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OTHER · Chemische Fabrik Wülfel

Wühlmaus-Köder

BVL Zul.-Nr. 033366-62

"Wühlmaus-Köder" von der Chemischen Fabrik Wülfel ist ein bewährtes, gebrauchsfertiges Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von Wühlmäusen (Schermäusen) und anderen schädlichen Nagern im Agrar- und Gartenbausektor. Als hochattraktiver Köder formuliert, nutzt dieses Präparat die natürliche Fraßpräferenz der Schadnager, um eine schnelle und zuverlässige Wirkung direkt in den Gängen zu erzielen.

Die Formulierung basiert auf dem bewährten Wirkstoff Zinkphosphid, der sich durch eine hohe Attraktivität und hervorragende Stabilität unter Bodenbedingungen auszeichnet. Das Produkt ist speziell für die verdeckte Ausbringung konzipiert, um Nichtzielorganismen zu schützen und gleichzeitig eine maximale Wirkung im Gangsystem der Schaderreger zu entfalten. Es stellt ein unverzichtbares Werkzeug im integrierten Pflanzenschutz dar, um Ertragsverluste und Wurzelschäden in verschiedenen Kulturen effektiv zu verhindern.

Wirkstoffe

Zinkphosphid
24 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Zinkphosphid entfaltet seine Wirkung nach der Aufnahme durch den Schadnager im Magen-Darm-Trakt. Durch den Kontakt mit der Magensäure wird hochgiftiger Phosphorwasserstoff (Phosphin) freigesetzt. Dieses Gas blockiert die Zellatmung und führt zu einer schnellen, schmerzlosen Lähmung des zentralen Nervensystems sowie zum Kreislaufkollaps des Schädlings. Da die Freisetzung des Wirkstoffs erst im Körper des Nagetiers erfolgt, wird eine Köderscheu zuverlässig vermieden. Der biochemische Mechanismus unterscheidet sich grundlegend von Antikoagulanzien der zweiten Generation, was Zinkphosphid zu einer wertvollen Alternative im Resistenzmanagement und zur Vermeidung von Sekundärvergiftungen bei Beutegreifern macht.

Resistenzmanagement

Da es sich bei Zinkphosphid um einen akut wirkenden rodentiziden Wirkstoff mit einem rein physikalisch-chemischen Wirkungsmechanismus (Gasfreisetzung im Magen) handelt, ist eine Resistenzbildung im klassischen Sinne äußerst unwahrscheinlich. Um die Attraktivität des Köders langfristig zu sichern, sollte die Anwendung stets im Wechsel mit mechanischen Bekämpfungsmaßnahmen (wie Fallen) und der Förderung von natürlichen Fressfeinden (z. B. durch Sitzstangen für Greifvögel) erfolgen. Eine wiederholte, unsachgemäße Anwendung ohne vorherige Gangkontrolle ist zu vermeiden, um einer potenziellen Ködervermeidung vorzubeugen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Als gebrauchsfertiger Festköder wird dieses Pflanzenschutzmittel ausschließlich trocken und direkt in die Gänge der Schaderreger ausgebracht. Eine Mischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln, Blattdüngern oder Adjuvantien in einer Spritzbrühe ist systembedingt ausgeschlossen und darf keinesfalls durchgeführt werden. Die Anwendung sollte idealerweise bei trockener Witterung erfolgen, da Feuchtigkeit im Gang zwar die Gasentwicklung nach der Aufnahme nicht behindert, die Attraktivität des Köders bei direkter Durchnässung vor der Aufnahme jedoch gemindert werden kann.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Wühlmaus-Köder ist das Tragen von vorgeschriebener persönlicher Schutzausrüstung (insbesondere Schutzhandschuhe) zwingend erforderlich, um Hautkontakt und das Einatmen von Staub zu vermeiden. Da Zinkphosphid für Vögel, Wild und Haustiere hochgiftig ist, ist die verdeckte Ausbringung tief in den Gängen der Wühlmäuse gesetzlich vorgeschrieben; Köder dürfen niemals offen an der Oberfläche liegen bleiben. Zum Schutz von Nichtzielorganismen und zur Vermeidung von Abschwemmungen in Oberflächengewässer sind die spezifischen BVL-Auflagen und Abstandsregelungen strikt einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Allgemein0 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie stelle ich fest, ob die Wühlmausgänge noch aktiv bewohnt sind, bevor ich den Köder ausbringe?

Nutzen Sie die sogenannte "Verwühlprobe": Öffnen Sie das Gangsystem an einigen Stellen auf einer Länge von etwa 30 cm. Wenn die Gänge innerhalb von 2 bis 6 Stunden wieder zugewühlt werden, ist das System aktiv bewohnt und eine gezielte Behandlung mit dem Pflanzenschutzmittel ist an diesen Stellen sinnvoll.

Warum darf der Wühlmaus-Köder nicht oberflächlich ausgebracht werden?

Die oberflächliche Ausbringung ist strengstens untersagt, um Vögel, Haustiere und anderes Wild vor einer Primärvergiftung zu schützen. Der Köder muss tief und verdeckt in die Gänge eingebracht werden, sodass er für Nichtzielorganismen absolut unzugänglich bleibt.

Welcher Zeitpunkt im Jahr eignet sich am besten für die Bekämpfung von Wühlmäusen?

Die besten Bekämpfungszeiträume liegen im Spätherbst (Oktober/November) und im zeitigen Frühjahr (Februar/März). In diesen Phasen ist das natürliche Nahrungsangebot im Boden sehr gering, wodurch die Attraktivität des Köders für die Schaderreger maximiert wird.

Wie beeinflusst Bodenfeuchtigkeit die Wirksamkeit des Köders im Gangsystem?

Extreme Nässe oder stehendes Wasser im Gang können den Köder aufweichen und seine Attraktivität mindern. Bei normaler Bodenfeuchtigkeit bleibt der Köder jedoch stabil genug, um von den Nagern aufgenommen zu werden, bevor die Zersetzung des Wirkstoffs einsetzt.

Kann es bei der Anwendung von Zinkphosphid-Ködern zu Sekundärvergiftungen von Greifvögeln oder Katzen kommen?

Das Risiko von Sekundärvergiftungen ist bei Zinkphosphid im Vergleich zu Antikoagulanzien (Blutgerinnungshemmern) extrem gering. Da der Wirkstoff im Magen des Nagetiers schnell abgebaut wird, nehmen Beutegreifer, die eine verendete Maus fressen, in der Regel keine gefährlichen Mengen des Wirkstoffs mehr auf.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Schadnager für meine spezifische Kultur?

Nutzen Sie die Filterfunktion in unserer Produktdatenbank auf agronomy.farmable.tech. Wählen Sie Ihre spezifische Kultur und filtern Sie in der Kategorie "Schaderreger" nach "Wühlmäuse" oder "Feldmäuse", um alle aktuell in Deutschland zugelassenen Präparate und deren Anwendungsbestimmungen anzuzeigen.