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OTHER · Evergreen Garden Care

Weed-B-Gone RTU

BVL Zul.-Nr. 006239-00

Weed-B-Gone RTU von Evergreen Garden Care ist ein anwendungsfertiges Herbizid (Ready-to-Use), das speziell für die gezielte und unkomplizierte Bekämpfung von zweikeimblättrigen Unkräutern auf Rasenflächen (Kulturcode: NNNZW) entwickelt wurde. Dank der praktischen, vordefinierten Formulierung entfällt das aufwendige Abmessen und Anmischen einer Spritzbrühe, was die Handhabung im Haus- und Kleingartenbereich besonders sicher und komfortabel macht. Das Pflanzenschutzmittel eignet sich hervorragend für die punktuelle Behandlung einzelner Unkrautnester.

Die Formulierung kombiniert drei bewährte systemische Wirkstoffe: Clopyralid, Fluroxypyr und MCPA. Diese Wirkstoffkombination deckt ein breites Spektrum schwer bekämpfbarer, breitblättriger Unkräuter ab, während etablierte Rasengräser geschont werden. Die Aufnahme erfolgt primär über die grünen Pflanzenteile, von wo aus sich die Wirkstoffe systemisch in der gesamten Kultur bis in die Wurzeln verteilen, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.

Wirkstoffe

Clopyralid
0.211 g/L · Wirkstoff
Fluroxypyr
0.46 g/L · Wirkstoff
MCPA
1.905 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die biochemische Wirkung von Weed-B-Gone RTU basiert auf der Kombination von drei synthetischen Auxinen (Wuchsstoffen), die der HRAC-Gruppe 4 zugeordnet sind. Clopyralid, Fluroxypyr und MCPA imitieren das natürliche Pflanzenhormon Indol-3-essigsäure (Auxin). Nach der Aufnahme über das Blattgewebe führt dies zu einer Störung des Hormonhaushalts und einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum der empfindlichen zweikeimblättrigen Unkräuter. Dieser hormonelle Stress äußert sich rasch in typischen Deformationen wie dem Krümmen und Verdrehen von Stängeln und Blättern (Epinastie), gefolgt von einer Wachstumshemmung. Schließlich stirbt der Schaderreger durch die Erschöpfung seiner Stoffwechselreserven und das Absterben des Leitungssystems vollständig ab, wobei auch die unterirdischen Überdauerungsorgane nachhaltig geschädigt werden.

Resistenzmanagement

Da alle drei enthaltenen Wirkstoffe zur HRAC-Gruppe 4 gehören, ist ein integriertes Resistenzmanagement wichtig, um der Selektion resistenter Biotypen vorzubeugen. Obwohl das Resistenzrisiko bei zweikeimblättrigen Unkräutern im Rasenbereich als moderat eingestuft wird, sollte die Anwendung dieses Pflanzenschutzmittels stets in ein Gesamtkonzept eingebettet werden. Dies umfasst mechanische Maßnahmen wie regelmäßiges Mähen, Vertikutieren und eine bedarfsgerechte Düngung, um eine dichte, konkurrenzstarke Grasnarbe zu fördern und den Unkrautdruck von vornherein zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Als anwendungsfertiges Produkt (RTU) ist Weed-B-Gone RTU für die direkte Spot-Behandlung konzipiert. Eine Mischung mit anderen Pflanzenschutzmitteln, Flüssigdüngern oder Zusatzstoffen in der Originalverpackung ist weder zulässig noch ratsam, da dies die physikalische Stabilität der Formulierung beeinträchtigen und das Risiko von Phytotoxizität auf den Gräsern erhöhen kann. Die Anwendung sollte auf trockene Bestände erfolgen, wobei in den Stunden nach der Behandlung kein Niederschlag fallen sollte, um ein Abwaschen des Wirkstofffilms zu verhindern.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Ausbringung von Weed-B-Gone RTU sind die allgemeinen Arbeitsschutz- und Anwenderschutzbestimmungen für den Haus- und Kleingartenbereich strikt zu beachten. Direkter Haut- und Augenkontakt mit der Spritzlösung ist zu vermeiden; das Tragen von geeigneten Schutzhandschuhen wird empfohlen. Da das Produkt Wirkstoffe enthält, die für aquatische Organismen toxisch sein können, darf kein Eintrag in Gewässer oder die Kanalisation erfolgen. Das Mittel ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich eingestuft, sollte jedoch zum Schutz von Bestäubern nicht auf blühende Unkräuter gespritzt werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter0.050000002374872565 LITER_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Behandlung mit Weed-B-Gone RTU?

Die Anwendung ist am effektivsten, wenn sich die Unkräuter im aktiven Wachstum befinden und ausreichend Blattmasse zur Wirkstoffaufnahme ausgebildet haben. Dies ist meist im Frühjahr (Mai bis Juni) sowie im Spätsommer (August bis September) bei milden Temperaturen zwischen 15 °C und 25 °C der Fall. Vermeiden Sie Behandlungen bei extremer Hitze, Trockenheit oder Frostgefahr.

Wie lange sollte nach der Anwendung mit dem Rasenmähen gewartet werden?

Um eine optimale systemische Verteilung der Wirkstoffe in der Pflanze zu gewährleisten, sollte der Rasen mindestens 3 bis 4 Tage vor der Behandlung nicht gemäht werden. Nach der Ausbringung sollte mit dem nächsten Schnitt ebenfalls mindestens 4 bis 7 Tage gewartet werden, damit die Unkräuter die Wirkstoffe vollständig in die Wurzeln transportieren können.

Ist das Produkt auch gegen einkeimblättrige Unkräuter wie Hirse oder Quecke wirksam?

Nein, Weed-B-Gone RTU ist ein selektives Herbizid, das gezielt gegen zweikeimblättrige (breitblättrige) Unkräuter wirkt. Einkeimblättrige Pflanzen wie Rasengräser, aber auch unerwünschte Ungräser wie Hirse, Quecke oder jährliche Rispe, werden durch die Wirkstoffkombination nicht geschädigt.

Ab wann dürfen Haustiere und Kinder die behandelte Rasenfläche wieder betreten?

Sobald der Spritzbelag auf den Blättern der behandelten Unkräuter vollständig angetrocknet ist, kann die Rasenfläche wieder betreten werden. Um jeglichen direkten Kontakt mit dem noch feuchten Pflanzenschutzmittel zu vermeiden, sollten Haustiere und Kinder während der Ausbringung und der anschließenden Trocknungsphase ferngehalten werden.

Was muss bei der Anwendung auf frisch eingesätem Rasen beachtet werden?

Auf frisch angelegten Rasenflächen sollte Weed-B-Gone RTU nicht unmittelbar angewendet werden, da junge Keimlinge der Gräser empfindlich reagieren können. Es wird empfohlen, mit der Behandlung zu warten, bis sich die Kultur gut etabliert hat und mindestens drei bis vier Schnitte durchgeführt wurden (in der Regel etwa 2 bis 3 Monate nach der Aussaat).

Wie verhält sich das Mittel bei Regen kurz nach der Anwendung?

Für eine optimale Wirkung benötigt das Herbizid eine Einwirkzeit von mindestens 2 bis 4 Stunden. Setzt innerhalb dieses Zeitraums Regen ein, können die Wirkstoffe von den Blättern abgewaschen werden, was die biologische Wirksamkeit erheblich reduziert. Eine Wiederholung der Behandlung sollte in diesem Fall eng mit den Zulassungsvorgaben abgestimmt werden.