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OTHER · YOU Solutions Germany GmbH

Xiren HG

BVL Zul.-Nr. 00B149-00

Xiren HG ist ein modernes Molluskizid in Köderform, das von der YOU Solutions Germany GmbH unter der BVL-Registrierungsnummer 00B149-00 vertrieben wird. Formuliert als hochwertiges, streufähiges Granulat mit dem bewährten Wirkstoff Metaldehyd (27 g/kg), dient es dem gezielten Schutz landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Kulturen vor wirtschaftlich bedeutenden Schäden durch Schneckenfraß.

Die Formulierung zeichnet sich durch eine hervorragende Lockwirkung und eine hohe Stabilität unter feuchten Bedingungen aus. Da Schnecken vor allem bei feuchtem Wetter aktiv sind, ist diese Regen- und Schimmelbeständigkeit ein entscheidender Faktor für den lang anhaltenden Schutz auf dem Feld. Die Köder behalten auch nach Niederschlägen ihre Attraktivität und Struktur.

Durch den gezielten Einsatz von Xiren HG können junge, empfindliche Entwicklungsstadien der Kulturen – insbesondere während der Keimung und des Auflaufens – effektiv vor dem Kahlfraß geschützt werden. Dies sichert die Bestandesdichte und legt das Fundament für ertragreiche Ernten.

Wirkstoffe

Metaldehyd
27 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Metaldehyd wirkt spezifisch auf die Schleimzellen von Schnecken. Nach der Aufnahme des Köders oder durch intensiven Kontakt wird eine irreversible Zerstörung der Schleimzellen im Körper der Schaderreger induziert. Dies führt zu einer massiven, unkontrollierten Schleimabsonderung, wodurch die Schnecken rasch austrocknen und immobilisiert werden. Da die Wirkung stark temperatur- und feuchtigkeitsabhängig ist, ist die Attraktivität des Köders entscheidend. Metaldehyd gehört zu einer eigenständigen chemischen Klasse innerhalb der Molluskizide und bietet einen schnellen und zuverlässigen Schutz, da die Schaderreger nach der Aufnahme rasch die Nahrungsaufnahme einstellen und somit keine weiteren Schäden an den Kulturen verursachen können.

Resistenzmanagement

Obwohl für Metaldehyd aufgrund seines physikalisch-biochemischen Wirkungsmechanismus (Zerstörung der Schleimzellen) bisher keine klassischen Resistenzen bekannt sind, ist ein verantwortungsvolles Wirkstoffmanagement ratsam. Um die Selektion resistenter Biotypen präventiv zu verhindern, sollte der Einsatz von Xiren HG in eine integrierte Bekämpfungsstrategie eingebettet werden. Dies umfasst pflanzenbauliche Maßnahmen wie eine sorgfältige Bodenbearbeitung zur Reduzierung von Schneckeneiern sowie den Wechsel mit Molluskiziden anderer Wirkstoffklassen (wie beispielsweise Eisen(III)-phosphat), falls anwendbar.

Mischbarkeit & Tankmischung

Als streufähiger Köder (Granulat) wird Xiren HG in der Praxis als Solo-Anwendung breitflächig oder im Köderverfahren ausgebracht. Eine physikalische Tankmischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln in der Spritze ist systembedingt ausgeschlossen und nicht zulässig. Bei einer kombinierten Ausbringung mit Düngerstreuern (z. B. zusammen mit Zwischenfrüchten oder Düngergranulaten) ist vorab die mechanische Mischbarkeit und die gleichmäßige Querverteilung zu prüfen, um Entmischungen während des Streuvorgangs zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Xiren HG sind die gesetzlichen Vorgaben zum Anwenderschutz und die spezifischen PSA-Auflagen strikt zu beachten. Da der Wirkstoff Metaldehyd auch für Nichtzielorganismen wie Haustiere (insbesondere Hunde), Igel und Vögel attraktiv sein kann, muss eine oberflächige Verschleppung oder offene Lagerung unbedingt vermieden werden. Das Pflanzenschutzmittel ist so auszubringen, dass keine Köderhäufchen entstehen. Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen sind einzuhalten, um den Eintrag in aquatische Ökosysteme zu verhindern.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Allgemein0 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Ausbringung von Xiren HG?

Die Anwendung sollte unmittelbar bei den ersten Anzeichen von Schneckenbefall oder sichtbaren Fraßschäden erfolgen, idealerweise in den Abendstunden, wenn die Schaderreger aktiv werden. Feuchte Witterungsbedingungen begünstigen die Aktivität der Schnecken und somit die Köderaufnahme, weshalb die hohe Regenbeständigkeit des Produkts hier voll zum Tragen kommt.

Wie wird Xiren HG im Feld gleichmäßig verteilt?

Die Ausbringung erfolgt in der Regel mit einem herkömmlichen Schneckenkornstreuer (z. B. Schleuderstreuer) oder im Breitstreuverfahren. Wichtig ist eine exakte Kalibrierung des Streuers auf das spezifische Tausendkorngewicht des Granulats, um die registrierte Aufwandmenge präzise einzuhalten und eine lückenlose Köderdichte auf der Fläche zu gewährleisten.

Warum ist die Vermeidung von Köderhäufchen bei der Anwendung so wichtig?

Köderhäufchen stellen ein erhöhtes Risiko für Haustiere, Wildtiere und Vögel dar, die größere Mengen des Wirkstoffs Metaldehyd aufnehmen könnten. Eine gleichmäßige, breitflächige Verteilung stellt sicher, dass die Schaderreger den Köder optimal finden, während das Risiko für Nichtzielorganismen minimiert wird. Zudem ist die Lockwirkung bei flächiger Verteilung deutlich effizienter.

Kann Xiren HG auch bei niedrigen Temperaturen im Spätherbst eingesetzt werden?

Ja, Metaldehyd ist auch bei kühleren Temperaturen wirksam, solange die Schnecken noch aktiv sind (meist ab ca. 5 °C). Da die Aktivität der Schaderreger bei Kälte jedoch verlangsamt ist, verzögert sich auch die Köderaufnahme und die anschließende Wirkung im Vergleich zu warmen Frühjahrstagen.

Wie verhält sich das Produkt bei anhaltendem Starkregen?

Dank der speziellen Formulierungstechnologie besitzt Xiren HG eine hohe Formstabilität und quillt bei Feuchtigkeit nur langsam auf, ohne sofort zu zerfallen. Dennoch sollte bei extremen, langanhaltenden Niederschlägen die Köderdichte auf dem Feld regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf eine Folgebehandlung im Rahmen der zugelassenen maximalen Anwendungen durchgeführt werden.

Wie finde ich heraus, für welche spezifischen Kulturen Xiren HG in Deutschland zugelassen ist?

Die genauen Zulassungsdetails, einschließlich der zugelassenen Kulturen, maximalen Anwendungshäufigkeiten und Wartezeiten, können über die offizielle Online-Datenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) unter Angabe der Registriernummer 00B149-00 abgefragt werden.