gut an den Blättern der Unkräuter haften bleibt. Eine anschließende Bewässerung sollte erst nach etwa ein bis zwei Tagen erfolgen, um die Wirkstoffe nicht vorzeitig abzuwaschen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Ausbringen des Granulats solltest du geeignete Arbeitskleidung und feste Schuhe tragen, um direkten Hautkontakt zu vermeiden. Nach der Anwendung solltest du dir gründlich die Hände waschen. Um nützliche Insekten und insbesondere Bienen zu schützen, empfiehlt es sich, das Produkt nicht auf blühende Unkräuter auszubringen oder die Anwendung in die Abendstunden zu verlegen, wenn kein Bienenflug mehr stattfindet. Achte zudem darauf, dass kein Granulat auf versiegelte Flächen, in Oberflächengewässer oder in die Kanalisation gelangt, um aquatische Organismen zu schonen. Haustiere sollten den behandelten Rasen erst nach dem nächsten Regenguss und dem anschließenden Abtrocknen wieder betreten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter30 GRAM_PER_SQUARE_METER
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter300 KILOGRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr, um diesen Rasendünger mit Unkrautvernichter auszubringen?

Der optimale Anwendungszeitraum liegt im Frühjahr oder Spätsommer (Mai bis August), wenn die Unkräuter aktiv wachsen und die Temperaturen dauerhaft über 10 °C liegen. Bei extremer Hitze oder Trockenheit solltest du die Behandlung verschieben, da die Unkräuter dann kaum Wirkstoff aufnehmen und der Rasen Schaden nehmen könnte.

Wie bereite ich meinen Rasen am besten auf die Anwendung vor?

Mähe den Rasen etwa drei bis vier Tage vor der geplanten Anwendung. Dadurch haben die Unkräuter genügend Zeit, neue Blattmasse zu bilden, über die sie die Wirkstoffe aufnehmen können. Bringe das Granulat am besten morgens auf taunassem Rasen aus, damit es optimal an den Unkrautblättern haften bleibt.

Wann darf ich den Rasen nach der Anwendung wieder mähen?

Du solltest nach der Ausbringung mindestens sieben Tage mit dem nächsten Rasenschnitt warten. So stellst du sicher, dass die Wirkstoffe vollständig von den Unkräutern aufgenommen und in die Wurzeln transportiert werden können, bevor die Blätter abgemäht werden.

Was muss ich beachten, wenn ich nach der Behandlung neuen Rasen nachsäen möchte?

Da die Wirkstoffe Dicamba und 2,4-D auch die Keimung von Rasensamen beeinträchtigen können, solltest du nach der Anwendung mindestens 6 bis 8 Wochen warten, bevor du eine Nachsaat durchführst. Lockere den Boden vor der Einsaat leicht auf.

Wie verhalte ich mich mit Haustieren auf der behandelten Rasenfläche?

Während der Anwendung und bis zum nächsten kräftigen Regen, der das Granulat vollständig in den Boden eingewaschen hat, sollten Haustiere wie Hunde und Katzen von der Rasenfläche ferngehalten werden. Sobald der Rasen nach dem Einwaschen wieder komplett abgetrocknet ist, können die Tiere die Fläche wieder sicher betreten.

Warum sterben manche Unkräuter nach der Anwendung nicht sofort ab?

Die enthaltenen Wuchsstoffe wirken systemisch und führen zu einem unkontrollierten Wachstum, was sich zunächst durch Verkrümmungen der Blätter und Stängel zeigt. Dieser Prozess entzieht dem Unkraut langsam die Energie, sodass der vollständige Absterbeprozess je nach Witterung und Unkrautart zwei bis vier Wochen dauern kann.