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OTHER · Zenith Crop Sciences Bulgaria LTD

Adentis

BVL Zul.-Nr. 028533-60

Adentis ist ein hochkonzentriertes, wasserdispergierbares Granulat (WG) zur selektiven Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern in Winterweichweizen und Wintergerste. Als bewährtes Pflanzenschutzmittel bietet es Landwirten eine wirtschaftliche und hochflexible Lösung zur Unkrautbereinigung im Frühjahr. Dank der Formulierung mit 750 g/kg Tribenuron zeichnet sich das Produkt durch eine hervorragende Löslichkeit und einfache Handhabung im Betrieb aus.

Das Wirkungsspektrum umfasst eine Vielzahl wirtschaftlich bedeutender, breitblättriger Unkräuter, die effektiv im Nachauflauf erfasst werden, bevor sie in Konkurrenz mit der Kultur treten. Durch die schnelle Aufnahme über das Blattwerk wird der Nährstoff- und Wasserentzug durch die Schaderreger rasch gestoppt, was die Ertragsbildung der Getreidekulturen optimal absichert.

Wirkstoffe

Tribenuron
750 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Tribenuron gehört zur chemischen Klasse der Sulfonylharnstoffe und ist als ALS-Inhibitor in die HRAC-Gruppe 2 eingestuft. Er wird primär über die Blätter und sekundär über die Wurzeln der Schaderreger aufgenommen und systemisch in der Pflanze verteilt. Durch die Blockierung des Enzyms Acetolactat-Synthase (ALS) wird die Biosynthese der essenziellen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin unterbunden. Dies führt zu einem sofortigen Wachstumsstopp der empfindlichen Unkräuter, gefolgt von typischen Chlorosen und einem nekrotischen Absterben der Schadpflanzen innerhalb weniger Wochen.

Resistenzmanagement

Zur Vermeidung von Resistenzbildungen bei einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern sollte Adentis stets im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts eingesetzt werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wirkstoffwechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen (wie z. B. synthetischen Auxinen oder Bodenherbiziden) in der Fruchtfolge sowie die Kombination mechanischer und chemischer Maßnahmen, um den Selektionsdruck auf die HRAC-Gruppe 2 nachhaltig zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Adentis ist im Allgemeinen gut mit gängigen Fungiziden, Insektiziden und flüssigen Stickstoffdüngern mischbar. Zur Optimierung der Benetzung und Wirkstoffaufnahme, insbesondere unter trockenen Witterungsbedingungen oder bei einer dickeren Wachsschicht der Unkräuter, wird der Zusatz eines zugelassenen Netzmittels (Adjuvans) empfohlen. Vor der Erstellung einer Tankmischung sollte stets eine physikalische Mischbarkeitsprüfung in kleinen Mengen durchgeführt und auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge geachtet werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit diesem Pflanzenschutzmittel ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) strikt zu tragen. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielpflanzen sind die in der Zulassung festgelegten Abstandsauflagen und Abschwemmungsminderungsklassen zu beachten. Das Produkt ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte direkter Kontakt mit blühenden Pflanzen oder Unkräutern im Behandlungsbereich vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter31–3940 GRAM_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter31–3940 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Adentis im Frühjahr?

Die Anwendung sollte idealerweise im Frühjahr bei aktiven Wachstumsbedingungen der Unkräuter erfolgen. Der zugelassene Zeitraum erstreckt sich vom Beginn des Schossens (BBCH 31) bis zum Erscheinen des letzten Blattes (BBCH 39) der Kulturen Winterweichweizen und Wintergerste.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von Adentis?

Da der Wirkstoff systemisch aufgenommen wird, begünstigen milde Temperaturen und eine ausreichende Luftfeuchtigkeit den schnellen Transport in der Pflanze. Bei extremer Trockenheit oder Frostgefahr sollte die Behandlung verschoben werden, da gestresste Unkräuter den Wirkstoff schlechter aufnehmen.

Welche Unkräuter werden durch den Wirkstoff Tribenuron besonders gut erfasst?

Tribenuron zeigt eine sehr gute Wirkung gegen typische zweikeimblättrige Problemunkräuter wie Vogelmiere, Kamille-Arten, Hirtentäschelkraut und Ackersenf. Gegen Klettenlabkraut empfiehlt sich bei starkem Besatz eine Mischung mit einem spezifischen Kombinationspartner.

Ist der Zusatz eines Netzmittels bei der Anwendung zwingend erforderlich?

Obwohl nicht immer zwingend vorgeschrieben, verbessert die Zugabe eines nicht-ionischen Netzmittels die Benetzung der Blattoberfläche und beschleunigt die Wirkstoffaufnahme erheblich, besonders bei verhärteten Wachsschichten der Unkräuter in späteren BBCH-Stadien.

Wie verhält es sich mit Nachbaufristen nach dem Einsatz von Adentis?

Aufgrund des raschen Abbaus von Tribenuron im Boden bestehen bei normalem Fruchtfolgewechsel im folgenden Herbst oder Frühjahr keine Einschränkungen für den Nachbau von Folgekulturen. Nach einem vorzeitigen Umbruch der Kultur sollten jedoch die spezifischen Hinweise der Gebrauchsanleitung beachtet werden.

Kann Adentis auch in Sommergetreide eingesetzt werden?

Nein, gemäß der aktuellen BVL-Zulassung (Reg.-Nr. 028533-60) ist die Anwendung dieses spezifischen Produkts ausschließlich für die Kulturen Winterweichweizen (TRZAW) und Wintergerste (HORVW) genehmigt.