Wühlmausköder Arrex
Wühlmausköder Arrex von Detia Freyberg GmbH ist ein bewährtes, gebrauchsfertiges Köderpräparat zur gezielten Bekämpfung von Wühlmäusen (Schermäusen) und anderen schädlichen Nagetieren im Freiland. Als Spezialprodukt im Segment der Nagetierbekämpfung zeichnet es sich durch eine hohe Attraktivität für die Schaderreger aus. Die Formulierung als fressattraktiver Köder sorgt für eine schnelle und sichere Aufnahme durch die Zielorganismen.
Der Wirkstoff Zinkphosphid ist auf einem hochwertigen Trägermaterial aufgebracht, das den natürlichen Nahrungsvorlieben der Wühlmäuse entspricht. Da die Anwendung verdeckt direkt in den Gängen der Schaderreger erfolgt, wird das Risiko für Vögel und andere oberirdisch lebende Wildtiere minimiert. Dies macht das Pflanzenschutzmittel zu einem unverzichtbaren Werkzeug im professionellen Kultur- und Ertragschutz, insbesondere bei starkem Befallsdruck.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der im Köder enthaltene Wirkstoff Zinkphosphid entfaltet seine Wirkung nach der Aufnahme im Magen des Nagetiers. Durch den Kontakt mit der dort vorhandenen Magensäure wird der hochgiftige Phosphorwasserstoff (Monophosphan) freigesetzt. Dieses Gas dringt rasch in den Blutkreislauf ein und blockiert die Zellatmung, indem es wichtige Enzyme der Atmungskette (insbesondere die Cytochrom-c-Oxidase) hemmt. Dieser biochemische Prozess führt innerhalb kurzer Zeit zu einem Kreislaufkollaps und dem Tod des Schaderregers, meist tief im Gangsystem, sodass keine Kadaver an der Oberfläche zurückbleiben. Da die Freisetzung des Gases zwingend ein saures Milieu erfordert, bleibt der Köder im trockenen Boden stabil, reagiert jedoch schnell und zuverlässig nach dem Verzehr.
Resistenzmanagement
Bei der Bekämpfung von Nagetieren mit akut wirkenden Rodentiziden wie Zinkphosphid steht nicht die physiologische Resistenz im Vordergrund, sondern die Vermeidung von Köderscheu. Wenn Schaderreger eine subletale Dosis aufnehmen und die Symptome mit dem Köder assoziieren, meiden sie diesen künftig. Um dies zu verhindern, solltest du stets für eine ausreichend hohe Köderdichte sorgen und die Köder verdeckt und tief in den aktiven Gängen platzieren. Ein Wechsel mit mechanischen Bekämpfungsmethoden (z. B. Fallen) unterstützt ein nachhaltiges Populationsmanagement.
Mischbarkeit & Tankmischung
Da es sich bei Wühlmausköder Arrex um ein festes, gebrauchsfertiges Köderpräparat handelt, ist eine Tankmischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Düngemitteln technisch weder möglich noch zulässig. Der Köder muss absolut trocken ausgebracht werden, da Feuchtigkeit vor der Aufnahme den Wirkstoff vorzeitig zersetzen und die Attraktivität des Köders stark mindern würde. Achte darauf, das Produkt ausschließlich solo und direkt in die Gänge einzubringen.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Zinkphosphid-Ködern ist der Schutz des Anwenders und der Umwelt von zentraler Bedeutung. Trage bei der Ausbringung stets geeignete Schutzhandschuhe und vermeide direkten Hautkontakt sowie das Einatmen von Staub. Da keine spezifische Bienengefährdungsstufe angegeben ist, gilt die allgemeine Vorsichtsmaßnahme: Durch die verdeckte Anwendung tief in den Erdgängen ist ein direkter Kontakt von Bienen oder anderen Bestäubern mit dem Pflanzenschutzmittel praktisch ausgeschlossen. Um Haustiere, Vögel und anderes Wild zu schützen, müssen die Gangöffnungen nach der Köderlegung wieder sorgfältig verschlossen werden, sodass kein Köder an der Oberfläche zurückbleibt.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| — | Allgemein | — | 0 GRAM_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wie stelle ich fest, ob die Wühlmausgänge noch aktiv bewohnt sind?
Du kannst die sogenannte 'Verwühlprobe' durchführen. Öffne dazu an einigen Stellen das Gangsystem auf einer Länge von etwa 30 cm. Wenn die Wühlmäuse aktiv sind, werden sie die geöffneten Stellen meist innerhalb weniger Stunden, spätestens aber nach einem Tag, wieder mit Erde verschließen. Bleibt der Gang offen, ist er wahrscheinlich verlassen.
Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr für die Anwendung von Wühlmausköder Arrex?
Die Behandlung ist im Spätherbst und im zeitigen Frühjahr am erfolgreichsten. In diesen Perioden ist das natürliche Nahrungsangebot im Boden knapp, weshalb die Schaderreger den fressattraktiven Köder besonders schnell und gierig annehmen.
Warum muss ich die Gänge nach dem Auslegen des Köders wieder verschließen?
Das Verschließen der Gänge verhindert, dass Licht und Zugluft in das Gangsystem dringen, was die Wühlmäuse dazu veranlassen würde, den Gang mit Erde zuzuschieben und dabei den Köder zu verschütten. Zudem schützt die verdeckte Ausbringung Vögel, Haustiere und andere Nichtzielorganismen vor einer versehentlichen Aufnahme.
Welchen Einfluss hat feuchtes Wetter auf die Wirkung des Köders?
Starker Regen oder sehr nasser Boden können dazu führen, dass der Köder im Boden vorzeitig Feuchtigkeit zieht. Dadurch kann sich der Wirkstoff Zinkphosphid langsam zersetzen und an Attraktivität verlieren. Du solltest die Anwendung daher bevorzugt bei trockener Witterung durchführen, um eine optimale Lockwirkung zu gewährleisten.
Wie finde ich im Agronomy-Hub weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Nagetiere?
Du kannst im Hub gezielt nach der Schaderreger-Gruppe 'Nager' oder direkt nach 'Wühlmaus' filtern. Dort werden dir alle für deine Kulturen registrierten Pflanzenschutzmittel sowie deren spezifische Anwendungsbestimmungen übersichtlich angezeigt.