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Sonstige · Corteva Agriscience Germany GmbH

ARIGO

BVL Zul.-Nr. 027526-00

ARIGO ist ein leistungsstarkes, selektives Herbizid zur Bekämpfung eines breiten Spektrums von Unkräutern im Mais (Zea mays). Als wasserdispergierbares Granulat (WG) formuliert, kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel drei hochwirksame Wirkstoffe, um sowohl einjährige einkeimblättrige als auch zweikeimblättrige Unkräuter sowie hartnäckige Ungräser wie die Gemeine Quecke effektiv zu kontrollieren. Durch diese Kombination bietet das Produkt eine hervorragende Blatt- und Bodenwirkung, die auch verspätet auflaufende Unkräuter zuverlässig erfasst.

In der landwirtschaftlichen Praxis hat sich das Produkt als flexibler Baustein im Nachauflauf etabliert. Es sorgt für eine schnelle und nachhaltige Unkrautfreiheit im Mais, was der Kultur einen optimalen Start ohne Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe ermöglicht. Die breite Wirkung erstreckt sich über die wichtigsten Problemunkräuter im Maisanbau, wodurch eine saubere Kulturführung bis zum Reihenschluss gewährleistet wird.

Wirkstoffe

Mesotrione
360 g/kg · Wirkstoff
Nicosulfuron
120 g/kg · Wirkstoff
Rimsulfuron
30 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Wirkung dieses Pflanzenschutzmittels basiert auf dem Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkungsmechanismen. Die enthaltenen Wirkstoffe Nicosulfuron und Rimsulfuron gehören zur chemischen Gruppe der Sulfonylharnstoffe (HRAC-Gruppe 2). Sie hemmen das Enzym Acetolactat-Synthase (ALS), welches für die Biosynthese essenzieller, verzweigtkettiger Aminosäuren in den Pflanzen unerlässlich ist. Dies führt zu einem schnellen Wachstumsstopp der empfindlichen Schaderreger. Ergänzt werden diese durch Mesotrione, einen Wirkstoff aus der Gruppe der Triketone (HRAC-Gruppe 27). Mesotrione hemmt das Enzym p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase (HPPD). Diese Hemmung stört die Carotinoid-Biosynthese, was zu einer Zerstörung des Chlorophylls durch Licht führt. Sichtbar wird dies durch ein charakteristisches Ausbleichen (Bleaching) der Unkräuter, gefolgt von deren vollständiger Nekrose. Die Kombination dieser Mechanismen sorgt für eine synergistische Wirkung über Blatt und Boden.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen wirksam vorzubeugen, solltest du dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen eines integrierten Unkrautmanagements einsetzen. Da es Wirkstoffe aus den HRAC-Gruppen 2 und 27 kombiniert, besitzt es bereits ein eingebautes Antiresistenz-System. Dennoch empfiehlt es sich, den Einsatz mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen in der Fruchtfolge abzuwechseln. Zudem solltest du mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung integrieren und stets die volle registrierte Aufwandmenge nutzen, um Selektionseffekte bei den Schaderregern zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Planung von Tankmischungen ist auf die physikalische und chemische Kompatibilität aller Mischungspartner zu achten. Die Zugabe eines vom Hersteller empfohlenen Netzmittels (Adjuvans) ist in der Regel erforderlich, um die Benetzung der Blattoberflächen und die Wirkstoffaufnahme, insbesondere unter trockenen Bedingungen, signifikant zu verbessern. Vermeide Mischungen mit flüssigen Stickstoffdüngern oder phosphororganischen Insektiziden, da dies zu phytotoxischen Reaktionen an der Kultur führen kann. Achte zudem auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide Applikationen bei extremer Hitze oder starker Sonneneinstrahlung.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit diesem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, während der Anmischung und Anwendung obligatorisch. Zum Schutz von Nichtzielorganismen, insbesondere von Gewässerorganismen und Bodenlebewesen, sollten Abdrift mindernde Düsen verwendet und die allgemeinen Abstandsauflagen strikt eingehalten werden. Da keine spezifische Bieneneinstufung im Datenblatt vorliegt, solltest du zum Schutz von Bestäubern die Anwendung nicht in blühende Bestände oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; verlege die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke12–18250 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung im Mais?

Der beste Behandlungszeitraum liegt im frühen Nachauflauf der Kultur, konkret zwischen den BBCH-Stadien 12 und 18 (2- bis 8-Blattstadium des Maises). Achte darauf, dass die Unkräuter aktiv wachsen und sich idealerweise im Keim- bis frühen Laubblattstadium befinden, um die maximale Wirkstoffaufnahme über das Blatt zu gewährleisten.

Warum ist die Bekämpfung der Gemeinen Quecke mit diesem Produkt so effektiv?

Die Kombination aus den systemischen Sulfonylharnstoffen Rimsulfuron und Nicosulfuron wird schnell von den Blättern und Wurzeln der Gemeinen Quecke aufgenommen und in die Rhizome transportiert. Dies stoppt das Wachstum des hartnäckigen Ungrases nachhaltig und verhindert den Wiederaustrieb aus den unterirdischen Ausläufern.

Muss ich bei der Anwendung ein Adjuvans (Netzmittel) hinzufügen?

Ja, für eine optimale Wirkung gegen einkeimblättrige Unkräuter und schwer benetzbare zweikeimblättrige Unkräuter wird dringend empfohlen, ein geeignetes, vom Hersteller freigegebenes Netzmittel der Spritzbrühe beizumischen. Dies verbessert die Haftung und das Eindringen der Wirkstoffe in die Wachsschicht der Blätter.

Wie verhält sich das Produkt bei kühlen Temperaturen im Frühjahr?

Für eine optimale Wirkung sollten die Temperaturen während und nach der Spritzung zwischen 10 °C und 20 °C liegen. Bei starkem Frost oder extremen Temperaturschwankungen (Tag/Nacht) kann die Kultur gestresst sein, was den Wirkstoffabbau im Mais verlangsamt. Behandle daher nur vitale, nicht unter Stress stehende Bestände.

Kann ich nach der Anwendung dieses Herbizids im selben Jahr eine Zwischenfrucht anbauen?

Nach dem regulären Einsatz im Mais ist der Anbau von Nachfolgekulturen im Rahmen der normalen Fruchtfolge im nächsten Frühjahr unbedenklich. Wenn du im selben Spätsommer oder Herbst eine Zwischenfrucht einsäen möchtest, solltest du tief pflügen und Kulturen wählen, die unempfindlich gegenüber Mesotrione- und Sulfonylharnstoff-Rückständen im Boden sind (wie z. B. Kreuzblütler).

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Produkte für meinen Maisanbau?

Du kannst in unserem Hub gezielt nach der Kultur Mais (ZEAMX) filtern und die Suche nach Schaderregern wie 'Gemeine Quecke' oder 'einjährige Unkräuter' verfeinern. Dort siehst du alle in Deutschland registrierten Pflanzenschutzmittel inklusive ihrer Aufwandmengen und Anwendungsbestimmungen im direkten Vergleich.