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Sonstige · Zenith Crop Sciences Bulgaria LTD

COPFORCE EXTRA

BVL Zul.-Nr. 008695-00

COPFORCE EXTRA ist ein hochwirksames, kombiniertes Fungizid zur Bekämpfung bedeutender pilzlicher Schaderreger in Tomaten (LYPES). Die Formulierung als wasserdispergierbares Granulat vereint zwei bewährte Wirkstoffe mit komplementären Eigenschaften, um sowohl eine vorbeugende als auch eine kurative Wirkung im professionellen Anbau zu erzielen. Es hat sich als verlässlicher Baustein im integrierten Pflanzenschutz etabliert, um die Vitalität der Kultur zu sichern.

Das Wirkspektrum konzentriert sich auf die wirtschaftlich verheerendsten Pilzkrankheiten der Tomate: die Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans) sowie die Dürrfleckenkrankheit (Alternaria solani). Durch die Kombination eines lokal-systemischen Wirkstoffs mit einem bewährten Kontaktfungizid bietet dieses Pflanzenschutzmittel einen robusten Schutzschild, der auch unter wechselnden Witterungsbedingungen zuverlässig greift.

Wirkstoffe

Cymoxanil
60 g/kg · Wirkstoff
Kupferhydroxid
461 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die biologische Wirksamkeit von COPFORCE EXTRA basiert auf dem dualen Wirkungsmechanismus seiner aktiven Komponenten. Cymoxanil gehört zur FRAC-Gruppe 27 (Cyanoacetamid-Oxime). Es dringt nach der Anwendung rasch in das Blattgewebe ein (lokal-systemische Wirkung) und hemmt dort die Sporenkeimung sowie das Myzelwachstum des Erregers. Durch diese schnelle Penetration bietet Cymoxanil eine kurative Wirkung in der frühen Infektionsphase. Kupferhydroxid fungiert als anorganisches Multi-Site-Fungizid (FRAC-Gruppe M01) mit protektiver Kontaktwirkung. Nach der Applikation bildet es einen gleichmäßigen Belag auf der Blattoberfläche. Bei Feuchtigkeit werden Kupferionen freigesetzt, die von den Sporen der Schaderreger unspezifisch aufgenommen werden. Dort denaturieren sie essentielle Proteine und Enzyme, was den Energiestoffwechsel der Pilze blockiert und deren Keimung zuverlässig verhindert.

Resistenzmanagement

Durch die Kombination des Multi-Site-Wirkstoffs Kupferhydroxid mit dem spezifischer wirkenden Cymoxanil besitzt COPFORCE EXTRA ein von Natur aus geringes Resistenziiko. Dennoch solltest du im Sinne eines nachhaltigen Antiresistenzmanagements die maximale Anzahl der Anwendungen pro Saison nicht überschreiten und dieses Pflanzenschutzmittel im Wechsel mit Fungiziden aus anderen FRAC-Klassen einsetzen, die keine Kreuzresistenz aufweisen. Vermeide zudem den Einsatz bei bereits stark etabliertem Befall, um den Selektionsdruck auf die Schaderreger zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

COPFORCE EXTRA ist im Allgemeinen gut mit gängigen Insektiziden und Fungiziden mischbar. Aufgrund des Kupferanteils solltest du jedoch von Mischungen mit stark sauren oder stark alkalischen Produkten absehen, da dies die Löslichkeit der Kupferionen unkontrolliert beeinflussen und zu Phytotoxizität an der Kultur führen kann. Führe vor der Ansetzung größerer Mengen stets eine physikalische Mischprobe in einem kleinen Gefäß durch und achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge, um eine homogene Benetzung zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich. Da keine spezifische Bieneneinstufung in den Zulassungsdaten vorgegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen nicht in blühende Bestände oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; verlege die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden. Um aquatische Organismen und Bodenlebewesen zu schonen, sind Abdriften auf angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen strikt zu vermeiden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
TomateDürrfleckenkrankheit (Alternaria solani), Phytophthora infestans71–812 KILOGRAM_PER_HECTARE10T

Häufige Fragen

Wie nutzt du COPFORCE EXTRA am besten bei wechselhafter Witterung?

Da Cymoxanil sehr schnell in das Blattgewebe eindringt, ist dieser Wirkstoff bereits kurze Zeit nach der Anwendung regenfest. Der Kupferbelag haftet zudem gut auf der Oberfläche. Dennoch solltest du die Behandlung idealerweise in einer abtrocknenden Phase einplanen, damit der Spritzbelag vollständig fixiert werden kann, bevor der nächste Niederschlag einsetzt.

Warum ist der Behandlungszeitraum zwischen BBCH 71 und 81 so entscheidend?

In dieser Phase – von der Fruchtentwicklung bis zum Beginn der Fruchtreife – ist die Tomatenkultur besonders anfällig für Kraut- und Braunfäule sowie Dürrfleckenkrankheit. Ein Befall in diesem Stadium führt direkt zu Ertrags- und Qualitätsverlusten an den Früchten. Die Einhaltung dieses Fensters schützt die heranwachsenden Früchte optimal.

Kannst du COPFORCE EXTRA auch kurativ einsetzen, wenn bereits erste Symptome sichtbar sind?

Dank der lokal-systemischen Eigenschaften von Cymoxanil besitzt das Mittel eine begrenzte kurative Wirkung (Stopp-Effekt) in der frühen, noch unsichtbaren Infektionsphase. Sobald jedoch deutliche Symptome wie braune Blattflecken sichtbar sind, ist der Befall meist zu weit fortgeschritten. Richte deine Strategie daher primär protektiv aus.

What musst du bei der Wartezeit von 10 Tagen vor der Ernte beachten?

Die gesetzliche Wartezeit von 10 Tagen stellt sicher, dass eventuelle Wirkstoffrückstände auf den Tomaten bis zur Ernte unter die zulässigen Grenzwerte sinken. Plane deine letzte Anwendung daher präzise rückwärts vom voraussichtlichen Erntetermin, um Ernteverzögerungen oder Rückstandsüberschreitungen zu vermeiden.

Wie verhältst du dich, wenn du das Produkt mit einem Blattdünger mischen möchtest?

Bei Mischungen mit Blattdüngern, insbesondere solchen, die den pH-Wert der Spritzbrühe stark verändern (wie saure Phosphatdünger), ist Vorsicht geboten. Ein zu niedriger pH-Wert löst zu viele Kupferionen auf einmal, was zu Verbrennungen an den Blättern führen kann. Verwende im Zweifel neutrale Formulierungen und teste die Verträglichkeit vorab an einzelnen Pflanzen.