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Bayer Garten Rosen-Pilzfrei Spray Baymat Plus

BVL Zul.-Nr. 006867-60

Bayer Garten Rosen-Pilzfrei Spray Baymat Plus ist ein hochwirksames, gebrauchsfertiges Pflanzenschutzmittel, das speziell für den Schutz von Kulturen im Haus- und Kleingartenbereich sowie im professionellen Anbau entwickelt wurde. Durch die Kombination zweier bewährter Wirkstoffe bietet dieses Fungizid-Spray sowohl eine vorbeugende als auch eine heilende Wirkung gegen wirtschaftlich bedeutende Pilzkrankheiten. Die anwendungsfertige Formulierung ermöglicht eine schnelle, gezielte und unkomplizierte Ausbringung ohne vorheriges Anmischen einer Spritzbrühe.

Das primäre Einsatzgebiet in den zugelassenen Gemüsekulturen wie Gurke und Zucchini umfasst die Bekämpfung von Echtem Mehltau (Sphaerotheca fuliginea und Erysiphe cichoracearum). Dank der systemischen und mesostemischen Eigenschaften der Wirkstoffe werden auch schwer erreichbare Pflanzenteile zuverlässig geschützt, was zu einer langanhaltenden Vitalität der Kulturen beiträgt.

Wirkstoffe

Tebuconazol
0.125 g/L · Wirkstoff
Trifloxystrobin
0.125 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Dieses Pflanzenschutzmittel kombiniert zwei Wirkstoffe mit komplementären Wirkungsmechanismen für einen umfassenden Schutz. Trifloxystrobin gehört zur Gruppe der Strobilurine (FRAC-Klasse 11) und wirkt als Atmungsinhibitor (QoI). Es blockiert den Elektronentransport in den Mitochondrien der Pilzzellen, was die Sporenkeimung und das frühe Myzelwachstum unterbindet. Trifloxystrobin zeichnet sich durch seine mesostemischen Eigenschaften aus: Es haftet fest an der Wachsschicht der Blätter, verteilt sich über die Gasphase und dringt lokal in das Gewebe ein, was eine hervorragende Regenbeständigkeit gewährleistet. Tebuconazol ergänzt diese Wirkung als systemisches Triazol aus der Gruppe der Demethylierungshemmer (DMI, FRAC-Klasse 3). Es greift in die Ergosterol-Biosynthese der Pilze ein und stört den Aufbau der Zellmembranen. Nach der Aufnahme wird Tebuconazol akropetal in der Kultur transportiert, wodurch auch neuer Zuwachs von innen heraus geschützt wird. Diese duale Wirkungsweise kombiniert protektive Effekte mit kurativen Eigenschaften.

Resistenzmanagement

Die Kombination aus einem Triazol (FRAC-Klasse 3) und einem Strobilurin (FRAC-Klasse 11) stellt bereits ein integriertes Antiresistenzmanagement dar, da beide Wirkstoffe an unterschiedlichen Zielorten im Schaderreger ansetzen. Um das Risiko einer Resistenzbildung bei Pilzen wie dem Echten Mehltau langfristig zu minimieren, sollte die Anzahl der Anwendungen pro Saison strikt begrenzt werden. Im Rahmen einer nachhaltigen Spritzfolge ist es ratsam, dieses Pflanzenschutzmittel im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen einzusetzen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei diesem Produkt um ein anwendungsfertiges Spray handelt, ist eine Tankmischung mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Düngemitteln in der Praxis weder vorgesehen noch erforderlich. Für eine optimale Benetzung der Blattoberflächen sollte die Behandlung bei trockenem Laub und windstillen Bedingungen erfolgen. Eine Applikation in den kühleren Morgen- oder Abendstunden verhindert eine zu schnelle Verdunstung und minimiert das Risiko von Phytotoxizität unter direkter Sonneneinstrahlung.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung sind die allgemeinen Arbeitsschutzregeln für Pflanzenschutzmittel einzuhalten, einschließlich des Tragens von geeigneten Schutzhandschuhen bei der Ausbringung. Da das Produkt Wirkstoffe enthält, die als gewässergefährdend eingestuft sind, muss ein direkter Eintrag in Oberflächengewässer oder die Kanalisation strikt vermieden werden. Das Mittel ist als nichtbienengefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zum Schutz von Bestäubern nicht direkt auf blühende Kulturen oder aktiv von Bienen besuchte Bereiche während des Bienenflugs ausgebracht werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZucchiniEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)0.050000002374872565 LITER_PER_SQUARE_METER3T
GurkeEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)0.050000002374872565 LITER_PER_SQUARE_METER3T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die erste Behandlung gegen Echten Mehltau?

Die erste Behandlung sollte vorbeugend bei den ersten sichtbaren Anzeichen einer Infektion oder bei Vorliegen von Infektionsbedingungen (warmes, trockenes Wetter mit hoher Luftfeuchtigkeit in der Nacht) durchgeführt werden. Ein frühzeitiger Einsatz verhindert die epidemische Ausbreitung des Schaderregers auf den Blättern.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung des Sprays nach der Anwendung?

Dank der mesostemischen Eigenschaften von Trifloxystrobin ist der Spritzbelag nach dem Antrocknen hochgradig regenfest. Dennoch sollte das Pflanzenschutzmittel nicht unmittelbar vor Regenereignissen oder bei nassen Blättern ausgebracht werden, um ein Abschwemmen des Wirkstoffs vor dem Antrocknen zu verhindern.

Warum ist die Kombination aus Tebuconazol und Trifloxystrobin so effektiv gegen Mehltaupilze?

Trifloxystrobin blockiert die Sporenkeimung auf der Blattoberfläche (protektiv), während Tebuconazol tief in das Blattgewebe eindringt und bereits etabliertes Pilzmyzel im Wachstum stoppt (kurativ). Diese Kombination deckt somit verschiedene Entwicklungsstadien des Schaderregers ab.

Kann das Spray auch im Gewächshaus an Gurken und Zucchini angewendet werden?

Ja, sofern die Zulassung des BVL die Anwendung im Unterglasbereich (Gewächshaus) für die jeweilige Kultur explizit umfasst. Achten Sie bei Anwendungen im Gewächshaus auf eine ausreichende Belüftung nach der Behandlung und vermeiden Sie stehende Feuchtigkeit auf den Blättern.

Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Echtem und Falschem Mehltau an meinen Kulturen?

Echter Mehltau (der Zielorganismus dieses Produkts) zeigt sich als weißer, mehliger, leicht abwischbarer Belag auf der Blattoberseite. Falscher Mehltau hingegen verursacht gelbliche Flecken auf der Blattoberseite und einen grauvioletten Pilzrasen auf der Blattunterseite. Gegen Falschen Mehltau ist dieses Produkt nicht primär ausgelegt.

Was muss ich bezüglich der Wartezeit bis zur Ernte bei Gurken und Zucchini beachten?

Die gesetzlich vorgeschriebene Wartezeit von 3 Tagen muss zwischen der letzten Anwendung und der Ernte strikt eingehalten werden. Dies stellt sicher, dass eventuelle Wirkstoffrückstände auf den Früchten weit unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen und der Verzehr unbedenklich ist.