Wühlmausköder WUELFEL
Wühlmausköder WUELFEL ist ein bewährtes, gebrauchsfertiges Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von Wühlmäusen (Schermäusen) und anderen schädlichen Nagetieren im Agrar- und Gartenbaubereich. Als hochwirksamer Fertigköder formuliert, bietet dieses Präparat eine zuverlässige Lösung, um verheerende Wurzelschäden an Kulturen im Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbau sowie auf Grünland- und Ackerflächen effektiv zu verhindern.
Die Formulierung basiert auf einer attraktiven Köderbasis, die von den Schaderregern hervorragend angenommen wird. Durch die gezielte Ausbringung direkt in die Gänge der Nagetiere wird eine schnelle und effektive Dezimierung der Population erreicht, bevor wirtschaftliche Schäden durch Wurzelfraß oder Hügelbildung entstehen.
Dank der jahrzehntelangen Erfahrung des Herstellers Chemische Fabrik Wülfel im Bereich der Nagetierbekämpfung steht dieses Produkt für hohe Anwendungssicherheit und konstante Wirkung unter wechselnden Witterungsbedingungen, sofern die Anwendungsvorgaben strikt eingehalten werden.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der Wirkstoff Zinkphosphid entfaltet seine Wirkung nach der Aufnahme durch den Schaderreger im Magen. Durch den Kontakt mit der dort vorhandenen Magensäure kommt es zu einer chemischen Reaktion, bei der hochtoxisches Phosphorgas (Phosphin) freigesetzt wird. Dieses Gas dringt rasch in die Blutbahn ein und blockiert die Zellatmung, indem es wichtige Enzymsysteme in den Mitochondrien dauerhaft schädigt. Dieser akute biochemische Prozess führt innerhalb kurzer Zeit zu einem schnellen Kreislaufkollaps und dem Tod des Nagetiers. Da die Zersetzung des Wirkstoffs im Magen stattfindet, verbleiben keine gefährlichen Rückstände des freien Gases im Kadaver, was das Risiko von Sekundärvergiftungen für Beutegreifer im Vergleich zu Antikoagulanzien der neueren Generationen deutlich minimiert.
Resistenzmanagement
Da es sich bei Zinkphosphid um ein akut wirkendes Gift mit einem rein physikalisch-chemischen Zerstörungsmechanismus auf zellulärer Ebene handelt, ist eine physiologische Resistenzbildung bei Nagetieren praktisch ausgeschlossen. Das primäre Risiko im Management liegt in der sogenannten Köderscheu. Wenn Nagetiere eine subletale Dosis aufnehmen und die Vergiftungssymptome mit dem Köder assoziieren, meiden sie diesen künftig. Daher ist eine verdeckte, fachgerechte Ausbringung in ausreichender Menge entscheidend, um sicherzustellen, dass die Schaderreger bei der ersten Aufnahme eine tödliche Dosis konsumieren.
Mischbarkeit & Tankmischung
Als gebrauchsfertiger Feststoffköder ist Wühlmausköder WUELFEL absolut ungeeignet für Tankmischungen mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern. Jeglicher Kontakt mit Feuchtigkeit oder Wasser im Vorfeld der Anwendung muss zwingend vermieden werden, da Wasser die vorzeitige Freisetzung des hochgiftigen Phosphingases auslöst und den Köder unbrauchbar macht. Die Anwendung erfolgt ausschließlich trocken und mechanisch oder manuell direkt im Gangsystem der Schaderreger.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Wühlmausköder WUELFEL ist der Schutz von Anwendern und der Umwelt von höchster Priorität. Das Tragen von Schutzhandschuhen ist obligatorisch, um Hautkontakt und das versehentliche Verschleppen des Wirkstoffs zu verhindern. Zum Schutz von Nichtzielorganismen wie Vögeln, Haus- und Nutztieren sowie Wild darf der Köder niemals offen an der Oberfläche ausgebracht werden. Die Applikation muss tief in den Nagetiergängen erfolgen, und die Öffnungen sind anschließend fest zu verschließen, um einen oberflächigen Zugang absolut auszuschließen.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| — | Allgemein | — | 0 GRAM_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wie stelle ich fest, ob die Gänge der Wühlmäuse noch aktiv bewohnt sind, bevor ich den Köder ausbringe?
Nutzen Sie die sogenannte 'Verwühlprobe'. Öffnen Sie das Gangsystem an einigen Stellen auf einer Länge von etwa 30 cm. Wenn die Gänge von Wühlmäusen bewohnt sind, werden sie diese innerhalb weniger Stunden (meist innerhalb von 2 bis 6 Stunden) wieder verschließen. Maulwürfe hingegen unterwühlen die Öffnung meist nur. Bringen Sie den Köder nur in aktiv genutzte Gänge ein.
Warum darf der Wühlmausköder WUELFEL nicht bei feuchtem Boden oder Regen ausgebracht werden?
Zinkphosphid reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit. Bei starker Bodenfeuchtigkeit oder direktem Regeneinfluss zerfällt der Wirkstoff vorzeitig im Boden, wodurch die Lockwirkung nachlässt und giftiges Phosphingas unkontrolliert entweicht, bevor die Schaderreger den Köder aufnehmen können. Wählen Sie für die Ausbringung eine trockene Witterungsperiode.
Wie unterscheide ich die Hügel von Wühlmäusen von denen des geschützten Maulwurfs?
Wühlmaushügel sind meist flach, unregelmäßig geformt und liegen oft seitlich neben dem Gangausgang, wobei der Gang schräg in den Boden führt. Zudem sind oft Pflanzenwurzeln oder Pflanzenreste im Hügel zu finden. Maulwurfshügel sind dagegen hoch, kreisrund und der Gang führt senkrecht nach unten. Maulwürfe stehen unter Naturschutz und dürfen mit diesem Mittel nicht bekämpft werden.
Was versteht man unter 'Köderscheu' und wie lässt sie sich bei der Anwendung verhindern?
Köderscheu entsteht, wenn Nagetiere eine zu geringe Menge des Köders fressen, die Symptome überleben und den Köder fortan meiden. Um dies zu verhindern, muss von Anfang an eine ausreichend hohe Ködermenge direkt in die Gänge eingebracht werden, sodass die Tiere bei der ersten Aufnahme direkt eine letale Dosis erhalten. Vermeiden Sie zudem das Berühren des Köders mit bloßen Händen, da menschlicher Geruch abschreckend wirkt.
Gibt es eine Wartezeit (PHI) für Kulturen, in deren Nähe der Köder ausgebracht wurde?
Da der Köder verdeckt und tief im Boden direkt in den Gängen der Schaderreger appliziert wird, kommen die oberirdischen Pflanzenteile der Kulturen nicht mit dem Pflanzenschutzmittel in Kontakt. Eine klassische Wartezeit in Tagen ist daher in der Regel nicht festgesetzt, jedoch müssen die spezifischen Anwendungsbestimmungen der BVL-Zulassung bezüglich des Anwendungszeitpunkts beachtet werden.
Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Wühlmäuse?
Nutzen Sie die Such- und Filterfunktion auf unserer Plattform. Filtern Sie in der Produktdatenbank nach der Schadorganismengruppe 'Nager' oder suchen Sie gezielt nach dem Schaderreger 'Wühlmaus' (Schermaus), um alle in Deutschland (BVL) registrierten Präparate und deren spezifische Anwendungsbestimmungen übersichtlich zu vergleichen.