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Sonstige · Bayer CropScience Deutschland GmbH

Auxo Plus

BVL Zul.-Nr. 00A197-62

Auxo Plus ist ein hochwirksames Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern in Mais (ZEAMX). Als moderne, flüssige Formulierung kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel zwei komplementäre Wirkstoffe mit einem hocheffizienten Safener. Dies garantiert eine hervorragende Kulturverträglichkeit bei gleichzeitig kompromissloser Wirkung gegen ein breites Spektrum an Problemunkräutern und Ungräsern im frühen Nachauflauf.

Durch die Kombination von Boden- und Blattwirkung erfasst das Produkt bereits aufgelaufene Schaderreger und bietet zudem eine langanhaltende Wirkung gegen nachkeimende Unkräuter. Dies macht Auxo Plus zu einem verlässlichen Baustein in modernen Mais-Anbausystemen, der flexibel in der kritischen frühen Entwicklungsphase der Kultur eingesetzt werden kann.

Wirkstoffe

Isoxadifen
134 g/L · Safener
Tembotrione
345 g/L · Wirkstoff
Thiencarbazone
68 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Leistung von Auxo Plus basiert auf dem Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkungsmechanismen. Tembotrione gehört zur HRAC-Gruppe 27 (HPPD-Inhibitoren). Es blockiert das Enzym Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase, was die Biosynthese von Carotinoiden unterbricht. Ohne diese Schutzpigmente wird das Chlorophyll durch Sonnenlicht zerstört, was zu den charakteristischen Ausbleichungen (Bleaching) und dem Absterben der Unkräuter führt. Thiencarbazone-methyl (HRAC-Gruppe 2) hemmt das Enzym Acetolactat-Synthase (ALS), wodurch die Synthese essenzieller Aminosäuren blockiert wird und das Wachstum der Schaderreger sofort stoppt. Der integrierte Safener Isoxadifen-ethyl sorgt für die selektive Verträglichkeit in der Kultur. Er beschleunigt den Abbau der herbiziden Wirkstoffe in den Maispflanzen, ohne die Wirkung auf die Zielunkräuter zu beeinträchtigen. Dadurch wird die Kultur auch unter wechselhaften Witterungsbedingungen optimal geschützt.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, nutzt Auxo Plus bereits zwei unterschiedliche Wirkstoffklassen (HRAC-Gruppe 27 und HRAC-Gruppe 2). Dennoch solltest du im Sinne eines nachhaltigen Resistenzmanagements dieses Pflanzenschutzmittel im Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen einsetzen. Achte darauf, mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung in die Fruchtfolge zu integrieren und den Besatz an Ungräsern und Unkräutern durch pflanzenbauliche Maßnahmen wie eine vielseitige Fruchtfolge und angepasste Bodenbearbeitung zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Auxo Plus zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit gängigen Partnern im Maisanbau aus. Bei Tankmischungen mit flüssigen Stickstoffdüngern oder anderen Herbiziden solltest du vorab stets eine physikalische Mischbarkeitsprobe durchführen. Die Zugabe von geeigneten Additiven kann die Benetzung und Wirkstoffaufnahme insbesondere bei verhärteten Wachsschichten der Unkräuter unter trockenen Bedingungen optimieren. Achte auf eine ausreichende Wassermenge und vermeide Anwendungen bei extremer Hitze oder starker Sonneneinstrahlung, um die Kulturverträglichkeit zu maximieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich. Da keine spezifische Bieneneinstufung vorliegt, solltest du zum Schutz von Bestäubern die Anwendung nicht in blühenden Beständen oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Futtersuche sind. Führe die Behandlung bevorzugt in den Abendstunden durch. Um Einträge in Oberflächengewässer und angrenzende Biotope zu vermeiden, sind die allgemeinen Abdriftminderungsmaßnahmen und Abstandsregelungen strikt einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–160.29 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Auxo Plus im Mais?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Kultur, idealerweise zwischen den BBCH-Stadien 12 und 16 (2- bis 6-Blattstadium des Maises). Zu diesem Zeitpunkt sind auch die meisten Unkräuter und Ungräser aufgelaufen und befinden sich in einem empfindlichen, jungen Wachstumsstadium, was die Wirkstoffaufnahme maximiert.

Wie wirkt sich die Witterung auf die Effizienz der Behandlung aus?

Warme und wüchsige Wetterbedingungen beschleunigen die Wirkstoffaufnahme und führen zu einem schnelleren Absterben der Unkräuter. Bei extremer Trockenheit oder starker Kälte kann die Wirkung verzögert sein. Vermeide Spritzungen bei praller Mittagssonne oder Temperaturen über 25 °C, um Stress für die Kultur zu minimieren.

Warum enthält Auxo Plus einen Safener und wie funktioniert dieser?

Der enthaltene Safener Isoxadifen-ethyl schützt die Maispflanzen vor Schäden durch die Herbizidwirkstoffe. Er regt in der Kulturpflanze die Bildung von Enzymen an, die Tembotrione und Thiencarbazone rasch abbauen. In den Unkräutern findet dieser Abbau nicht statt, sodass diese zuverlässig bekämpft werden.

Kann ich Auxo Plus mit anderen Herbiziden mischen?

Ja, Auxo Plus ist im Allgemeinen gut mit anderen Maisherbiziden mischbar, um beispielsweise das Wirkungsspektrum gegen spezifische Problemunkräuter wie Wurzelunkräuter zu erweitern. Du solltest jedoch immer die Gebrauchsanleitung der Mischpartner beachten und bei unbekannten Mischungen vorab einen Mischungstest in einem kleinen Gefäß durchführen.

Was muss ich beim Nachbau von Kulturen nach dem Einsatz von Auxo Plus beachten?

Nach dem regulären Einsatz von Auxo Plus im Mais können im folgenden Frühjahr in der Regel alle üblichen Ackerkulturen ohne Einschränkung nachgebaut werden. Sollte es zu einem vorzeitigen Umbruch der Maiskultur kommen, sind die spezifischen Wartezeiten und Bodenbearbeitungsvorgaben der Gebrauchsanleitung zu beachten, um Schäden an der Folgekultur zu vermeiden.

Wie erkenne ich, ob die Behandlung gegen die Unkräuter erfolgreich war?

Bereits wenige Tage nach der Behandlung zeigen empfindliche Unkräuter deutliche Aufhellungen und Chlorosen (Bleaching-Effekt), die durch den Wirkstoff Tembotrione verursacht werden. Im weiteren Verlauf sterben die betroffenen Pflanzenteile ab und die Unkräuter brechen vollständig zusammen.