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Sonstige · Syngenta Agro GmbH

A14203B

BVL Zul.-Nr. 007938-00

A14203B von Syngenta Agro GmbH ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur gezielten Unkrautbekämpfung im Mais (Zea mays). Formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG) mit dem bewährten Wirkstoff Mesotrione (500 g/kg), bietet dieses Herbizid eine hervorragende Selektivität und Flexibilität in der Anwendung. Es wurde speziell entwickelt, um landwirtschaftlichen Betrieben eine saubere Basis für ein ungestörtes Jugendwachstum der Kultur zu sichern.

Das Wirkungsspektrum umfasst einjährige zweikeimblättrige Unkräuter sowie die gefürchtete Hühnerhirse, die im Maisanbau oft erhebliche Ertragseinbußen verursacht. Durch die schnelle Aufnahme über Blätter und Wurzeln stoppt das Mittel das Wachstum konkurrierender Schaderreger rasch und zuverlässig, was es zu einem unverzichtbaren Baustein im modernen Maisanbau macht.

Wirkstoffe

Mesotrione
500 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Mesotrione gehört zur chemischen Familie der Triketone und ist als HPPD-Inhibitor in die HRAC-Gruppe 27 eingestuft. Der biochemische Wirkungsmechanismus basiert auf der gezielten Hemmung des Enzyms p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase (HPPD). Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese von Plastochinon, welches wiederum ein unverzichtbarer Cofaktor für die Bildung von Carotinoiden ist. Durch die Blockade dieses Stoffwechselwegs fehlt den betroffenen Schaderregern der natürliche Schutz vor Photooxidation. Das führt dazu, dass das vorhandene Chlorophyll durch Sonnenlicht zerstört wird. Sichtbar wird dieser Effekt bereits nach wenigen Tagen durch eine charakteristische, intensive Weißfärbung (Bleaching) der Triebspitzen und Blätter, gefolgt von einer vollständigen Nekrose und dem Absterben der Unkräuter.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei Unkräutern und Ungräsern wie der Hühnerhirse vorzubeugen, solltest du A14203B stets im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts einsetzen. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel mit Herbiziden anderer HRAC-Wirkstoffklassen in der Fruchtfolge. Zudem empfiehlt es sich, mechanische Unkrautbekämpfungsmaßnahmen zu integrieren und den Wirkstoff vorzugsweise in Tankmischungen mit Partnern einzusetzen, die einen komplementären Wirkungsmechanismus aufweisen.

Mischbarkeit & Tankmischung

A14203B zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Maisherbiziden sowie flüssigen Blattdüngern aus. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe durchführen. Die Zugabe eines geeigneten Netzmittels oder Additivs kann die Benetzung und die Wirkstoffaufnahme über die Wachsschicht der Unkrautblätter insbesondere unter trockenen Witterungsbedingungen deutlich verbessern. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide Applikationen bei extremer Hitze oder starker Sonneneinstrahlung.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Datenblatt hinterlegt ist, solltest du aus Vorsorgegründen jegliche Anwendung auf blühende Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden. Führe die Behandlung bevorzugt in den Abendstunden durch, wenn der Bienenflug beendet ist. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen sind Abdriften auf angrenzende Flächen durch den Einsatz abdriftmindernder Düsentechnik strikt zu minimieren.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hühnerhirse12–19300 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Behandlung mit A14203B im Mais?

Der beste Anwendungszeitraum liegt im frühen Nachauflauf der Kultur, konkret zwischen den BBCH-Stadien 12 und 19 (2- bis 9-Blattstadium des Maises). Zu diesem Zeitpunkt sind auch die meisten zweikeimblättrigen Unkräuter und die Hühnerhirse bereits aufgelaufen und befinden sich in einem empfindlichen, aktiven Wachstumsstadium, was die Wirkstoffaufnahme maximiert.

Wie erkenne ich, ob das Pflanzenschutzmittel bei den Unkräutern wirkt?

Die Wirkung zeigt sich sehr markant: Schon wenige Tage nach der Spritzung verfärben sich die Herzblätter und Triebspitzen der getroffenen Schaderreger charakteristisch weiß. Dieses sogenannte „Bleaching“ breitet sich rasch über die gesamte Pflanze aus, gefolgt von Nekrosen, bis das Unkraut schließlich vollständig abstirbt.

Kann ich A14203B auch bei kühler Witterung anwenden?

Ja, der Wirkstoff Mesotrione ist auch bei mäßig kühlen Temperaturen gut wirksam. Allerdings verläuft der systemische Transport im Unkraut bei aktivem Wachstum und wüchsiger Witterung (idealerweise über 10 °C) deutlich schneller. Vermeide die Anwendung bei Frostgefahr oder wenn die Kultur unter starkem Stress (z. B. durch Staunässe oder extreme Trockenheit) steht.

Warum ist die Bekämpfung der Hühnerhirse in diesem BBCH-Fenster so wichtig?

Die Hühnerhirse konkurriert extrem stark mit dem Mais um Licht, Wasser und Nährstoffe. Wenn du sie nicht im frühen Stadium (BBCH 12 bis 19) ausschaltest, kann sie das Wachstum des Maises massiv unterdrücken. Spätere Behandlungen sind oft weniger effektiv, da die Hirse dann bereits eine schützende Wachsschicht und stärkere Wurzeln ausgebildet hat.

Wie verhält sich das Produkt bezüglich der Wartezeit bis zur Ernte?

Für A14203B ist die Wartezeit durch die Festlegung der Anwendungsbedingungen (BBCH-Stadien im frühen Nachauflauf) abgedeckt. Das bedeutet, dass zwischen der späten Nachauflaufbehandlung (bis BBCH 19) und der normalen Maisernte (Silomais oder Körnermais) genügend Zeit vergeht, sodass keine spezifische Wartezeit in Tagen eingehalten werden muss.

Wie kann ich das Risiko von Wirkstoffresistenzen bei der Hühnerhirse minimieren?

Verlasse dich nicht allein auf HPPD-Inhibitoren wie Mesotrione. Nutze eine weite Fruchtfolge, kombiniere die chemische Behandlung bei Bedarf mit mechanischem Hacken und wechsle in den Folgejahren auf Herbizide mit anderen Wirkmechanismen, um selektiven Druck auf die Hirsepopulationen zu vermeiden.