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Sonstige · Fitosanitarios Bajo Riesgo AIE

ASKAPHY

BVL Zul.-Nr. 008632-60

ASKAPHY ist ein hochsystemisches Pflanzenschutzmittel, das speziell für den professionellen Weinbau zur Bekämpfung des Falschen Mehltaus (Plasmopara viticola) entwickelt wurde. Als flüssig formuliertes Fungizid bietet es Weinbauern eine hochwirksame und flexible Lösung, um die Kultur in kritischen Wachstumsphasen vor diesem ertragsbedrohenden Schaderreger zu schützen. Durch seine hervorragenden physikalischen Eigenschaften lässt sich das Produkt leicht dosieren und applizieren.

Die Besonderheit von ASKAPHY liegt in seiner ausgeprägten Systemik. Nach der Anwendung wird der Wirkstoff Kaliumphosphonat rasch von den grünen Teilen der Weinrebe aufgenommen und sowohl akropetal (mit dem Saftstrom nach oben) als auch basipetal (nach unten) in der Kultur verteilt. Dies gewährleistet, dass auch der empfindliche Neuzuwachs sowie die Gescheine und Trauben von innen heraus geschützt werden, selbst wenn sie bei der Spritzung nicht direkt vom Spritzstrahl erfasst wurden.

Dank des breiten Anwendungsfensters lässt sich ASKAPHY hervorragend in bestehende Pflanzenschutzstrategien integrieren. Es dient als stabiles Fundament im modernen, integrierten Weinbau, um die Vitalität der Reben zu sichern und die Traubenqualität bis zur Ernte auf hohem Niveau zu halten.

Wirkstoffe

Kaliumphosphonat (Kaliumphosphit)
726 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in ASKAPHY enthaltene Wirkstoff Kaliumphosphonat (zugeordnet der FRAC-Gruppe P07) verfügt über einen einzigartigen, dualen Wirkungsmechanismus. Zum einen wirkt er direkt translationshemmend auf den Schaderreger Plasmopara viticola, indem er dessen Phosphatstoffwechsel stört und das Myzelwachstum sowie die Sporenbildung des Oomyceten direkt blockiert. Zum anderen fungiert Kaliumphosphonat als hocheffizienter Elizitor, der die natürlichen Selbstverteidigungsmechanismen der Weinrebe induziert (systemisch induzierte Resistenz). Nach der Aufnahme signalisiert der Wirkstoff der Kultur einen Scheininfekt, woraufhin die Rebe umgehend eigene Abwehrstoffe wie Phytoalexine produziert und ihre Zellwände durch zusätzliche Lignineinlagerungen verstärkt. Diese Kombination aus direkter Erregerhemmung und aktivierter Pflanzenabwehr macht es dem Falschen Mehltau extrem schwer, sich auf dem Gewebe zu etablieren.

Resistenzmanagement

Aufgrund des indirekten und mehrseitigen Wirkungsmechanismus von Kaliumphosphonat (FRAC-Gruppe P07) ist das Risiko einer Resistenzentwicklung beim Schaderreger Plasmopara viticola als äußerst gering einzustufen. Dennoch ist ein verantwortungsvolles Resistenzmanagement im Weinbau unerlässlich. Du solltest ASKAPHY daher stets im Rahmen einer vorausschauenden Spritzfolge einsetzen und abwechselnd oder in Kombination mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen (wie z. B. CAA-Fungiziden oder Kontaktmitteln) anwenden, um die langfristige Wirksamkeit aller verfügbaren Wirkstoffe im Weinberg zu sichern.

Mischbarkeit & Tankmischung

ASKAPHY zeichnet sich durch eine sehr gute physikalische Mischbarkeit mit einer Vielzahl von gängigen Pflanzenschutzmitteln und Blattdüngern aus, die im Weinbau etabliert sind. Bei geplanten Mischungen mit kupferhaltigen Präparaten ist jedoch Vorsicht geboten, da es unter bestimmten Witterungsbedingungen (wie langanhaltender Feuchtigkeit und kühlen Temperaturen) zu phytotoxischen Reaktionen an den Blättern kommen kann. Es wird empfohlen, vor der großflächigen Anwendung stets eine kleine Probemischung (Kübeltest) durchzuführen und auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge sowie einen neutralen pH-Wert der Spritzbrühe zu achten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit ASKAPHY steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt an erster Stelle. Trage bei der Handhabung des Konzentrats und während der Applikation stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (Schutzanzug, robustes Schuhwerk und Schutzhandschuhe). Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern vorsorglich den direkten Einsatz in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden und Behandlungen bevorzugt in den ruhigen Abendstunden durchführen. Achte zudem streng darauf, dass keine Abdrift in angrenzende Gewässer oder Biotopstrukturen gelangt.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WeinrebeFalscher Mehltau (Plasmopara viticola)15–891 LITER_PER_HECTARE14T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die erste Behandlung mit ASKAPHY?

Du solltest mit den Behandlungen idealerweise präventiv ab dem BBCH-Stadium 15 (5. Laubblatt entfaltet) beginnen. Da das Mittel seine Stärken vor allem in der Vorbeugung und im Schutz des schnellen Neuzuwachses ausspielt, sichert ein früher Einsatz vor den ersten Infektionsbedingungen die Kultur am effektivsten ab.

Wie oft darf ich ASKAPHY in einer Saison auf meinen Weinreben ausbringen?

Die genaue Anzahl der maximal zulässigen Anwendungen entnehmst du den aktuellen Zulassungsbestimmungen der BVL-Datenbank für die jeweilige Saison. Generell empfiehlt es sich, das Produkt in Blöcken von 2 bis maximal 3 aufeinanderfolgenden Behandlungen zu spritzen, um den Schutzfilm im Gewebe stabil aufzubauen.

Schützt ASKAPHY auch die Gescheine und die späteren Trauben?

Ja, absolut. Durch die voll-systemische Verteilung im Saftstrom der Weinrebe wird der Wirkstoff auch in die Gescheine und jungen Beeren transportiert. Dies bietet dir einen unschätzbaren Vorteil in der kritischen Phase der Blüte und des Fruchtansatzes, wenn die Trauben besonders anfällig für den Falschen Mehltau sind.

Kann ich ASKAPHY bei extremen Temperaturen im Sommer spritzen?

Vermeide Applikationen bei praller Sonne und Temperaturen über 25 °C, um Stressreaktionen der Kultur zu verhindern. Nutze stattdessen die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Dies sorgt zudem für eine bessere Aufnahme des Wirkstoffs, da die Antrocknung auf dem Blatt langsamer erfolgt.

Was muss ich bezüglich der Wartezeit vor der Ernte beachten?

Für ASKAPHY ist eine Wartezeit von exakt 14 Tagen festgesetzt. Das bedeutet, dass zwischen deiner letzten Behandlung und dem Beginn der Traubenlese mindestens dieser Zeitraum liegen muss, um jegliche Rückstände im Erntegut sicher auszuschließen.

Kann ich das Mittel auch im ökologischen Weinbau einsetzen?

Obwohl Kaliumphosphonat eine pflanzenstärkende Wirkung besitzt, ist ASKAPHY als synthetisches Pflanzenschutzmittel eingestuft. Prüfe daher vor dem Einsatz in deinem Betrieb die aktuellen Richtlinien deines Anbauverbandes und der EU-Öko-Verordnung, da der Einsatz im zertifizierten Bio-Anbau in der Regel nicht gestattet ist.