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OTHER · Chemische Fabrik Wülfel

Wühlmausköder Arrex

BVL Zul.-Nr. 033366-60

Wühlmausköder Arrex von der Chemischen Fabrik Wülfel ist ein bewährtes, gebrauchsfertiges Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von Wühlmäusen (Scher- und Feldmäusen) im Agrar- und Forstbereich sowie im Erwerbsobstbau. Als hochattraktiver Köder formuliert, wird das Produkt direkt in die Gänge der Schaderreger eingebracht, um eine schnelle und effektive Dezimierung der Populationen zu erreichen und somit gravierende Wurzelschäden an den Kulturen zu verhindern.

Die Formulierung basiert auf dem bewährten Wirkstoff Zinkphosphid, der sich durch eine hohe Attraktivität für die Nagetiere auszeichnet. Da Wühlmäuse durch ihren permanenten Nagetrieb erhebliche ökonomische Schäden an den Wurzeln von Obstgehölzen, Forstpflanzen und Grünland verursachen können, stellt dieser Köder ein unverzichtbares Werkzeug im integrierten Pflanzenschutz dar. Die Anwendung erfolgt verdeckt, was das Risiko für Nichtzielorganismen minimiert.

Wirkstoffe

Zinkphosphid
24 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Zinkphosphid entfaltet seine Wirkung nach der Aufnahme durch den Schaderreger im Magen-Darm-Trakt. Durch den Kontakt mit der dort vorhandenen Magensäure wird hochgiftiger Phosphorwasserstoff (Monophosphan) freigesetzt. Dieses Gas blockiert die Zellatmung und führt innerhalb kurzer Zeit zu einem schmerzlosen Kreislaufkollaps und dem raschen Tod des Nagetiers. Da die Freisetzung des Wirkstoffs erst im sauren Milieu des Magens erfolgt, bleibt der Köder bei sachgerechter, trockener Ausbringung im Boden stabil. Dieser biochemische Mechanismus sorgt für eine zuverlässige Wirkung, selbst bei Tieren, die bereits eine gewisse Scheu gegenüber anderen Bekämpfungsmethoden entwickelt haben.

Resistenzmanagement

Aufgrund des rein physikalisch-chemischen Wirkungsmechanismus von Zinkphosphid (Freisetzung von Phosphorwasserstoff im Magen) ist eine Resistenzbildung bei Wühlmäusen äußerst unwahrscheinlich und in der Praxis nicht bekannt. Ein aktives Resistenzmanagement im klassischen Sinne ist daher nicht erforderlich. Dennoch empfiehlt es sich, die Köderbelegung strategisch mit mechanischen Maßnahmen (wie dem Aufstellen von Fallen) und der Förderung natürlicher Feinde (z. B. durch Sitzstangen für Greifvögel) zu kombinieren, um den Selektionsdruck und die Populationsdichte langfristig niedrig zu halten.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei Wühlmausköder Arrex um einen festen, gebrauchsfertigen Köder handelt, der manuell oder mit speziellen Legemaschinen direkt in die Erdgänge eingebracht wird, ist eine Tankmischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern technisch ausgeschlossen und nicht zulässig. Der Köder darf keinesfalls mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten in Kontakt kommen, da Feuchtigkeit vorzeitig den Wirkstoff zersetzen und die Attraktivität sowie Wirksamkeit des Köders drastisch herabsetzen würde.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Zinkphosphid-Ködern ist der Schutz von Anwender und Umwelt von höchster Priorität. Das Tragen von geeigneten Schutzhandschuhen bei der Ausbringung ist zwingend erforderlich, um sowohl den Eigenschutz zu gewährleisten als auch die Übertragung von menschlichem Geruch auf den Köder zu verhindern. Um Vögel, Haustiere und andere Nichtzielorganismen zu schützen, muss die Anwendung streng verdeckt tief in den Gängen erfolgen; offen liegende Köder müssen umgehend entfernt werden. Das Produkt ist als giftig für Wasserorganismen eingestuft, weshalb ein direkter Eintrag in Gewässer oder das Abschwemmen in die Kanalisation strikt zu vermeiden ist.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Allgemein0 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie stelle ich fest, ob die Wühlmausgänge noch aktiv bewohnt sind, bevor ich den Köder ausbringe?

Nutzen Sie die sogenannte 'Verwühlprobe'. Öffnen Sie dazu an mehreren Stellen das Gangsystem auf einer Länge von etwa 30 cm. Sind die Gänge nach wenigen Stunden (meist innerhalb von 2 bis 6 Stunden) wieder zugewühlt, ist das Gangsystem aktiv bewohnt und eine Behandlung mit Wühlmausköder Arrex ist an diesen Stellen sinnvoll.

Warum ist es wichtig, den Köder ausschließlich verdeckt auszubringen?

Die verdeckte Ausbringung tief im Gangsystem schützt Nichtzielorganismen wie Vögel, Haus- und Wildtiere vor einer versehentlichen Aufnahme des giftigen Zinkphosphids. Zudem meiden Wühlmäuse Köder, die Licht oder Zugluft ausgesetzt sind, weshalb das sorgfältige Verschließen der Applikationsöffnung die Attraktivität des Köders sichert.

Welchen Einfluss hat Feuchtigkeit auf die Wirkung von Wühlmausköder Arrex?

Starke Bodenfeuchtigkeit oder Regen können den Köder vorzeitig zersetzen, wodurch das giftige Phosphingas ungenutzt in den Boden entweicht und der Köder seine Wirkung verliert. Bringen Sie den Köder daher bevorzugt bei trockener Witterung und in gut verschlossene, trockene Gänge aus.

Warum sollte ich bei der Ausbringung des Köders unbedingt Handschuhe tragen?

Neben dem wichtigen gesundheitlichen Selbstschutz verhindert das Tragen von unparfümierten Handschuhen, dass menschlicher Geruch auf den Köder übertragen wird. Wühlmäuse besitzen einen extrem feinen Geruchssinn und würden Köder, die nach Mensch riechen, meiden (Köderscheu).

Kann Wühlmausköder Arrex auch vorbeugend eingesetzt werden?

Nein, eine vorbeugende Anwendung ist weder zulässig noch sinnvoll. Der Köder darf nur bei akutem Befall und nach positiver Verwühlprobe direkt in den aktiven Gangsystemen der Schaderreger ausgebracht werden, um unnötige Umwelteinträge zu vermeiden.